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Up-Up-Cycling - Vom Altpapier, zum Geschenkanhänger, zur blühenden Wiese

Meine Tochter hat dieses Jahr für ein Schulprojekt ein Kochbuch erstellt, für das sie auch das Papier selbst geschöpft hat. Dafür haben wir fertige Schöpfrahmen gekauft. Und damit diese nicht nur einmalig zum Einsatz kommen, haben wir gleich noch einige Geschenkanhänger aus Samenpapier hergestellt.

Hier die Schritt-für-Schritt-Anleitung

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Ihr benötigt

  • Ein altes Buch oder Zeitungen (Lieber keine farbigen Prospekte, da ihr hier das Farbergebnis nicht so gut kontrollieren könnt. Wenn ihr farbige Anhänger wollt, könnt ihr noch etwas farbiges Krepppapier hinzugeben. Mit ca. einer Zeitung könnt ihr schon einige Bögen Papier und somit auch einige Anhänger zustande bekommen.)
  • Eine größere Wanne in die euer Schöpfrahmen hineinpasst, ohne dass ihr ihn schräg halten müsst.
  • Einen Schöpfrahmen (Für Geschenkanhänger reicht auch ein kleinerer Rahmen in A5. Den Rahmen könnt ihr auch selber herstellen, indem ihr einen alten Bilderrahmen mit z. B. einem Insektengitter bespannt. Ich habe aber auch Anleitungen gesehen, bei denen ein feines flaches Sieb verwendet wurde.)
  • Geschirrtücher und saugfähige Spültücher
  • Blumensamen (Möglichst eher kleineres Saatgut. Calendula, das ihr bei mir auf den Bildern noch seht, war z.B. zu dick und hat sich leider beim Trocknen vom Papier gelöst.)
  • Ausstechformen, eine Schere und einen Locher
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Zunächst reißt ihr das Papier in kleine Fetzen und gebt lauwarmes Wasser hinzu. Das Papier sollte gut mit Wasser bedeckt sein. Das Ganze lasst ihr ein Weilchen stehen und mixt es dann mit dem Stabmixer gut durch. Wenn ihr es nur gröber mixt bekommt ihr Papier mit kleinen Buchstabenfetzen. Das kann auch ganz hübsch aussehen. Wie fein ihr euer Papier haben wollt ist Geschmackssache. Wenn der Mixer sich schwer tut, könnt ihr noch weiteres Wasser hinzugeben.

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Dann legt ihr die Geschirrtücher auf einem glatten Untergrund aus, der Feuchtigkeit vertragen kann (z. B. Fliesenboden, Plastiktisch, …).

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Füllt eure Wanne zur Hälfte mit Wasser und gebt die Papiermasse, auch Pulpe genannt, hinzu. Je weniger Wasser ihr in die Wanne gebt, desto dicker wird euer Papier. Hier müsst ihr euch anfangs vielleicht etwas herantasten. Rührt das Ganze gut um. Dann taucht ihr den Schöpfrahmen schräg in die Wanne ein, haltet ihn dann waagrecht und hebt ihn langsam wieder aus der Flüssigkeit. Lasst den Rahmen etwas abtropfen und stülpt ihn dann über dem Baumwolltuch um. Dann könnt ihr mit den Spültüchern die Flüssigkeit aufsaugen und anschließend probieren den Rahmen vom Papier zu lösen.

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Nun könnt ihr die Samen auf dem Papier verteilen und mit einem Nudelholz ganz vorsichtig einarbeiten. Jetzt muss das Papier nur noch trocknen. Ihr könnt es zur Trocknung z. B. auf einen Wäscheständer legen. Wir haben es bei schlechtem Wetter innen probiert. Da hat es ca. 2 Tage gedauert, bis das Papier trocken war. Bei Sonnenschein draußen ging es ganz schnell und nach ein paar Stunden war das Papier trocken.

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Zu guter Letzt fahrt ihr mit einem Stift eure Ausstechform nach und schneidet eure Geschenkanhänger aus. Nun nur noch lochen, mit Band versehen und eure Up-Up-Cycling-Anhänger sind fertig.

Die Beschenkten können den Anhänger einfach mit Erde bedecken, wässern und sich auf die kleine Blumenwiese freuen.

Mein Fazit

Herstellung bei schönem Wetter und Sonnenschein ist sehr ratsam, damit die Wohnung nicht mehrere Tage mit feuchtem Papier belegt ist. Wir werden nächstes Jahr sicher noch einige Papierexperimente machen. Vielleicht mit getrockneten Blüten, oder mit Duft, oder ... Ihr seht, es gibt noch viel zu experimentieren. :)

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Winter - der stille Begleiter

Welch eine Freude ist es, morgens aus dem Fenster zu schauen und den Garten tief verschneit vorzufinden. Oder bei einem langen Winterspaziergang den Spuren der Tiere im Schnee zu folgen. Und danach lockt eine heiße Schokolade wieder ins warme Zuhause.

Der Winter schenkt uns stille Landschaften, lange Abende und Kerzenschein. Und je stärker die Farben in der Natur weichen, je mehr sich das Leben in sich selbst zurückzieht, desto gemütlicher wird es in der Stube. Jetzt ist die Zeit zum Malen, Basteln und Dekorieren, zum Kochen, Backen und Geschichten erzählen.

Sicher wunderst auch du dich manchmal, welche Geduld und Geschicklichkeit deine Kinder jetzt aufbringen, mit wie viel Fantasie sie sich neue Spiele ausdenken und wie aufmerksam sie den Geschichten zuhören. Auch dies schenkt der Winter uns.

Hier findest du Ideen und Inspirationen, wie du und dein Kind den Winter mit allen Sinnen erleben können: durch Spiele und Erzählungen, durch Selbstgebackenes und Selbstgebasteltes aus Naturmaterialien und durch Experimente mit Schnee und Eis. Wir wünschen dir viel Freude beim Ausprobieren und natürlich viel Gesundheit.

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