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Das Babybad – so klappt es

Viele Babys lieben es, gebadet zu werden. Das Element Wasser kennen sie schon aus dem Mutterleib, und durch die Gegensätze trocken und nass, warm und kühl, Hülle und Enthüllung hält das Baden für sie viele Sinneseindrücke bereit. Damit das Bad für alle Beteiligten zum Genuss wird, habe ich hier einige Tipps für dich gesammelt.

Meine Tipps

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Die Ausstattung

Für ein Babybad brauchst du eine Babybadewanne (du kannst sie verwenden, bis dein Kind drei bis vier Jahre alt ist), ein Badethermometer und ein weiches Handtuch. Babys lieben rote Farbtöne, weil sie die schon aus dem Mutterleib kennen. Ein Gestell für die Badewanne schont den Rücken der Eltern. In den ersten Monaten kannst du auch einen Badeeimer nutzen; er ist etwas enger und gibt deinem Baby durch die Begrenzung Sicherheit. Wenn er zum Baden zu klein geworden ist, kannst du ihn super als Fußbadeeimer für dein Kind benutzen.

Der richtige Zeitpunkt

Die meisten Neugeborenen brauchen einige Tage und Wochen, um auf der Welt anzukommen; in dieser Zeit reicht es vollkommen aus, wenn du dein Baby mit einem weichen Waschlappen reinigst, wenn es notwendig ist: z. B. um Milchreste um den Mund herum oder in der Halsfalte zu entfernen oder den Windelbereich sauber zu halten.

Die Nabelschnur braucht etwa ein bis zwei Wochen, bis sie eingetrocknet ist und sich ablöst - so lange warte ich gerne mindestens ab. Gemeinsam mit den Eltern schaue ich dann, wie das Baby sich beim Wickeln und Umkleiden fühlt: Erst wenn es sich gerne ausziehen lässt, ist es nach meiner Erfahrung bereit, das Baden zu genießen. Manchmal ist das schon nach ein bis zwei Wochen der Fall, meistens dauert es aber zwei bis vier Wochen, und einige Babys brauchen auch bis zu acht Wochen, bis sie bereit sind. Das ist auch kein Problem, weil Neugeborene ja nur wenig Kontakt mit der Umwelt haben und sich nicht so schmutzig machen wie z. B. Kleinkinder.

Dein Kind sollte satt und wach sein. Wie du sicher schon beobachtet hast, kommt das bei Neugeborenen eher selten vor: Sie Schlafen die meiste Zeit, möchten nach dem Aufwachen gleich trinken, werden gewickelt, trinken dann vielleicht noch einmal und schlafen wieder ein. Doch schon bald ist es so weit und dein Baby hat längere Wachphasen, in denen es um sich schaut und Interaktion sucht. Oft ist das vormittags und nachmittags der Fall, und beide Zeiten sind aus meiner Erfahrung gut geeignet für ein Bad.

Wenn du eine Hebamme hast, die dich im Wochenbett begleitet, kannst du sie einfach bitten, gemeinsam mit dir dein Baby zum ersten Mal zu baden. Und auch für Väter ist das Baden ein schönes Ritual: Sie haben meistens größere Hände und können das Baby sicher halten, und oft strahlen sie die nötige Ruhe und Gelassenheit aus. Auch fällt es ihnen vielleicht leichter sich über die Wanne zu beugen als der Mutter im Wochenbett.

Und so geht’s

Der Raum zum Baden sollte mit 24 bis 25 Grad angenehm warm sein. Wenn das Badewasser 37 Grad warm ist, entspricht es der Körpertemperatur deines Babys, sodass es sich wohl und geborgen fühlt. Ein dünnes Windeltuch – auch als Spuckwindel bekannt –, das du deinem Baby bei den ersten Badeerlebnissen umlegst, gibt ihm im Wasser eine Hülle und schenkt Sicherheit. Du kannst dein Baby im Wasser so halten, dass es mit seinen Füßen die Begrenzung der Badewanne spürt. Wenn es unruhig wird – und das kann anfangs schon nach einer bis fünf Minuten der Fall sein – nimm es einfach aus dem Wasser heraus und hülle es in ein weiches Handtuch.

Anschließend habe ich meine Kinder dann gerne nur mit einer Windel bekleidet mit ins Bett genommen, um den Kontakt zu spüren, zu kuscheln und zu stillen. So haben wir manchmal stundenlang gelegen, bis ich abschließend das Baby mit Öl massiert und wieder angezogen habe.

Zuerst habe ich immer nur Muttermilch als Badezusatz genommen; das hat sich erst geändert, als meine Kinder Beikost bekommen haben, die sie dann mit vollem Körpereinsatz gegessen haben. Zwischen den Bädern habe ich die Körperfalten beim Wickeln und Umkleiden sorgfältig mit Wasser und einem weichen Tuch gereinigt, bei Bedarf habe ich etwas Öl genommen. Auch die Haare wurden nur nach Bedarf gewaschen.

Für uns ist das Babybad zu einer schönen Sinneserfahrung und einem Entspannungsritual geworden. Ich wünsche dir, dass du und dein Baby mit den ersten Bädern genauso schöne Erfahrungen machst.

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