Nabelpflege bei deinem Baby – so geht’s
Nach der Geburt behält dein Baby einen kleinen Rest der Nabelschnur an seinem Bauch. Dieser Rest trocknet zunächst ein, bevor er ganz von allein abfällt. Das passiert meistens zwischen dem 5. und 14. Lebenstag. Da die Nabelschnur keine Nerven hat, verursacht das Abheilen auch keine Schmerzen. Mit etwas Pflege kannst du diesen Prozess unterstützen. Deine Hebamme wird dir zeigen, was du dabei beachten solltest.
Zu den Tipps
So klappt die Nabelpflege
- Bitte berühre den Nabel nur mit sauberen Händen.
- Du kannst den Nabel mit abgekochtem, handwarmem Wasser oder steriler Kochsalzlösung (0,9 %) sanft reinigen.
- Falls der Nabelrest mit einer Klemme befestigt ist, kannst du ihn mit einer umwickelten Kompresse abpolstern. Deine Hebamme wird die Klemme zum richtigen Zeitpunkt entfernen.
- Halte den Nabelschnurrrest möglichst trocken und decke ihn nicht mit Mull, Pflaster oder Verbänden ab.
- Knicke den Windelbund um, sodass er unterhalb des Nabels liegt. So verhinderst du, dass der Nabel durch Urin oder eine scheuernde Windel irritiert wird.
- Am besten wählst du für dein Baby lockere Kleidung aus Naturmaterialien wie Baumwolle oder Wolle.
Sind Muttermilch und Calendula für die Nabelpflege sinnvoll?
Ja, denn Muttermilch und Calendula unterstützen die natürliche Abheilung. Du kannst sie also immer nutzen, vor allem aber, wenn der Nabel „schmierig“ ist.
- Muttermilch: bereits wenige Tropfen täglich fördern die Heilung von Babys Nabel, da Muttermilch antiseptisch wirkt und pflegt.
- Calendula: wirkt entzündungshemmend und fördert die Wundheilung (z. B. als verdünnte Essenz*).
Wenn du am Nabel Entzündungszeichen wie eine Rötung, eine Schwellung, Eiter oder unangenehm riechendes Wundsekret entdeckst oder der Nabel anhaltend blutet, kontaktiere bitte umgehend deine Hebamme oder deine/n Kinderarzt/-ärztin!
*Eine gebrauchsfertige Mischung und kompetente Beratung für die passende Essenz erhältst du in deiner Apotheke.
Wie oft solltest du den Nabel reinigen?
Einmal am Tag ist ausreichend, z. B. beim Waschen oder Wickeln. Wenn Babys Nabel verschmutzt ist, etwa durch Urin oder Stuhlgang, kannst du ihn natürlich auch zwischendurch reinigen. Ein leichter Geruch oder etwas getrocknetes Blut am Nabel sind allerdings ganz normal.
Kannst du dein Baby baden, bevor der Nabel abfällt?
Ja, Baden mit Nabelschnurrest ist erlaubt. Es wird manchmal sogar therapeutisch eingesetzt, wenn der Nabelschnurrest noch nicht abgefallen ist und man dies beschleunigen will.
Ist ein Nabelgranulom gefährlich?
Nein, ein Nabelgranulom ist eine kleine gutartige Gewebswucherung, die durch deine Hebamme oder den Kinderarzt einfach behandelt werden kann, z. B. mit homöopathischen Mitteln.
Wie wird der Nabel deines Babys schön?
Über die Schönheit des Nabels entscheidet allein die Natur. Weder das Abnabeln noch die richtige Nabelpflege haben darauf Einfluss.
Nabelpflege ist kein Hexenwerk. Weniger ist mehr!
Saubere Hände, eine sanfte Reinigung, viel Luft, eventuell etwas Muttermilch oder Calendula und viel Geduld – das ist alles, was du brauchst, damit Babys Nabel natürlich abheilt.
Gut zu wissen!
Aus anthroposophischer Sicht wird der Abnabelungsprozess als eigener Reifungsschritt deines Babys, als Lösung aus der leiblichen Einheit mit der Mutter verstanden. Daraus folgt auch, dass ein zurückhaltendes Verhalten hilfreicher ist als ein aktives. Du kannst also in Ruhe dein Baby beobachten und musst nicht gleich eingreifen.
Ich wünsche dir und deinem Baby eine schöne erste gemeinsame Zeit!
Endlich Sommer!
Die Sonne scheint, es duftet nach Rosen und Erdbeereis und die Natur steht in voller Pracht: Es ist Sommer. Vielleicht habt ihr gerade im Garten eine Menge zu tun, aber das Allerwichtigste an warmen Sommer-Nachmittagen ist: sich Zeit zu nehmen, um dem Summen der Bienen zu lauschen und den Garten oder eine Wiese einfach zu genießen. Am besten mit einem Glas selbstgemachter Kräuterlimonade in der Hand. Viele weitere Idee, wie du den Sommer mit deinem Kind erleben kannst, findest du hier im Naturwichte Blog. Lass dich überraschen!
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