Weniger Plastik im Haushalt – so klappt es
Plastik ist aus unserem Alltag kaum wegzudenken: Verpackungen, Küchenutensilien, Reinigungsmittel – überall begegnet uns Kunststoff. Die Folgen sind gravierend: Plastik belastet unsere Umwelt, zerfällt in Mikroplastik und gelangt in Böden, Gewässer und sogar in unsere Nahrung. Weniger Plastik zu verwenden ist also ein wichtiger Schritt zu mehr Nachhaltigkeit, Gesundheit und weniger Müll. Aber wie soll das gehen? Die gute Nachricht: Es gibt viele einfache Wege, um euren Alltag umweltfreundlicher zu gestalten. Wahrscheinlich klappt der Umstieg nicht von heute auf morgen. Doch auch kleine Veränderungen sind wertvoll – jeder Schritt zählt.
Zu den Tipps
Wenn ihr euch auf den Weg zu einem „plastikfreien“ Haushalt macht, könnt ihr gerne eure Kinder mit einbeziehen – so lernen sie früh, wie wichtig Nachhaltigkeit und bewusstes Handeln sind. Ihr könnt ihnen erklären, warum Plastik problematisch ist, und gemeinsam mit ihnen Ideen sammeln, wie ihr darauf verzichten könnt. Anschaulich wird das Thema z. B. durch ein Experiment, das zeigt, wie lange Plastik braucht, um sich zu zersetzen – etwa im Vergleich zu Papier oder Holz. Im Internet gibt es witzige und kreative Bastelideen, wie ihr z. B. aus alten Verpackungen etwas Neues machen könnt.
Schnelle Tipps und Ideen für den Alltag
- Gemüsenetz aus alten Gardinen selbst nähen. Solch ein Netz ist ideal für Feldsalat, Pilze oder anderes Gemüse. Auf unseren Marktbesuchen ist es nicht mehr wegzudenken.
- Gläser statt Gefrierbeutel. Ihr könnt kleinere Mengen an Essen super in Gläsern einfrieren. Leere Schraubgläser sind perfekte Gefrierbehälter und lassen sich dazu noch wunderbar stapeln. Die Gläser sollten möglichst dick sein und weder zu schmal noch zu hoch, damit sie sich gut befüllen lassen. Füllt sie möglichst nicht zu voll (nur etwa zu drei Vierteln), damit sich der Inhalt ausdehnen kann, ohne dass das Glas platzt.
- Bienenwachstücher statt Frischhaltefolie. Die Tücher lassen sich aus Stoffresten und Bienenwachs selbst herstellen und sind außerdem eine tolle Geschenkidee.
- Alte Spucktücher oder Handtücher statt Feuchttücher nehmen, um Babys Windelbereich zu reinigen. Einfach die (Hand-)Tücher auf die passende Größe zuschneiden und eventuell die Ränder mit der Nähmaschine versäubern, damit sie nicht ausfransen. Mit warmem Wasser und Babyöl lässt sich der Windelbereich mit den Läppchen super reinigen.
Tipp
Eine Anleitung zum Wickeln mit Stoffwindeln findet ihr auch auf unserem Blog.
Einen Spül- oder Küchenschwamm aus alten Stoffresten nähen – so geht`s
Schwämme und Mikrofasertücher geben Mikroplastik in unsere Umwelt ab. Ein selbstgenähter Schwamm ist eine super Alternative – und ideal geeignet, um eure alten Handtücher zu recyceln.
Ihr braucht
- Alte Handtücher oder Sackleinen, dickere Baumwollstoffe, Leinen, bei Bedarf Flanell oder Molton als Füllstoff (hier könnt ihr auch einfach ein Handtuch dreilagig nähen).
- Einen Faden
- Eine Schere
- Stecknadeln
- Eine Nähmaschine
Der Spül- oder Küchenschwamm kann auf beiden Seiten unterschiedliche Stoffe haben – einen etwas feineren und einen groben für die andere Seite.
- Schneidet die Stoffstücke in zwei gleich große Rechtecke, z. B. im Format 11 x 15 cm. Ihr könnt die Ecken dabei gerne etwas abrunden. Bei Bedarf schneidet auch noch den „Innenstoff“ zu.
- Legt die Außenseiten (rechts) des Stoffes bündig aufeinander und steckt sie mit Stecknadeln fest.
- Dann näht ihr ca. 0,5 cm vom Rand entfernt einmal außen herum. Lasst dabei eine kleine Wendeöffnung übrig, durch die ihr dann den Schwamm umkrempelt.
- Zum Schluss stülpt ihr die Ränder der Wendeöffnung nach innen und näht die Öffnung zu.
Wattepads selbst nähen – so geht’s
Mit selbstgenähten Wattepads könnt ihr kleinen Stoffresten, Handtüchern oder auch Flanell oder Moltontüchern aus der Babyzeit ein zweites Leben geben. Die Wattepads sind waschbar und deshalb besonders nachhaltig.
Ihr braucht
- Alte Handtücher, Flanell oder Molton
- Einen Faden
- Eine Schere
- Stecknadeln
- Eine Nähmaschine
Für die Größe könnt ihr euch an handelsüblichen Wattepads orientieren, oder ihr verwendet ein Glas oder einen Becher als Vorlage, damit die Pads schön rund werden.
Natürlich könnt ihr für die Vorder- und Rückseite zwei unterschiedliche Stoffqualitäten auswählen. So könnt ihr die Seite ganz nach Bedarf wählen und seid flexibel in der Anwendung.
- Die Vorder- und Rückseite steckt ihr nun mit Stecknadeln aneinander und näht sie mit einem Zickzackstich ganz dicht am Rand zusammen. Fertig sind die Wattepads.
- Zum Sammeln und Waschen der Pads könnt ihr ein selbstgenähtes Säckchen – ähnlich dem Gemüsenetz aus alten Gardinen – benutzen.
Putzen mit Natron – so geht’s
Natron ist ein echter Alleskönner im Haushalt: von der Küche bis zum Badezimmer bekommt ihr mit ihm alles schön sauber. Außerdem enthält Natron keine schädlichen Chemikalien, reinigt äußerst effektiv und spart Geld sowie viel Plastik und Verpackungsmüll.
Natron wirkt super gegen Schmutz, Gerüche und Ablagerungen und kann auf vielen Oberflächen verwendet werden. Ihr könnt damit euer eigenes Spülmittel herstellen, und selbst den hartnäckigsten Fettablagerungen im Backofen oder auf Backblechen sagt es den Kampf an: Einfach Natron und Wasser im Verhältnis 1:1 zu einer Paste vermischen und diese über Nacht auf den verschmutzen Stellen einwirken lassen. Am nächsten Morgen könnt ihr die Paste mit einem Schwamm oder Tuch abwischen.
Wir wünschen euch einen guten Start in ein plastikärmeres 2026!
Winter - der stille Begleiter
Welch eine Freude ist es, morgens aus dem Fenster zu schauen und den Garten tief verschneit vorzufinden. Oder bei einem langen Winterspaziergang den Spuren der Tiere im Schnee zu folgen. Und danach lockt eine heiße Schokolade wieder ins warme Zuhause.
Der Winter schenkt uns stille Landschaften, lange Abende und Kerzenschein. Und je stärker die Farben in der Natur weichen, je mehr sich das Leben in sich selbst zurückzieht, desto gemütlicher wird es in der Stube. Jetzt ist die Zeit zum Malen, Basteln und Dekorieren, zum Kochen, Backen und Geschichten erzählen.
Sicher wunderst auch du dich manchmal, welche Geduld und Geschicklichkeit deine Kinder jetzt aufbringen, mit wie viel Fantasie sie sich neue Spiele ausdenken und wie aufmerksam sie den Geschichten zuhören. Auch dies schenkt der Winter uns.
Hier findest du Ideen und Inspirationen, wie du und dein Kind den Winter mit allen Sinnen erleben können: durch Spiele und Erzählungen, durch Selbstgebackenes und Selbstgebasteltes aus Naturmaterialien und durch Experimente mit Schnee und Eis. Wir wünschen dir viel Freude beim Ausprobieren und natürlich viel Gesundheit.
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