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Schwangerschaft und Stillzeit

Das hilft gegen Ödeme in der Schwangerschaft

Sommer, Sonne, warme Temperaturen. Eigentlich eine tolle Zeit, um deine Schwangerschaft zu genießen und es dir gut gehen zu lassen. Wären da nicht diese schweren, geschwollenen Beine und Füße. Woher Ödeme in der Schwangerschaft kommen und was du tun kannst, um wieder leichtfüßig durch den Sommer zu gehen, verrate ich dir hier.

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Woher kommen Wassereinlagerungen?

Du leidest in deiner Schwangerschaft unter müden und schweren Beinen, vielleicht sogar unter belastenden Wassereinlagerungen? Das kann viele Gründe haben: Erst einmal wiegst du jetzt mehr als zuvor; außerdem hast du durch die Schwangerschaft etwa einen Liter mehr Blut in dir. Und zusätzlich machen deine Hormone in der Schwangerschaft deine Gefäßwände weicher und dehnbarer.

Auch wird deine Gebärmutter Tag für Tag größer und schwerer und übt – vor allem im letzten Schwangerschaftsdrittel – Druck auf deine Blutgefäße im Bauchraum aus. Das kann zu einem Rückstau des Blutes in den Beinvenen führen, da die Venenklappen durch den erhöhten Druck schlechter schließen. Die Blutgefäße werden durchlässiger und es lagert sich Wasser im umliegenden Gewebe ein.

Sind Wassereinlagerungen immer harmlos?

Mehr als die Hälfte aller Schwangeren sind von unangenehmen Ödemen betroffen. Im Sommer ist die Belastung nochmal höher. In der Regel sind Ödeme in der Schwangerschaft ungefährlich. Treten die Einlagerungen jedoch ausgeprägt und in Verbindung mit Kopfschmerzen, Augenflimmern oder gar Oberbauchbeschwerden auf, solltest du dringend eine Hebamme oder ein Arzt aufsuchen, um eine Schwangerschaftskomplikation auszuschließen.

Das solltest du vermeiden

  • Langes Stehen oder Sitzen
  • Zu warme Temperaturen
  • Übereinanderschlagen der Beine
  • Tragen von hohen Absätzen

So kannst du Einlagerungen gut vorbeugen

  • Entlaste deine Beine mehrfach täglich, indem du sie hochlegst.
  • Sorge dafür, dass du ausreichend Bewegung bekommst, etwa durch Spazierengehen, Walking, Schwimmen und Yoga.
  • Schlafe nachts mit leicht erhöhten Beinen – 10 bis 15 cm sind ausreichend.
  • Achte auf eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung.
  • Wasserreiche Lebensmittel wie Gurke oder Wassermelone helfen dir, überschüssige Flüssigkeit auszuleiten.
  • Denke daran, ausreichend zu trinken: mindestens 1,5 Liter, besser 2 Liter am Tag. Keine Angst, das verstärkt die Einlagerungen nicht.
  • Wenn du magst, kannst du auch Stützstrümpfe tragen; sie können durch Kompression das Anschwellen der Beine und die Einlagerungen verhindern.

Anwendungen für jeden Tag

  1. Massiere oder bürste morgens vor der Dusche zuerst die Beine von unten nach oben, also zum Herzen hin. Am besten mit einer Trockenbürste. Das kannst du abends gerne wiederholen.
  2. Wechselduschen oder die bewährten „kalten Güsse“ aus der Kneipptherapie begünstigen den venösen Rückstrom, indem sie die Venenpumpe aktivieren.
  3. Hilfreich sind kühle Wadenwickel: Umwickle dafür deine Beine vom Fuß bis zum Knie (oder auch höher) mit einem kühlen Wickeltuch und lagere sie für 20 bis 30 Minuten hoch. Du kannst z. B. ein Spucktuch auf etwa 10 cm Breite falten, es in eine kühle Wickelflüssigkeit mit oder ohne Wirksubstanzen tunken, es leicht auswringen und dann nach oben um das Bein herumwickeln.
  4. Praktisch sind auch die „nassen Strümpfe“ von Wickel und Co. Tränke die Strümpfe mit kaltem bis handwarmen Wasser - je nach Empfinden – und wringe sie leicht aus. Die entlastende Wirkung entsteht hier allein durch den thermischen Reiz. Du kannst den Innenstrumpf aber auch zusätzlich mit einer entlastenden Wickelflüssigkeit tränken, ihn leicht auswringen und dann einen Außenstrumpf aus Wolle darüber ziehen.
  5. Zusammenziehende Wirksubstanzen wie Hamamelis (Zaubernuss), Quercus (Eichenrinde) oder erfrischende, tonisierende Substanzen wie Zitrone gibt es als Ölmischungen oder als kühlendes Spray, das du einfach auf die Beine auftragen bzw. aufsprühen kannst.
  6. Probiere es einmal mit einer Venengymnastik zur Aktivierung der Muskel- und Venenpumpe: Hierzu kannst du deine Zehen krallen und strecken, beide Füße abwechselnd in Richtung Boden und zum Himmel strecken und abschließend mit den Füßen in beide Richtungen kreisen. Diese kleine Einheit solltest du öfter am Tag wiederholen.

Tipp

Bei starken Einlagerungen kann dir deine Hebamme ausleitende Teezubereitungen empfehlen, entlastende Tapes an den Beinen anlegen oder mit Hilfe von Akupunktur das überschüssige Wasser ausschwemmen.

Ich wünsche dir eine unbeschwerte Schwangerschaft!

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