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Gärtnern macht gute Laune - Wir bauen ein Bohnenzelt

Eine der zahlreichen Homeschooling-Aufgaben meiner Tochter war es, ein Bohnentagebuch zu führen. Die Bohnen wurden eingepflanzt, beim Wachsen beobachtet und gezeichnet. Sie standen auf dem Fensterbrett im Kinderzimmer und wuchsen, wie es Bohnen nun mal tun, sehr schnell in die Höhe. Nachdem ich letzte Woche das Fenster nicht mehr öffnen konnte, weil sich die erste Ranke bereits um den Fenstergriff gewunden hat, wusste ich: Es wird Zeit, dem Pflänzchen eine neue Heimat zu geben.

Bereits letztes Jahr habe ich mich an einem Bohnenzelt im Garten versucht. Leider hatte ich nicht genügend Bohnen gepflanzt, sodass es etwas kümmerlich aussah. Das will ich dieses Jahr besser machen.

Und so geht's

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Gemeinsam mit den Kindern habe ich also letzte Woche die Erde an einem passenden Standort umgegraben und aufgelockert, die Bambusstangen vom letzten Jahr (ca. 2 Meter lang) in gleichmäßigen Abständen (ungefähr alle 50 cm) um den Kreis verteilt und festgebunden. Außerdem habe ich diesmal mit einer Schnur eine Rankhilfe um die Stangen gewickelt.

Da uns die beiden Pflänzchen meiner Tochter nicht reichen werden, haben wir noch weitere Stangenbohnen über Nacht in Wasser eingeweicht, um sie diesmal direkt ins Freie zu pflanzen. Das ist ab Mitte Mai auch gut möglich. Ich habe mich für drei verschiedene Sorten entschieden: Neckargold mit gelben Bohnen, Blauhilde mit dunkelvioletten Bohnen, die beim Kochen grün werden, und die grüne Neckarkönigin. So wird es in unserem Zelt auch noch schön bunt.

Wir haben fünf Samen um die Stangen herum ca. 3 cm tief eingepflanzt und auch welche in ca. 20 cm Abstand in die Zwischenräume gesetzt. Schließlich geht es mir ja nicht um einen besonders hohen Ertrag, sondern um ein schönes, dichtes Bohnenzelt, das im Sommer zum schattigen Rückzugsort für meine Kinder werden kann.  

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Mein Fazit:

Die Kinder hatten einen Riesenspaß beim Graben, Zeltbauen und Einpflanzen, und wir warten schon ganz gespannt darauf, dass die ersten Pflänzchen aus dem Boden schauen. Mit etwas Glück und sonnigem Wetter kann das in einer Woche so weit sein. Die zwei bereits Vorgezogenen haben sich jedenfalls schon mal gut eingelebt

Außerdem hab ich noch ein Bohnenwettwachsen vorgeschlagen. Die Kinder sollten sich eine Stange aussuchen, an der sie die Bohnen selbst gepflanzt haben. Welche schaut als erstes aus dem Boden? Und welche erreicht zuerst die Spitze? Der stolze Gewinner hätte sich wünschen können, was aus der ersten Bohnenernte gekocht werden soll. Interessanterweise wollten die Beiden diese Art von Wettbewerb gar nicht. O-Ton: „Nein, Mama, lass uns das nicht machen, sonst streiten wir uns nur ...“

Falls ihr es euch einmal zusammen mit euren Kindern im Zelt gemütlich machen wollt, erzählt ihnen doch das englische Märchen von Hans und der Bohnenranke. Eine Audiodatei des Märchens Hans und die Bohnenranke findet ihr hier. Und wenn ihr wissen wollt, weshalb Märchen gerade jetzt so wichtig sind, dann lest doch Paolas Beitrag Märchen, die Mut machen.

Wenn du keinen Garten, sondern einen Balkon hast, kannst du auch Zuckerschoten an einem kleinen Spalier wachsen lassen. Das ergibt zwar kein Zelt, dafür können die Zuckerschoten direkt genascht werden. Eine tolle Idee wie du auch auf kleinem Raum in Weinkisten Naschgärten mit Kindern anlegst findest du bei Rebecca unter www.elfenkindberlin.de

Im Sommer zeige ich euch dann mal, was aus unseren Bohnen geworden ist und ein leckeres, kindertaugliches  Bohnenrezept fällt mir bestimmt auch noch ein.

Das sollte auch noch gesagt werden:

Ich bin kein Gartenprofi und beim Gärtnern geht es mir eher darum mit den Kindern Spaß zu haben und für mich einen Ausgleich zu meiner sitzenden Bürotätigkeit zu finden. D.h. aber auch, dass ich beim Gärtnern keine Lust habe mich ewig einzulesen und wann, wie und wo ich jetzt was am Besten pflanze. Klar ein bisschen Grundwissen verschaffe ich mir schon aber dann gehe ich eher nach dem Prinzip trial and error vor und nehme auch in Kauf, dass es mal nicht so gut klappt, bevor ich wieder ein riesiges Kopfprojekt daraus mache. Wenn es dir beim Pflanzen also um eine Gelinggarantie und hohen Ertrag geht, ist dieser Beitrag vielleicht nicht der sinnvollste….

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Mit welcher Liebe und ständiger Neugier unser WALA Gärtner Josha Huter auf die Gartenarbeit und seine Pflanzen blickt und weshalb Gärtner oft gute Laune haben kannst du hier nachlesen.

Und was du tun kannst, wenn du nach der Gartenarbeit Rückenschmerzen hast oder verspannt bist findest du hier.

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Rebecca

Ich empfinde euren neuen Blog ein wenig wie "nach Hause kommen" ! Er ist so schön und infomativ und so absolut von Herzen!
Alles Liebe,Rebecca

Antwort von Ida - Naturwichte

Liebe Rebecca,

vielen Dank für dein positives Feedback. Wir freuen uns sehr, dass dir unser Blog gefällt.

Liebe Grüße,

deine Naturwichte 


Cori

Vielen Dank für die schöne Idee.
Eine Frage noch: wie groß ist denn der Durchemsser des Kreises / Zeltes ca.? (bei euren 2m langen Stäben). Nur damit ich in etwa weiß, ob das bei uns passen könnte.

Antwort von Ida - Naturwichte

Liebe Cori, 

der Durchmesser unseres Zeltes ist ca. 2 Meter. Dadurch ist das Zelt allerdings auch nur etwa 1,30 hoch. Wenn du also weniger Platz hast und einen kleineren Durchmesser wählst, ist das Zelt zwar etwas kleiner aber dafür auch höher. Ich muss mich nämlich ganz schön bücken, um es mir mit den Kindern darin bequem zu machen...

Auf jeden Fall wünsche ich dir viel Spaß beim Nachbauen. 

Liebe Grüße,

deine Naturwichte


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