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Quarkwickel – der Alleskönner gegen Milchstau, Husten und Co.

Am Anfang der Stillzeit empfiehlt es sich immer eine Packung Magerquark im Kühlschrank zu haben. Quark ist ein altbewährtes Hausmittel für viele Beschwerden. Er wirkt abschwellend, entzündungshemmend, schmerzlindernd und angenehm kühlend. Besonders wirkungsvoll ist der Quark wegen seines Kaseingehaltes. Kasein, ein Milchprotein, kann entzündliche Stoffe aus dem Gewebe isolieren, binden und abtransportieren. Hieraus kann man sich schnell einen wirkungsvollen Brustquarkwickel zaubern.

Schritt für Schritt zum Quarkwickel

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Bei diesen ersten Symptomen kannst du einen Quarkwickel anlegen:

  • frühzeitig bei Schmerzen oder den ersten Rötungen an der Brust
  • bei knotigen oder plattigen Verhärtungen an der Brust (Milchstau)
  • bei Fieber in Verbindung mit Brustproblemen
  • begleitende Therapie bei einer bestehenden Brustentzündung (Mastitis)

Um einen Quarkwickel selbst zu machen benötigst du:

  • zimmerwarmen Quark
  • eventuell eine entzündungshemmende Essenz oder ein ätherisches Lavendelöl fein (dies kann direkt auf die Haut und beruhigt)
  • vier Kompressen oder Leinen- bzw. Baumwolltücher
  • ein Baumwolltuch als Zwischentuch (welches die Flüssigkeit aufnimmt)
  • ein großes Außentuch aus Wolle (z.B. einen Schal) zum Befestigen und zum Schutz vor Auskühlung
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Und so funktioniert es:

Nimm den Quark ca. 30 Minuten zuvor aus dem Kühlschrank, so dass er Zimmertemperatur hat. Du wirst sehen, er wirkt trotzdem noch angenehm kühlend. Verrühre den Quark gut und mische ihm die Essenz (auf 250 g Quark etwa 1-2 EL Essenz) oder 2-3 Tropfen von einem hautverträglichen ätherischen Lavendelöl unter.

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Streiche die Quarkmischung etwa fingerdick auf eine Hälfte einer aufgeklappten Kompresse (Länge ca. 20 - 30 cm) auf und falte diese wieder zur Hälfte zusammen. So bereitest du dir je zwei längliche Quarkkompressen für je eine Brust vor. Diese legst du dann halbmondförmig oben und unten um die Brustwarze auf, am besten gleich im Liegen. Spare dabei unbedingt die Brustwarze aus. Lege darüber das schützende Zwischentuch und umwickle das Ganze mit dem Außentuch aus Wolle, welches du dir günstiger Weise schon zuvor auf deinen Liegeplatz ausgelegt hast.

Jetzt solltest du den Wickel ca. 30 Minuten oder auch etwas länger bis der Quark zum Trocknen beginnt, liegen lassen. Danach kannst Du die Quarkkompresse und das feuchte Zwischentuch entfernen und kannst gern noch mit dem warmen Wolltuch umwickelt noch nachruhen. Generell gilt Ruhe bei Brustproblemen in der Stillzeit. Diese sind nämlich meist ein Zeichen, dass du dir zu viel zugemutet hast.

Der beste Zeitpunkt für den Quarkwickel ist direkt nach dem Stillen. Hier nutzt du die Stillpause deines Kindes optimal aus. Denn direkt nach dem Stillen kann der Wickel die neu zu produzierende Milchmenge reduzieren und entzündliche Stoffe aus der Brust ziehen. Bevor dein Kind wieder Hunger hat, kannst du die Brust mit warmem Wasser sanft von den Quarkresten befreien. Die feuchte Wärme lässt die Milch dann für den anstehenden Stillvorgang wieder besser fließen.

In akuten Fällen rate ich zu 2-3 Quarkwickeln am Tag.

Kontraindikationen für einen Quarkwickel sind Schüttelfrost (steigendes Fieber). Bei Milcheiweißunverträglichkeiten sollte der Quark nicht auf offene Hautverletzungen aufgetragen werden!

Tritt innerhalb von 2-5 Tagen keine Besserung ein, ist ein Arzt aufzusuchen.

Wenn du mehr zum Thema Wochenbett & Stillzeit erfahren willst, dann besuche unseren Ratgeber.

Quark kann noch mehr

Durch seine vielseitigen Eigenschaften kommt Quark bei zahlreichen Anwendungsgebieten zum Einsatz:

  • Entzündungen
  • Halsschmerzen, Heiserkeit
  • Husten, Bronchitis
  • Gelenkschmerzen (Rheuma, Arthrose)
  • Sportverletzungen (Prellungen, Zerrungen, Hämatome)
  • Sonnenbrand
  • Insektenstiche

Eine körperwarme Auflage mit Quark kann bei Husten, Bronchitis, Heiserkeit und Halsschmerzen eingesetzt werden. Hierzu wird ein Quarkpäckchen vorbereitet, welches du über einem Wasserbad sanft erwärmst.

Beim ersten Kratzen im Hals bis hin zur schmerzhaften Mandelentzündung kann der Saft einer halben Zitrone untergemischt werden. So wirkt der Halswickel schmerzlindernd und entzündungshemmend.

Kalte Quarkwickel entfalten eine wärmeentziehende Wirkung und kommen besonders bei entzündlichen Prozessen (z. B. Brustentzündung), bei Sonnenbrand und Insektenstichen, bei Schwellungen, Prellungen und Zerrungen zum Einsatz.

Die Quarkauflagen und Quarkwickel können 2 bis 3-mal täglich aufgelegt werden.

Durch die Zugabe von verschiedenen Essenzen oder ätherischen Ölen kann die Wirkung des Quarks noch gezielt verstärkt werden. Hierzu kannst du dich in deiner Apotheke beraten lassen.

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Liane Hartmann

Hallöchen....

wenn ich Quark ins Gesicht (obere Wangen) machen möchte, was kann ich da dazumischen?
geht auch Olivenöl? oder Quark pur? sollte es Magequark sein oder fetthaltigerer ?
Ist solch eine Maske auch bei trockener Haut machbar?

LG Liane

Antwort von Lisa - Naturwichte

Hallo Liane,

zu Quarkanwendungen im Gesicht liegen uns leider keine Erfahrungswerte vor.

Wir können aber sehr den Dr. Hauschka Online Hauttest empfehlen.

https://www.drhauschka.de/online-hauttest/#/

Hier erfährt man sofort sein aktuelles Hautbild und bekommt eine persönliche Pflegeempfehlung fürs Gesicht.

Auch in unserem Ratgeber Haut gibt es wertvolle Tipps.

https://www.walaarzneimittel.de/de/ratgeber-gesundheit/haut/hautreizung-verletzungen.html

Viele Grüße, deine WALA Naturwichte


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