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Frauengesundheit
Krise und Umkehr: Die Wechseljahre

Krise und Umkehr: Die Wechseljahre

Warum feiern wir eigentlich Gedenktage, runde Geburtstage oder Jubiläen? Warum haben wir solche Rhythmen zum Ritual erhoben? Spiegelt sich darin nicht ein grundlegendes Bedürfnis, Einschnitte und Wendepunkte im Leben ins Bewusstsein zu heben, sich ihrer Bedeutung zu erinnern und sie dadurch vielleicht für die Zukunft fruchtbar werden zu lassen? Schon in alten Zeiten wurde versucht, Gesetzmäßigkeiten im Lebenslauf zu entdecken und die einzelnen Lebensalter zu unterscheiden. So unterteilten zum Beispiel die Griechen den Lebenslauf in 10 Phasen zu je 7 Jahren, die Römer unterschieden 5 Phasen von je 10 oder 15 Jahren.

Autorin: Dr. med. Eveline Daub -Amend

Rhythmen der Biographie

Deutlich spricht sich das Wissen von biographischen Rhythmen auch in dem Wort „Klimakterium“ aus, dem medizinischen Fachbegriff für „Wechseljahre“. Im Griechischen bedeutet „Klimax“ Leiter oder Treppe. In römischer Zeit leitete man aus demselben Wortstamm den Begriff „climacterius“ ab, was „Wendezeit“ oder „Krisenzeit“ bedeutet. Mit diesen möglichen Wortbedeutungen wird auf alle wesentlichen Merkmale biographischer Entwicklung hingewiesen: das Emporsteigen auf eine neue Lebensstufe und das Merkmal der Krise und Umkehr.

Wer die Wirksamkeit solcher Gesetzmäßigkeiten in seinem Leben erkannt hat, kann bewusst an seiner eigenen Biographie arbeiten, indem er von außen gegebene Veränderungen als Herausforderungen begreift, neue Wege zu beschreiten. Dadurch kann der oft schmerzhafte Prozess der innerlichen Loslösung in etwas Positives verwandelt werden.

Die Ungebundenheit des Geistigen

Unser Lebenslauf bietet die Möglichkeit, in einem lebenslangen Prozess Veränderungen auf körperlicher, seelischer und geistiger Ebene zu vollziehen und sich zu individualisieren. Wir erkennen markante äußere Zeichen dieser Entwicklung im Zahnwechsel des Kindes, in der Pubertät des Jugendlichen, dem Abschluss des Knochenwachstums des jungen Erwachsenen und in den Wechseljahren der Frau. In jedem dieser Entwicklungsschritte besteht eine enge Verbindung zwischen körperlichen und seelisch-geistigen Vorgängen, jedoch in unterschiedlicher Betonung. Beim Kind steht das Körperliche im Vordergrund, wenn auch in enger Verbindung mit dem Seelisch-Geistigen. Beim Jugendlichen verändert sich der seelische Bezug zum Körperlichen, und mit zunehmendem Alter tritt die Ungebundenheit des Geistigen in den Vordergrund. Dieser letzte Entwicklungsschritt, der bei der Frau die Loslösung von der biologischen Fruchtbarkeit mit sich bringt, beinhaltet zugleich eine neue Art von Freiheit: die Unabhängigkeit vom Fruchtbarkeitszyklus mit seinen möglichen Beschwerden.

Ein Abschied - die Loslösung vom Zyklus

Jedes Mädchen wird mit einer festgelegten Anzahl von Eizellen im Eierstock geboren, die während der Embryonalzeit gebildet werden. Diese Anzahl ist individuell unterschiedlich und bestimmt im Wesentlichen den Zeitraum der Fruchtbarkeit, da ab der Pubertät in jedem Monat eine Eizelle ihre Ausreifung erlebt und einige andere Eizellen als Begleitung verbraucht werden. Im Allgemeinen dauert diese rhythmische Tätigkeit heute bei Frauen im Alter von etwa 13 bis 50 Jahren an. Während des Periodenzyklus schwingt der gesamte weibliche Organismus in diesem Rhythmus: Herzfrequenz, Blutdruck, Verdauung, Wasserhaushalt, seelische Befindlichkeit – all diese beispielhaft genannten Vorgänge sind in der ersten und zweiten Phase des Menstruationszyklus und auch während der Periode rhythmisch unterschiedlich. Da unser gesamter Organismus ein Wunderwerk an biologischen Rhythmen darstellt, mit Frequenzen von Millisekunden im Bereich der Nerventätigkeit bis zu Jahren im Knochenwachstum, sind richtiges Wohlbefinden und ein Gefühl von Gesundheit davon abhängig, dass alle diese Rhythmen im Gleichgewicht sind.

Hormone - die Steuerstoffe des Körpers

Wesentliche Stoffe, die im Organismus für die Regulierung von Gleichgewicht zuständig sind, sind die Hormone. Sie werden an ganz verschiedenen Stellen gebildet, zum Beispiel in der Schilddrüse, in den Nebennieren, in der Bauchspeicheldrüse, aber auch im Gehirn, im Herzmuskel und eben auch in den Hoden des Mannes und den Eierstöcken der Frau. Letztere bilden die so genannten Geschlechtshormone (Östrogene, Gestagene, Androgene) und werden ihrerseits durch übergeordnete Regelungshormone im Gehirn kontrolliert.

Hormone sind körpereigene Substanzen, die eng mit der Selbstwahrnehmung und Selbstabgrenzung des Organismus verknüpft sind. Durch sie wird eine Verbindung zwischen inneren Wahrnehmungen und Körperreaktionen hergestellt. Bei Schreck, Freude, Angst oder Lust, bei der Verdauung oder bei Sinneseindrücken – stets sind Hormonabsonderungen erforderlich, um das lebendige Gleichgewicht zu regulieren. So entsteht durch das Zusammenspiel der unterschiedlichsten Hormone das Gefühl von Gleichgewicht im Organismus.

Auf dem Weg zu einem neuen Gleichgewicht

Während der Wechseljahre verändert sich die hormonelle Tätigkeit. Über einen Zeitraum von 10 bis 14 Jahren wird der etwa 28-tägige Periodenrhythmus aufgelöst (überwunden) und von einem gleichmäßigeren Rhythmus mit einer deutlich geringeren Bildung von Geschlechtshormonen ersetzt.
Mit etwa 42 Jahren – individuell auch früher oder später – beginnt die Veränderung und Lockerung des Periodenzyklus. Biologisch drückt sich dies in Zyklusunregelmäßigkeiten aus, in einer veränderten Blutungsstärke, in gelegentlichem Schwitzen und in einer gewissen Unruhe beziehungsweise in dem Gefühl, nicht im Gleichgewicht zu sein. Dieses Gefühl spiegelt deutlich den grundsätzlichen Vorgang der Wechseljahre wider: Sie sind der Übergang von einem rhythmischen Gleichgewicht in ein anderes. Dies ist nur möglich unter Durchschreitung einer Zeit, die von großen Schwankungen des Hormonhaushaltes geprägt ist – dadurch wird das neue Gleichgewicht hervorgebracht.

Eine Zeit des Rhythmusverlustes

Die möglichen Beschwerden, die in den Wechseljahren auftreten, spiegeln den Verlust des rhythmischen Gleichgewichtes auf körperlicher und seelischer Ebene wider. Sie sind nicht nur durch die veränderten und verminderten Hormonkonzentrationen zu erklären, sondern haben sehr viel mit der individuellen Fähigkeit des Organismus zu tun, die starken Schwankungen der verschiedenen vegetativen Systeme auszugleichen. Die „klassischen“ Symptome wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Herzklopfen, Schlafstörungen und seelische Schwere sind ebenso Zeichen des Rhythmusverlustes wie Blähneigung, Gewichtsschwankungen und gelegentlich auch Schwindel. Häufig begleitend auftretende Beschwerden in den Gelenken, der Haut und den Haaren deuten auf Stoffwechselveränderungen des Gewebes hin. Es ist jedoch keineswegs so, dass diese Symptome der Wechseljahre alle Frauen betreffen, und nicht jede Frau empfindet sie als belastend. So hat etwa ein Drittel aller Frauen praktisch keine Beschwerden, ein weiteres Drittel erlebt den Wechsel mit leichten, gut erträglichen Erscheinungen und lediglich ein Drittel fühlt sich deutlich aus dem Gleichgewicht gebracht und behandlungsbedürftig.

Taktgeber Helfen

Sehr häufig erkennen die Frauen selbst, was in ihrer Situation am hilfreichsten ist: die Betonung des äußeren Rhythmus durch das Einhalten von Mahlzeiten und von Ruhepausen zu festen Zeiten sowie durch das regelmäßige Ausüben körperlicher Aktivität. Das Verständnis dafür, dass das gesunde Gefühl der Ausgeglichenheit für einen längeren Zeitraum gestört ist, führt häufig zu einem achtsameren Umgang mit sich selbst.
Darüber hinaus gibt es eine Reihe von natürlichen Arzneimitteln, die in dieser Zeit Linderung verschaffen, oft begleitet von Entspannungstechniken, Heileurythmie* oder Akupunktur. Falls das individuelle Gleichgewicht so nachhaltig gestört ist, dass ein Krankheitsgefühl entsteht und der Organismus im Ausgleich überfordert ist, ist eine Behandlung mit Hormonpräparaten möglich – sie stellen trotz ihrer möglichen Risiken und bei verantwortungsvollem Einsatz eine große und notwendige Hilfe dar.

*Adressen von Heileurythmisten finden Sie unter: www.heileurythmie.de

Die Wechseljahre als Aufbruch

Eine zentrale Frage stellt sich geradezu zwingend, wenn wir das Thema Wechseljahre näher betrachten: Müssen wir biologisch-körperliche Veränderungen grundsätzlich als Störung auffassen und beseitigen? Sind sie nicht vielmehr Voraussetzungen für seelische und geistige Entwicklungen?
Die Antwort: In der „Zeit der Umkehr“ liegen für Frauen biographische Möglichkeiten, die nur darauf warten, gelebt zu werden. So verwundert es nicht, dass sich zunehmend mehr selbstbewusste ältere Frauen in verschiedenen Bereichen von Kultur und Politik einen Namen machen.

Es wird in den nächsten Jahren und Jahrzehnten von den Frauen selbst abhängen, wie sie die Kräfte nach den Wechseljahren, frei vom biologischen Fruchtbarkeitsrhythmus, in anderer Weise fruchtbar und nutzbar machen. In einer älter werdenden Gesellschaft können diese Kräfte wesentlich dazu beitragen, eine veränderte Kultur des Alterns, eine Ästhetik des älter werdenden Körpers und eine Freiheit von normativem Denken zu entfalten.

Anthroposophische Arzneimittel zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden

Bei vegetativen Beschwerden mit Hitzewallungen
WALA Sambucus comp., Globuli velati*

Bei Stimmungsschwankungen
WALA Aurum/Apis regina comp., Globuli velati*

Zur allgemeinen Regulation der hormonellen Umstellung im Klimakterium
WALA Ovaria comp., Globuli velati*

Gesund und selbstbewusst in eine neue Lebensphase

Jeder Wechsel ist auch eine Veränderung – und dadurch gleichsam eine Chance. Für Frauen, bei denen sich die Wechseljahre ankündigen, werden die Symptome des Älterwerdens und der Verlust der Fruchtbarkeit oft zu Auslösern einer Lebens- und Identitätskrise. Dass aber auch Chancen und Möglichkeiten in diesem Wechsel liegen, zeigt Dr. med. Eveline Daub-Amend in ihrem Ratgeber „Wechseljahre“. Er präsentiert nicht nur das ganze Spektrum gängiger Therapieangebote für die am meisten verbreiteten Wechseljahresbeschwerden und gibt konkrete Hinweise für ihre naturgemäße Behandlung, sondern möchte darüber hinaus Frauen ab 40 zu einem neuen und positiven Lebensgefühl verhelfen.

Dr. med Eveline Daub-Amend
Wechseljahre - Gesund und selbstbewusst in eine neue Lebensphase
3. Auflage
Stuttgart: Verlag Freies Geistesleben & Urachhaus 2006
160 Seiten, 15,90 Euro
ISBN: 978-3772550416

Weitere Informationen

*Pflichtangaben

*Pflichtangaben

Aurum/Apis regina comp.

Globuli velati
Anwendungsgebiete gemäß der anthroposophischen Menschen- und Naturerkenntnis. Dazu gehören: Harmonisierung des Wesensgliedergefüges bei seelisch bedingten, funktionellen Organstörungen, die sich in Kopfschmerzen, Magenbeschwerden, Schwindelgefühlen, Kreuzschmerzen u.ä. äußern können (Neurasthenie, vegetative Dystonie), nervöse Erschöpfungszustände, Stimmungsschwankungen in den Wechseljahren (klimakterische Stimmungslabilität), depressive Verstimmung, Konzentrations- und Gedächtnisschwäche. Warnhinweis: Enthält Sucrose (Saccharose/Zucker). Aurum/Apis regina comp. ist glutenhaltig. WALA Heilmittel GmbH, 73085 Bad Boll/Eckwälden.

Ovaria comp.

Globuli velati
Anwendungsgebiete gemäß der anthroposophischen Menschen- und Naturerkenntnis. Dazu gehören: Anregung und Harmonisierung der endokrinen ovariellen Funktionen bei Hypogonadismus, insbesondere in der Pubertät und im Klimakterium, z.B. Regeltempoanomalien, schmerzhafte Regelblutung (Dysmenorrhoe), klimakterische und präklimakterische Beschwerden. Warnhinweis: Enthält Sucrose (Saccharose/Zucker) und Lactose. WALA Heilmittel GmbH, 73085 Bad Boll/Eckwälden.
Dieses Präparat gehört zu den rund 850 Arzneimitteln, die wir hier nicht näher beschreiben. Bitten Sie Ihren Arzt oder Apotheker um weitere Informationen.

Sambucus comp.

Globuli velati
Anwendungsgebiete gemäß der anthroposophischen Menschen- und Naturerkenntnis. Dazu gehören: Strukturierung des Flüssigkeitsorganismus, z.B. bei klimakterischen Störungen mit Hitzewallungen und übermäßiger, auch nächtlicher Schweißsekretion; katarrhalische und allergische Erkrankungen der oberen Luftwege. Warnhinweis: Enthält Sucrose (Saccharose/Zucker) und Lactose. WALA Heilmittel GmbH, 73085 Bad Boll/Eckwälden.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.