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Wie wir Ostern feiern

Ostern – viele Menschen verbinden damit Tulpen und bunte Eier. Aber hinter dem Osterfest verbirgt sich viel mehr. Was das ist und welche Rituale und Traditionen es in unserer Familie zu Ostern gibt, erfährst du hier.

Das Leben erwacht

Lasst andere teilhaben

Das Osterfest ist eines der ältesten und bedeutungsvollen Feste des Christentums. Im Mittelpunkt steht die Auferstehung Christi und damit der Gedanke, dass der Tod nicht das Ende, sondern der Anfang eines anderen Lebens ist. Auch wenn das für kleine Kinder sehr abstrakt ist, erleben sie dieses Wunder in dem Erwachen der Natur. Denn um Ostern herum sprießt aus der winterlichen Ruhe neues Leben, und dieses Leben macht sich überall bemerkbar: in den zarten Blumen und dem saftigen Gras auf den Feldern oder in all den Küken, Kälbern und Lämmern, die jetzt zur Welt kommen. 

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Fastenzeit

Die Osterzeit beginnt am Ostersonntag und dauert 40 Tage bis Himmelfahrt. Die 40 Tage vor Ostern sind die Fastenzeit. Auch unsere Familie versucht jedes Jahr, in der Fastenzeit auf etwas zu verzichten: Wir kaufen zum Beispiel keine Blumen und essen einfacher als sonst. Ich selbst begehe seit Jahren die Fastenzeit konsequent: Mal verzichte ich ganz auf Kaffee, mal auf Zucker oder auf Fleisch. Es ist ein interessantes Experiment, bewusst auf etwas zu verzichten. Ich erlebe jedes Mal, wie gut es mir tut und wie es meinen Willen stärkt.

Frühjahrsputz

In der Zeit bis Ostern machen wir unseren Frühjahrsputz, bei dem die ganze Familie mitmacht. Das Haus wird gründlich aufgeräumt und sauber gemacht. Unsere Kinder freuen sich und helfen zumindest eine Zeit lang fleißig mit: Sie bekommen einen feuchten Lappen, auf den wir ein paar Tropfen ätherisches Öl oder „Moor Lavendel Bad“ von Dr. Hauschka geträufelt haben, und damit polieren sie die Möbel in ihrem Zimmer schön. Dieser Frühjahrsputz zieht sich durch die gesamte Fastenzeit: Mal putzen wir am Wochenende, mal nachmittags. Auch wenn wir an Ostern natürlich gern ein strahlend sauberes Haus hätten, ist der Frühjahrsputz für uns eher ein Ritual und nichts Erzwungenes. Da bleibt manche Ecke auch mal ungeputzt und wird dann eben erst nach Ostern sauber gemacht. Uns geht es weniger um blitzblanke Räume als um das gemeinsame Tun.

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Ostergras

Zu unseren Ostervorbereitungen gehört auch das Säen von Ostergras: Beim Spazierengehen sammeln wir Erde von Maulwurfshügeln und füllen damit eine Tonschale. Dann streuen wir Weizenkörner hinein und feuchten die Erde an. Die Tonschale mit der Erde und den Samen wird auf eine sonnige Fensterbank gestellt und täglich kontrolliert. Sie darf nicht austrocknen und muss regelmäßig gegossen werden. Dafür sind eigentlich die Kinder verantwortlich, aber wir Erwachsene helfen natürlich gerne mit. Nach ein paar Tagen sieht man die ersten Körner keimen. Die Kinder freuen sich täglich darüber und staunen, wie schnell der kleine Garten wächst. Und noch mehr staunen sie, wenn sie am Ostersonntag ein Ei darin finden.

Nach der Osterzeit pflanzen wir das Ostergras ins Freie und beobachten im Lauf des Sommers, wie die Ähren wachsen. Wenn die (wenigen) Körner fertig sind, ernten wir sie gemeinsam und mahlen sie am Erntedankfest. Einen Teil legen wir für das nächste Ostergras zurück. So schließt sich der Jahreskreis.

Osterwasser

In manchen Familien ist es üblich, am Ostermorgen bei Sonnenaufgang Osterwasser zu holen: Du läufst schweigend zu einer Wasserquelle, trinkst das frische Quellwasser und wäschst dir damit das Gesicht. Diesem Wasser werden Heilkräfte zugesprochen. Wenn du eine Quelle in deiner Gegend hast, solltest du es einmal ausprobieren. Es ist für Groß und Klein ein schönes Erlebnis: Die Natur früh am Morgen wirkt so frisch, vielleicht liegt auch noch Tau auf den Wiesen. Und wenn du es wirklich schaffst zu schweigen (oder zumindest nur zu flüstern), kannst du so viel erlauschen.

Vom Quellwasser erfrischt schmeckt der Hefekranz (aus demselben Teig wie das Michaelisschwert) auf dem Rückweg oder zum Osterfrühstück noch besser.

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Eine Osterkerze basteln

Seit ein paar Jahren basteln wir Erwachsene eine Osterkerze. In der Advents- und Weihnachtszeit gehören die Lichter ja dazu. Doch sobald die Tage länger werden, lässt das Bedürfnis nach Kerzenlicht nach. Eine Osterkerze ist aber etwas ganz besonders: Sie wird in der Fastenzeit verziert und erst am Ostersonntag angezündet, um bei den Mahlzeiten zu leuchten. Das Verzieren macht Spaß und ist für ältere Kinder auch schon gut geeignet.  

Und so geht’s:

Nimm eine weiße Kerze, Papier, Stift, Schere, Cutter und Wachsplatten zum Verzieren. Wenn du Bienenwachsplatten benutzt, riecht es auch noch gut.
Jetzt zeichnest du Oster- oder Frühlingsmotive auf das Papier, etwa einen Hasen oder ein Huhn mit Küken, ein Lamm oder Schmetterlinge und Blumen. Schneide diese aus und lege sie vorsichtig auf eine Wachsplatte. Jetzt schneidest du mit dem Cutter die Motive aus der Wachsplatte und drückst sie leicht auf die Kerze – das geht ganz ohne Kleber.

In der Osterzeit lassen sich auch wunderschöne Fensterbilder und Karten mit getrockneten Blumen herstellen. Besonders österlich ist es, wenn du dem Rahmen eine Eiform gibst. Statt gepresster Blumen kannst du auch Schnipsel von Ölpapier nehmen, dann können auch deine kleineren Kinder mithelfen.

Ich wünsche dir ein frohes und kreatives Ostern!

Unser Tipp:

Bienenwachsfolien oder –knetmasse für die Herstellung von Fensterbildern und Kerzenreliefs gibt es zum Beispiel bei Stockmar.

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