Narben behandeln – was hilft bei der Narbenpflege?
Geduld zahlt sich aus
Jede Narbe erzählt davon, wie gut eine Wunde verheilen konnte. Dabei hängt die Heilung von der Schwere der Verletzung ab und von der Geduld, die du für die Narbenpflege aufbringst.
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Ursachen und Symptome der Wundheilung und der Narbenbildung
Nach einer Verletzung der Haut setzt sofort die Wundheilung ein. Diese läuft in aufeinanderfolgenden Stadien ab.
- Reinigungsphase (Exsudationsphase)
In dieser ersten Phase findet die Blutstillung und anschließend die Wundreinigung durch den Abbau von zerstörtem Gewebe statt. - Aufbauphase (Granulationsphase)
In der Aufbauphase bildet der Körper neues Bindegewebe, das die Wunde von innen nach außen und von unten nach oben füllt und stabilisiert. - Regenerationsphase (Epithelisierungsphase)
In der Regenerationsphase wird das Gewebe langsam fester und an der Oberfläche der Wunde bildet sich eine dünne neue Hautschicht, die nach und nach verhornt.
Sofern nur die Oberhaut verletzt ist, kann sich die Haut innerhalb von 28 Tagen aus eigener Kraft erneuern, eine Narbe bleibt in der Regel nicht zurück.
Wenn die Wunde aber tiefer geht, bildet der Körper Narbengewebe. Dieses Ersatzgewebe weist andere Eigenschaften auf als das ursprüngliche Gewebe: Es ist weniger elastisch, enthält keine Haare, Schweiß- und Talgdrüsen, kann keine Pigmente bilden und keine Feuchtigkeit speichern. Deshalb fühlt sich Narbengewebe anders an und sieht auch anders aus als die Haut vor der Verletzung.
Symptome der Narbenreifung
Frische Narben zeigen Rötungen und sind meist leicht erhaben bzw. wulstig. Im Laufe des Heilungsprozesses – und durch eine gute Versorgung – werden sie unauffälliger und ihre Elastizität verbessert sich.
Während der sogenannten Narbenreifung kannst du beobachten, dass deine Haut spannt, juckt oder empfindlich gegenüber Berührung und UV-Strahlung ist. So unangenehm diese Symptome auch sein mögen – du darfst sie als deutliche Heilungssignale verstehen.
Die Wundheilung
Nicht jede Wunde heilt harmonisch aus. Je nach Art der Verletzung, nach Beschaffenheit der Wundränder, nach Wundhygiene, aber auch je nach Lebensalter und genetischen Faktoren können deutlich sichtbare Narben zurückbleiben.
Welche Narbenarten gibt es?
- Hypertrophe, also erhabene Narben entstehen durch eine übermäßige Bildung von Bindegewebe. Sie sind oft die Folge einer zu früh belasteten Verletzung oder einer andauernden Infektion.
- Wuchernde Narben – medizinisch: Keloide – bilden sich erst einige Zeit nach Wundverschluss. Sie sind dick, gewölbt, oft stark gerötet und gehen über das ursprüngliche Verletzungsgebiet hinaus.
- Eingesunkene oder atrophe Narben entstehen hingegen durch eine mangelhafte Bildung von Bindegewebe (zum Beispiel Akne-Narben).
- Nach großflächigen Verletzungen, zum Beispiel Verbrennungen, bilden sich sogenannte sklerotische Narben. Bei der Heilung muss sich das Gewebe stark zusammenziehen. Die Haut wird hart und unelastisch.
Was hilft bei der Narbenpflege?
- Eine ungestörte Wundheilung
Die Wundheilung hilft der Haut, wieder glattes Hautgewebe zu bilden. Versuche deshalb, Verunreinigungen im Wundbereich, Spannung und Reizung durch enganliegende Kleidung sowie erneute Verletzungen zu vermeiden. So kannst du den Heilungsprozess positiv beeinflussen. - Sonnenschutz für frische Narben
Schütze frisches Narbengewebe vor UV-Strahlung: mit entsprechender Kleidung oder Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor (50+). - Narbenmassage
Durch eine unmittelbare Massage der Narbe, nachdem die Wunde vollständig geschlossen ist und ggf. Fäden gezogen wurden, kann Verhärtungen und Verklebungen vorgebeugt werden.
WALA Arzneimittel für die Narbenpflege
Gut zu wissen:
Wann ist eine Wunde abgeheilt?
Bitte beginn mit der Narbenpflege erst, wenn die Wundheilung vollständig abgeschlossen ist. An den nachfolgend genannten Merkmalen kannst du dich orientieren.
- Die Wunde ist schorffrei.
- Sie tut nicht mehr weh, ist nicht mehr geschwollen oder gerötet.
- Bei genähten oder geklammerten Wunden müssen die Fäden/Klammern gezogen sein, es darf kein Wundsekret mehr austreten und die Stichkanäle müssen geschlossen sein.
Wann zur Ärztin/zum Arzt bei Narben?
- Bei starken Schmerzen
- Bei Rötung, Schwellung oder Sekretbildung
- Bei Keloiden oder stark wuchernden Narben
- Bei Narben in Gelenknähe: wenn die Beweglichkeit eingeschränkt oder nur unter Schmerzen möglich ist
- Bei gleichzeitig bestehenden Hauterkrankungen
- Bei starken, unklaren oder anhaltenden Beschwerden
WALA Arzneimittel für deine Haut
*Pflichtangaben
Narben Gel. Anwendungsgebiete gemäß der anthroposophischen Menschen- und Naturerkenntnis. Dazu gehören: Anregung der strukturierenden Aufbaukräfte bei Narben-, Granulom- (knötchenartige Veränderung) und Keloidbildungen der Haut. Warnhinweise: Enthält sonstige Bestandteile mit Linalool und α-Terpinen. Stand: Mai 2025. WALA Heilmittel GmbH, 73085 Bad Boll/Eckwälden, DEUTSCHLAND. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.