WALA Arzneimittel
apfelernte-header-01.jpg Kochen + Backen

Unser Herbst schmeckt nach Apfel

Ich liebe den Herbst. Das spezielle Licht, den Geruch, der bei einem Waldspaziergang in der klaren Luft liegt, das Rascheln des Laubs und die üppig tragenden Obstbäume. Meinen Traum von einer kleinen Obstwiese konnte ich mir bisher leider noch nicht erfüllen, aber als vorläufiger Ersatz haben sich in letzter Zeit ein paar Alternativen aufgetan.

Apfelernte und Rezepte

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WALA-Baumpaten

Seit zwei Jahren darf ich mich WALA-Baumpatin nennen. Gemeinsam mit drei Kolleginnen und Kollegen bin ich zuständig für einen Apfelbaum der Sorte Hauxapfel. Diese Baumpatenschaft wurde vom WALA-Arbeitskreis für Biodiversität ins Leben gerufen. Ein spannendes Thema mit vielen tollen Geschichten, über das ich euch auf jeden Fall nochmal gesondert berichten werde. Ganz im Sinne der Biodiversität wurden rund um zwei neue WALA-Gebäude Obstbäume gepflanzt - häuptsächlich Äpfel, aber auch Quitten und Birnen sind dabei. Ca. 80 Baumpaten dürfen diese Bäume ernten, und das ist auch schon ihre einzige Pflicht. Wer mag, kann sich aber auch in Sachen Baumschnitt und Vermehrung weiterbilden und dabei gerne mithelfen.

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Das Besondere an unseren Patenbäumen sind die Sorten. Es handelt sich um lokale, alte Tafelsorten, die wir erhalten und bekannter machen wollen. So stehen zum Beispiel auf der Wiese um unseren Logistikneubau zwei Liebensteiner Apfelbäume – das ist ein alter, leckerer, lokaler Apfel aus Göppingen/Jebenhausen, den man vergeblich in Baumschulen sucht. Nur durch großen Einsatz und viel Beharrlichkeit konnte er seinen Weg zu uns finden. Und auch ein Rohköstler steht auf der Wiese; das ist eine Quittensorte, die tatsächlich roh verzehrt werden kann.

Pflücken erlaubt

Wie in vielen anderen Städten gibt es auch in Göppingen mittlerweile eine schöne Aktion, mit der Lebensmittelverschwendung vorgebeugt wird. Obstbaumbesitzer markieren alle Obstbäume, die sie nicht selber abernten, mit gelben Jutebändern und geben sie so zur Ernte frei.

Durch diese beiden Quellen bin ich also reichlich mit Äpfeln versorgt und kann mich ans Konservieren machen.

Apfelchips und Apfelmus


Sowohl für Apfelmus also auch für Apfelchips brauchst du eigentlich kein Rezept, denn du kommst mit genau einer Zutat aus: mit Äpfeln. Natürlich kannst du das Ganze aber auch nach Lust und Laune verfeinern. Denn in Kombination mit immunstärkenden Gewürzen werden daraus kleine Immunbooster für die ganze Familie.

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Geschmacklich gibt der Kurkuma dem Apfelmus eine leichte Schärfe. Da die Süße jedoch überwiegt, mögen meine Kinder auch diese Variante sehr gern. Noch dazu gibt der Kurkuma dem Ganzen eine tolle Farbe –  und buntes Essen kommt ja immer gut an.

Apfelmus mit Kurkuma

Du brauchst: 1 kg Äpfel, ein kleines Stück frischen Kurkuma

Äpfel schälen, entkernen und klein schneiden. Mit ca. 250 ml Wasser und frisch geriebenem Kurkuma köcheln lassen und je nach Gusto so belassen oder fein pürieren. In ausgekochte Schraubgläser geben. Das Ganze hält sich ungeöffnet einige Wochen im Kühlschrank. 

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Apfelchips

Du brauchst: möglichst feste und süße Äpfel, Ingwer und Zimt

So manche Anschaffung an kleinen elektrischen Küchenhelfern habe ich schon nach kürzester Zeit bereut. Ich verwende sie nur selten, und dafür nehmen sie einfach zu viel Platz weg. Mein Dörrgerät gehört jedoch definitiv nicht dazu. Meine Kinder lieben die Apfelchips, die ich damit mache, weil sie so schön knusprig sind, und stromsparender als der Backofen ist das Gerät auch.  

Für die Apfelchips verwende ich die Äpfel mit Schale.
Äpfel entkernen und in sehr dünne Scheiben (ca. 3-5mm) schneiden oder hobeln. Für eine leichte Ingwernote presse ich ein Stück Ingwer mit der Knoblauchpresse aus und vermenge den Ingwersaft mit etwas Zitronensaft. Mit dieser Mischung werden die Apfelscheiben von beiden Seiten eingepinselt. 

Zubereitung im Backofen: 4 Stunden bei 80 Grad

Zubereitung mit Dörrgerät: 7 Stunden bei 70 Grad

Vor dem Verzehr kannst du die Chips noch mit Zimt bestreuen.

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Noch mehr immunstärkende Rezepte findest du in dem Beitrag „Essen fürs Immunsystem“. Zahlreiche Tipps rund um das Thema Erkältungszeit halten wir im Ratgeber „Kindergesundheit/Erkältung“ für dich bereit.

Viel Spaß bei der Apfelernte und beim Ausprobieren der Rezepte!

Kleiner Exkurs für Allergiker

Als Allergikerin habe ich mich lange nicht getraut, einfach in einen knackigen Apfel zu beißen. Mir blieb deshalb nur die verarbeitete (erhitzte) Variante in Form von Kuchen, Apfelmus oder Apfelchips. Doch dann habe ich festgestellt, dass ich einige der alten Sorten – insbesondere wenn sie relativ frisch geerntet sind – ganz gut vertrage, deshalb gönne ich mir jetzt auch mal den Genuss eines frischen Apfels.

Weshalb das so ist? Die „alten“ Sorten enthalten viele Polyphenole, also antioxidativ wirksame sekundäre Pflanzenstoffe. Sie machen den Apfel so gesund, führen aber auch dazu, dass er beim Anschneiden braun wird. Daher wurden die Polyphenole aus den neuen Sorten herausgezüchtet, und die dadurch entstandenen Oxidationsprodukte vertragen wir Allergiker eben nicht. Aber auch für Nichtallergiker gilt: Je brauner der Apfel beim Anschnitt wird, desto gesünder ist er. Und da Polyphenole auch noch hitzebeständig sind, empfehle ich euch grundsätzlich lieber auf die Farb-, Formen- und Geschmacksvielfalt alter Sorten zu setzen.

 

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