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Einen Geburtsbaum pflanzen – ein lebenslanger Begleiter

Einen Geburtsbaum zu pflanzen ist ein wunderschöner Brauch für ein neugeborenes Kind, um Wachstum, Lebenskraft und die Verbindung zur Natur zu symbolisieren.

Ihr könnt den Baum in eurem eigenen Garten pflanzen, so wächst er mit eurem Kind heran und die beiden entwickeln sich gemeinsam. Gleichzeitig leistet ihr einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz, denn gerade Obstbäume haben einen hohen ökologischen Wert für sämtliche Insekten.

 

 

Und so geht`s.

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Notwendige Materialien für das Pflanzen eines Baumes

Der beste Zeitpunkt für die Pflanzung ist der Herbst (ab November), damit sich der Baum im Winter schon einmal verwurzeln und an seinen neuen Standort gewöhnen kann, damit er im Frühling all seine Energie in sein Wachstum stecken kann.

Viele Städte oder Gemeinden verschenken auch Bäumchen zur Geburt eines Kindes oder bieten entsprechende kommunale Aktionen oder Baumpatenschaften an. Ansonsten empfiehlt es sich, den Baum in der lokalen Baumschule zu kaufen. So könnt ihr euch auch über geeignete Sorten beraten lassen.

Der Baumsetzling wird in das Loch gestellt

Das braucht ihr:

  • Obstbäumchen (Halb- oder Hochstamm, je nach Standort: Im Hausgarten empfiehlt sich ein Halbstamm, auf der Streuobstwiese kann es ein größerer Hochstamm sein)
  • Wühlmauskorb
  • Anbindematerial: Baumpfahl (am besten 6x175 cm, beim Hochstamm 6x200 cm) + Jute- oder Kokosstrick
  • Verbissschutz
  • Holzpflock
  • Baumsubstrat Erde
  • Schaufel
  • Spaten
  • Fäustel/Hammer
  • Erdlochbohrer
  • Rebschere
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1
Ein rundes Loch wird mit dem Spaten ausgehoben
Ein rundes Loch wird mit dem Spaten ausgehoben
  • Wählt einen geeigneten Standort aus. Der Baum sollte nicht zu dicht an andere Bäume oder Gewächse heran gepflanzt werden, so dass er gut anwachsen kann ohne zu viel Konkurrenz.  Ein Halbstamm braucht einen Platz von mindestens 4 m Radius.
  • Grabt ein kreisförmiges Loch aus mit einem Durchmesser von ca. 40 – 50 cm und mindestes 40 cm Tiefe.
    -> Eine Faustregel besagt, das Loch sollte 3x so groß sein wie der Ballen des Baumes.
  • Lockert die Erde im Boden des Lochs etwas auf.
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Ein Loch wird für den Pfosten gesetzt
Substrat als Ergänzung der Erde
Ein rundes Loch in der Erde mit dem Draht des Wühlmauskorbes darin
  • Nun dreht ihr noch ein Loch für den Pfahl an den Rand der Grube. Steckt den Pfahl in die Erde und schlagt ihn mit dem Fäustel fest ein. Der Pfahl sollte auf der Westseite (Hauptwindrichtung) des Baumes stehen.
  • Schüttet dann einen Teil des Substrats in das Loch und legt es mit dem Wühlmauskorb aus (im stark belebten, regelmäßig gemähten Hausgarten könnt ihr auch auf den Wühlmauskorb verzichten).
  • Schüttet noch etwas Erde über den Draht.
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3
Der Baumsetzling wird in das Loch gestellt
der Wühlmauskorb wird um den Stamm des Baumes angedrückt
Die Veredelungsstelle sollte über der Erde sein
  • Setzt nun das Bäumchen mittig in das Pflanzloch und füllt das Loch sowohl mit der zuvor aus dem Loch geschaufelten Erde als auch mit dem Baumsubstrat auf.
    WICHTIG: Die Veredelungsstelle sollte 5-10 cm über der Erde sein und nicht mit eingepflanzt werden, sonst treibt hier später die stark wüchsige Unterlage aus.
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4
Der Wühlmauskorb wird um den Stamm des Baumes angedrückt
Der Baum wird mit einem Seil am Pfosten befestigt
  • Jetzt faltet ihr den Draht des Wühlmauskorbes um den Wurzelballen bis zum Stamm herum zusammen, wie ein Päckchen.
  • Nun bindet das Bäumchen locker mit dem Seil an dem Pfahl fest. Das gibt dem Baum Stabilität, damit sich die feinen Wurzeln gut in der Erde verankern können.
  • Drückt jetzt die Erde gut an und gebt weiteres Substrat darüber.
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5
Ein Gießrand wird für den neu gepflanzten Baum geformt
Der gepflanzte Baum wird gegossen
  • Jetzt formt ihr mit den Händen ringsherum einen Gießrand, so dass das Wasser gut aufgenommen werden kann.
  • Abhängig vom Wetter solltet ihr das Bäumchen regelmäßig gießen.
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6
Ein neu gepflanzter Apfelbaum im Garten
  • Das Bäumchen sollte nun in den ersten fünf Jahren einem jährlichen Schnitt im ausgehenden Winter (Feb/März) unterzogen werden.
  • Habt Geduld, ein Apfelbaum trägt erst nach etwa 3 bis 4 Jahren die ersten Früchte.
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Gut zu wissen

Obstbäume werden entweder als Ballenware (mit Wurzelballen) oder wurzelnackt geliefert. Pflanzt ihr einen wurzelnackten Baum, solltet ihr dem Baum nach der Pflanzung noch einen Pflanzschnitt verpassen, weil die eingekürzten Wurzeln sonst nicht die große Krone versorgen können:

Dazu werden neben dem Haupttrieb 3 oder 4 Leitäste ausgewählt. Den Haupttrieb kürzt man um ca. 1/3 auf eine Knospe ein. Die Leitäste kürzt man so ein, dass sie alle etwa gleich lang („Saftwaage“) und ca. 20 cm kürzer als der Haupttrieb sind. Alle anderen Triebe und Seitenäste werden entfernt.

Viel Spaß beim Pflanzen, Wachsen und Ernten!

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Winter - der stille Begleiter

Welch eine Freude ist es, morgens aus dem Fenster zu schauen und den Garten tief verschneit vorzufinden. Oder bei einem langen Winterspaziergang den Spuren der Tiere im Schnee zu folgen. Und danach lockt eine heiße Schokolade wieder ins warme Zuhause.

Der Winter schenkt uns stille Landschaften, lange Abende und Kerzenschein. Und je stärker die Farben in der Natur weichen, je mehr sich das Leben in sich selbst zurückzieht, desto gemütlicher wird es in der Stube. Jetzt ist die Zeit zum Malen, Basteln und Dekorieren, zum Kochen, Backen und Geschichten erzählen.

Sicher wunderst auch du dich manchmal, welche Geduld und Geschicklichkeit deine Kinder jetzt aufbringen, mit wie viel Fantasie sie sich neue Spiele ausdenken und wie aufmerksam sie den Geschichten zuhören. Auch dies schenkt der Winter uns.

Hier findest du Ideen und Inspirationen, wie du und dein Kind den Winter mit allen Sinnen erleben können: durch Spiele und Erzählungen, durch Selbstgebackenes und Selbstgebasteltes aus Naturmaterialien und durch Experimente mit Schnee und Eis. Wir wünschen dir viel Freude beim Ausprobieren und natürlich viel Gesundheit.

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