
Synonyme für Wegwarte: Hindlauf, Rattenwurz, Sonnenbraut, Sonnenwirbel, Wegeleuchte, Zichorie
Wissenschaftlicher Name: Cichorium intybus L.
Familie: Asteraceae (Korbblütengewächse)
Wer die Wegwarte bei bewölktem Himmel oder am Nachmittag sucht, kann sie leicht übersehen. War in den sonnigen Stunden der Weg noch von den leuchtend blauen Blüten gesäumt, so stehen an trüben Tagen und am Nachmittag eventuell nur noch die kantigen, hohlen, rau behaarten Stängel. Sie werden zwar bis zu einem Meter hoch, die sparrig wachsenden Stängel sind aber mit so unscheinbaren Blättern versehen, dass sich die ganze Pflanze dem Betrachter fast entzieht. Nur am Boden breiten sich die Blätter in einer Rosette aus und erinnern dort in ihrer Form an ihren Verwandten, den Löwenzahn. Und wo sind die Blüten geblieben? Die Wegwarte öffnet ihre strahlend blauen, manchmal rosa oder weißen Blüten von Juli bis September nur am Vormittag und nur im Sonnenschein und dreht ihre Köpfe nach der Sonne. Die Blüten blühen nur einen Tag lang und schließen sich dann so eng, dass sie wie Verlängerungen der Stängelspitzen wirken. Sicheres Erkennungszeichen der Wegwarte ist der bittere Milchsaft, der die ganze Pflanze durchzieht.
Die Wegwarte, die sich mit einer spindelförmig wachsenden langen Wurzel in der Erde verankert, liebt schwere lehmige Böden und findet sich an Wegrändern und Böschungen, auf Brach- und Ödland.