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Früher war mehr Lametta

Vor allem in der Weihnachtszeit sind wir leider Weltmeister im Produzieren von (Verpackungs-)Müll. Plastik und Metall sind nicht nur in der Produktion sehr energielastig; sie sind auch schwer recyclebar. Ein guter Grund also, z. B. auf Lametta zu verzichten, auch wenn ich Loriot sehr liebe. Aber wie können wir die Advents- und Weihnachtszeit nachhaltiger und dennoch schön gestalten? Und wo müssen wir überhaupt überall hinschauen, um möglichst umweltschonend und abfallfrei zu feiern?

Kleine Tipps mit schöner Wirkung

Lasst andere teilhaben

In der dunklen Jahreszeit sind wir nicht nur aufgefordert, unser inneres Licht anzufachen, weil es im Außen immer mehr abnimmt. Im christlichen Weihnachtsfest zeigt sich dieses Bemühen im Miteinander und Füreinander. Die Sehnsucht nach dem Licht äußert sich in dieser Jahreszeit aber auch darin, dass wir uns vermehrt mit Kerzenschein umgeben wollen. Zum Beispiel in der Adventszeit, in der es von Adventssonntag zu Adventssonntag immer lichter wird. Auch mancher Adventskalender besteht aus 24 Kerzen, von denen täglich eine mehr entzündet wird. Und die sogenannte Adventsspirale führt die Kinder im Waldorfkindergarten durch diese Bewegung – das Licht von innen nach außen zu tragen und miteinander zu verstärken.

Tipp 1: Kerzen Upcycling

Gerade bei Kerzen kann man sehr einfach sehr nachhaltig vorgehen, in dem man Kerzenstumpen (möglichst aus Bienenwachs oder Stearin) sammelt und einschmilzt, um neue Kerzen zu ziehen. Viele Teelichter kommen in der Aluhülle und sind damit besonders umweltbelastend – hier gibt es schöne Alternativen aus Bienenwachs und Teelichthalter aus Glas oder Ton.

Tipp 2: Vom „Grünabfall“ zum Kranz

Auch der Adventskranz ist in Nord- und Mitteleuropa kaum wegzudenken aus dieser Zeit. Umso wichtiger, auch hier genauer hinzuschauen. Wir konnten in der vergangenen Woche die wunderbare Werkstatt für Kunst und Gestaltung von Caroline Wolf besuchen, wo wir unseren Team-Tag mit einem Workshop zum Kranzbinden abschließen durften. Caro bewirtschaftet nicht nur ihre eigenen Blumenfelder in der unmittelbaren Nachbarschaft in Bad Boll. Ihr Floristik- und Dekorationskonzept ist urwüchsig und durch und durch nachhaltig. Das Material, mit dem sie Sträuße, Gestecke, Kränze schafft, kommt einmal vom eigenen Feld. Aber sie verwertet u. a. auch die Sträuße, die sie per Abo z. B. an die Apotheke ums Eck liefert. Indem sie sie nach der Blühzeit wieder abholt und in der Werkstatt trocknet. Überhaupt ist der Duft von Trockenblumen und Heu das erste, das einen sinnlich empfängt, wenn man in die Werkstatt kommt.

Aber nicht nur die eigenen Sträuße und Gestecke werden wiederverwertet – Caro findet auch zahlreiche Materialien wie Wurzelhölzer, Baumschnitte etc. auf dem Grüngutsammelplatz in Bad Boll. Und eigentlich jeder Dorfbewohner, der Gartenabfälle hat, weiß wer sich darüber freut.

Selbst Hand anlegen zu dürfen, war wirklich ein großes Geschenk! Unterschiedliche Rohlinge (Stroh, Zweige, Rattan und Metall) sind üppig bestückt, oder ganz filigran ausgearbeitet worden. So divers wie unser Team sind dann auch die Ergebnisse ausgefallen.

Tipp 3: Ganz einfach vom Herbstkranz zum Adventskranz

Caro bietet derzeit gerade Workshops für Herbstkränze an, aber ich durfte bereits einen Blick auf diejenigen Herbstkränze werfen, die sich in Adventskränze verwandelt haben. So wird nicht nur der Rohling wiederverwendet, sondern die herbstlichen getrockneten Blüten und Zweige sehen mit etwas Zypressen und Lebensbaum angereichert gleich weihnachtlich aus. Diese eignen sich besser als Tanne, die schnell austrocknet und dann vom Kranz rieselt. Fehlen nur noch die Kerzen (s. o.).

Tipp 4: Weihnachtsbaum regional und im Topf

Dass der Weihnachtsbaum als Krönung der Advents- und Weihnachtszeit natürlich möglichst nachhaltig regional und im Topf daherkommt, statt geschlagen zu werden, haben auch die Anbieter verstanden. So gibt es deutschlandweit mittlerweile viele Baumschulen, die ihre Bäume im Topf verleihen – Anlieferung und Abholung inklusive.

Übrigens liefert Caro in der kalten Jahreszeit natürlich keine Frischblumen – einfach weil es die zu dieser Jahreszeit nicht gibt. Dafür umso schönere Trockensträuße und Gestecke. Das verwundert nur diejenigen, die zum ersten Mal bei ihr nach Blumendeko fragen. Alle anderen lieben ihre jahreszeitlichen Arbeiten und fragen genau deshalb bei ihr an.

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