Die Unnahbare
In kaltem Blau leuchtet ihr „Helm“ – deshalb erscheint die Heilpflanze zuweilen etwas unnahbar. Sie schirmt sich bewusst von der Außenwelt ab und ist gleichzeitig wachsam. In den Bergen ist sie zuhause – dort schaffen der feuchte Untergrund und eine kräftige Sonnenstrahlung an Nordhängen beste Voraussetzungen für ihr Wachstum. In ihrer natürlichen Umgebung darf sie aber aus Naturschutzgründen nicht mehr geerntet werden. Daher bauen wir sie in unserem Heilpflanzengarten an – hier kann sie sich in ihrer Wildheit entfalten. Bei all unseren Heilpflanzen setzen wir auf eine biologisch-dynamische Anbauweise nach Demeter-Standards, die ohne den Einsatz von Pestiziden auskommt und eine hohe Qualität sicherstellt.
Gehaltvolle Wurzel
Der Blaue Eisenhut gehört zu den giftigsten Pflanzen, die in Europa vorkommen. In potenzierter Form ist er jedoch ein schmerzlinderndes Heilmittel bei Neuralgien, Ischias und Gicht. Der größte Wirkstoffgehalt befindet sich in der Wurzel der Pflanze, genauer in der Tochterknolle. In den ersten Wochen des Jahres ist er am höchsten. Deshalb arbeiten sich unsere Gärtner:innen jedes Jahr im Januar aufs Neue durch die Beete, um das frostige Gut zu bergen. Bei anhaltendem Frost bleibt das Beet unter einer schützenden Schneedecke frostfrei. Fehlt der Schnee, muss mit einem Vlies nachgeholfen werden.
Etwa 5.000 Samen werden im Spätherbst ausgesät, damit der Bedarf von 1.000 Pflanzen gedeckt ist.
Konzentrierte Teamarbeit
Zurück in unserem Heilpflanzengarten: Mit Stirnlampen ausgestattet, haben die zwei Gärtner das Beet gut im Blick. Sie sind im Umgang mit der giftigen Heilpflanze geschult. Um Hautkontakt zu vermeiden, arbeiten sie ausschließlich mit Handschuhen. Mit einer Grabegabel werden die Knollen behutsam aus dem Boden gehoben, die anhaftende Erde wird mit einem sanften Wasserstrahl von den Wurzeln gelöst. Anschließend gelangen die gereinigten Pflanzen zur weiteren Verarbeitung direkt ins Pflanzenlabor.
Alles im Rhythmus
Im Pflanzenlabor, das sich neben unserem Heilpflanzengarten befindet, werden die frisch geernteten Wurzelknollen sofort weiterverarbeitet. Hier werden die Pflanzenteile zerkleinert und mit Wasser angesetzt. Unter Berücksichtigung besonderer rhythmischer Verfahren darf sich der Ansatz nun sieben Tage entwickeln – und kommt dabei auch ganz ohne den Zusatz von Alkohol aus: ein besonderes Herstellverfahren, das von unserem Firmengründer, Dr. Rudolf Hauschka, entwickelt wurde. Die so entstandene Urtinktur reift mindestens sechs Monate.
Die letzten Schritte
In mehreren Schritten wird im Potenzierlabor aus der Giftpflanze ein natürlich wirksames Arzneimittel hergestellt. Ergänzt wird es durch potenzierten Bergkristall (Quarz). Anschließend werden alle bereitgestellten Ausgangsstoffe (dazu gehören Lavendelöl, Kampfer und Erdnussöl) mit der Eisenhut-Quarz-Potenz zum Aconit Schmerzöl* vereint. Nach sorgfältigen Qualitätskontrollen wird es in Glasflaschen abgefüllt.
Aufwendige Herstellung
Rund vier Jahre dauert es von der Aussaat der ersten Samen in unserem Heilpflanzengarten bis zur Herstellung. Die Samen stammen selbstverständlich aus eigener Ernte im Sommer und werden getrocknet aufbewahrt, bis es Zeit für ihre Aussaat ist. So schließt sich der Kreislauf für die Verarbeitung einer beeindruckenden Heilpflanze, die ein wichtiger Bestandteil unseres Arzneimittelsortiments ist.
Blauer Eisenhut in den WALA Arzneimitteln
In WALA Arzneimitteln aufbereitet findet sich der Blaue Eisenhut zum Beispiel im Aconit Schmerzöl*, das bei schmerzhaften Verspannungen, Gelenkerkrankungen und Nervenschmerzen hilft. Aconit Ohrentropfen* mit Blauem Eisenhut lindern akute Schmerzen bei einer Mittelohrentzündung und bei Entzündungen des äußeren Ohrs.
*Pflichtangaben
Aconit Ohrentropfen. Anwendungsgebiete gemäß der anthroposophischen Menschen- und Naturerkenntnis. Dazu gehören: Anregung des Wärmeorganismus und Integration von Stoffwechselprozessen bei schmerzhaften entzündlichen Erkrankungen, die vom Nerven-Sinnes-System ausgehen, z.B. Entzündungen des äußeren Ohres (Otitis externa) und Mittelohrentzündung (Otitis media). Warnhinweise: Enthält Erdnussöl. Stand: November 2025. WALA Heilmittel GmbH, Dorfstraße 1, 73087 Bad Boll, DEUTSCHLAND. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
Aconit Schmerzöl, Ölige Einreibung. Anwendungsgebiete gemäß der anthroposophischen Menschen- und Naturerkenntnis. Dazu gehören: Anregung des Wärmeorganismus und Integration von Stoffwechselprozessen bei schmerzhaften entzündlichen Erkrankungen, die vom Nerven-Sinnes-System ausgehen, z.B. Nervenschmerzen (Neuralgien), Nervenentzündungen (Neuritiden), Gürtelrose (Herpes zoster), rheumatische Gelenkerkrankungen. Warnhinweise: Enthält Erdnussöl. Stand: Mai 2022. WALA Heilmittel GmbH, 73085 Bad Boll/Eckwälden, DEUTSCHLAND. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
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