WALA Arzneimittel
WALA – ein Stiftungsunternehmen
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Die WALA, ein Wert-volles Stiftungsunternehmen

Die WALA Arzneimittel sind eine Marke des Unternehmens WALA Heilmittel GmbH. Diese GmbH ist kein Unternehmen, das sich in Privateigentum befindet. Sie wird stattdessen von einer Stiftung getragen. Diese sichert zum Beispiel den Erhalt des großen Sortiments an WALA Arzneimitteln in seiner Qualität, Breite und Tiefe.

Die WALA, ein Wert-volles Stiftungsunternehmen

Die WALA Arzneimittel und die Dr. Hauschka Kosmetik haben ein gemeinsames Dach: die WALA, 1935 von Dr. Rudolf Hauschka gegründet. Dieses heute als GmbH geführte Unternehmen hat eine Besonderheit: Sie wird von einer Stiftung getragen. Alle Gewinne fließen zunächst an die Stiftung, die diese wiederum in die Entwicklung der GmbH investiert. Sie setzt die Geschäftsführung der GmbH ein und sorgt dafür, dass die WALA-Werte das tägliche Wirtschaften prägen. So investiert die WALA nicht nur in die Qualität ihrer Produkte, sondern auch in die Entwicklung der rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, in nachhaltige Projekte vor Ort und in Ländern, aus denen sie Rohstoffe für ihre Produkte bezieht. Mithilfe der Stiftung kann sie sich ihr breites Arzneimittelsortiment und ihre Unabhängigkeit sichern. Mit dieser Unternehmensform nimmt die WALA in ihrer Branche eine Sonderstellung ein.

Dr. Rudolf Hauschka (1891-1969)
Weggefährten und prägende Personen der WALA im Winter 1957. Von links: Dr. Rudolf Hauschka (1891-1969), Max Kaphahn (1894-1975), Maja Mewes (1909-1996), Dr. Margarethe Hauschka-Stavenhagen (1896-1980)

Ein Unternehmen sollte den Menschen dienen

Gewinn ist bei uns nur Mittel zum Zweck, nicht der Zweck selbst. Das hat Dr. Rudolf Hauschka bereits 1935 so gesehen.

Rudolf Hauschka, Gründer der WALA, fühlte sich als Treuhänder und nicht als Eigentümer des Unternehmens. Er empfand sich nicht einmal als Eigentümer seiner Ideen. Er hatte ein Anliegen: Ihm war wichtig, das menschliche Wirken in den Mittelpunkt zu stellen. Er fragte sich:

  • Wer soll Eigentümer des Betriebs sein?
  • Wie kann die Unternehmensidee langfristig erhalten bleiben?
  • Wie und an wen wird der Gewinn verteilt?

Karl Kossmann, der von 1952 bis zu seinem Tod 2015 für die WALA arbeitete, erinnerte sich: „Wir hatten das Anliegen, die Eigentumsfrage am Unternehmen anders zu lösen, als das bisher üblich war. … Es ging um das Eigenkapitel des Unternehmens, wir haben das Sozialkapital genannt. In der neuen Satzung war geregelt, dass dieses Sozialkapital nicht vererbt werden kann, ebenso wie der juristische Titel, den man als Gesellschafter hat, nicht an leibliche Erben vererbt werden kann.“ Die Ideen der WALA Pioniere mündeten schließlich 1986 in die Gründung der WALA Stiftung, die seitdem das gesamte Unternehmen trägt und es unabhängig macht von Einzel- oder Marktinteressen. Die WALA Heilmittel GmbH gehört seitdem im Grunde der Allgemeinheit.

Karl Kossmann (1927-2015)

„Wir hatten die Idee, gesellschaftspolitisch etwas Anderes zu tun.“

Karl Kossmann, Mitbegründer der WALA Stiftung

WALA Mitarbeiter bei einer hausinternen Veranstaltung

Geld ist ein Gestaltungsmittel

Was heißt es, in einem Stiftungsunternehmen zu arbeiten? Es verleiht zum Beispiel ein Gefühl von Kontinuität und Langfristigkeit. Denn die WALA Heilmittel GmbH kann nicht verkauft werden. Die Mitarbeiter können sich ganz auf die Inhalte ihrer Arbeit und zukunftsorientierte Weiterentwicklungen konzentrieren und dabei gestalterisch aktiv werden. Sie tragen Verantwortung für ihren Aufgabenbereich. Die Stiftung verschafft ihnen die Mittel und den Freiraum, sich beispielsweise intensiv für die Umwelt und für Soziales zu engagieren.

Die Mitarbeiter genießen zudem Sozialleistungen wie Beteiligung an Kindergartenbeiträgen und Schulgeldern. Der Umgang mit Geld ist ein anderer. Statt höherem Gehalt zahlt die GmbH mehr Sozialleistungen. Dass alle Mitarbeiter 80 Prozent ihres Gehalts bereits am Monatsanfang bekommen, soll ihnen die finanziellen Sorgen nehmen. Ein Teil des Gewinns schüttet die Stiftung an die Mitarbeiter aus. So erhält Arbeit eine ganzheitliche Dimension.

„Die WALA Heilmittel GmbH muss keine Gesellschafter oder Erben mitfinanzieren, ist aber andererseits finanziell ganz auf sich gestellt. Als Stiftungsunternehmen kann sie kein Beteiligungskapital beziehen, also keinem anderen Unternehmen Anteile der WALA verkaufen und es am Erfolg beteiligen. Unsere GmbH ist ohne Sicherungsnetz unterwegs. Das nehmen wir ganz bewusst in Kauf, um eigenständig zu bleiben.“

Dr. Johannes Stellmann, Geschäftsführer der WALA Heilmittel GmbH

Geschäftsbeziehungen als Wertebeziehungen

Mit unseren Geschäftspartnern – seien es Lieferanten von Rizinusöl in Indien, von Rosen in Afrika oder von Produktverpackungen in Europa – bauen wir langfristige Zusammenarbeiten auf. Uns verbinden faire Handelsbeziehungen, die von gegenseitigem Vertrauen und eigen­ständigen Entwicklungsmöglichkeiten leben. Auf Wunsch stellen wir unseren Anbaupartnern biologisch-dynamische Berater zur Seite, denn mitunter regen wir die Produktion von Bio-Rohstoffen überhaupt erst an. Wenn Sie mögen, nehmen wir sie mit nach Indien und Äthiopien. Gleich hier.

Indische Bäuerin bei der Rizinusernte. Ohne das Engagement der WALA gäbe es das Rizinusöl in Bioqualität heute nicht

Und wenn es nur einem hilft ...

Eine unserer zentralen Aufgaben besteht darin, ein breites Spektrum an anthroposophischen Arzneimitteln herzustellen, die dem Menschen dienen, und dieses zu erhalten. Wir pflegen deshalb unseren einzigartigen Schatz an Rezepturen, mit dem wir die Heilkräfte der Natur in rund 900 Produkten erschließen. 50 davon stellen wir Ihnen in diesem Internetauftritt vor – es sind häufig nachgefragte Arzneimittel, die Sie rezeptfrei in der Apotheke erhalten. Unser Sortiment umfasst aber auch viele Präparate, die nur unter therapeutischer Begleitung eingesetzt werden; manche davon so selten, dass sie zwar nicht unbedingt wirtschaftlich sind, aber nichtsdestotrotz sehr wertvoll. Herwig Judex aus dem WALA Stiftungsvorstand formuliert es so: „Es gibt immer wieder Beispiele dafür, dass ein Arzt ein mengenmäßig weniger benötigtes Präparat erfolgreich einsetzt. Und wenn es nur einem hilft, dann ist es gut, dass es dieses Präparat gibt.“

Die meisten Arzneimittel von WALA sind auch für Säuglinge, Kinder, Schwangere und Stillende geeignet

„Die Tatsache, dass die WALA über 900 Fertigarzneimittel mit weit mehr als 4.000 Artikeln anbietet, ist nur möglich, weil wir die Stiftung haben. Unter rein marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten müsste man etliche Präparate streichen – aber das ist nicht die Philosophie des Hauses.“

Dr. Armin Dörr, Ressortleitung Marketing & Vertrieb WALA Arzneimittel

Arzneimittel zur Selbstmedikation für die Hausapotheke