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Baby krabbelt auf Boden über ein Schaffell
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Mund- und Windelsoor beim Baby – was tun?

Soor ist eine Pilzinfektion, die häufig bei Babys auftritt und harmlos ist. Verursacht wird sie durch den Hefepilz Candida albicans. Dieser Pilz kommt auch in der gesunden Hautflora vor. Wenn Babys Abwehr allerdings geschwächt ist, etwa weil bei Neugeborenen das Immunsystem noch nicht richtig funktioniert oder durch Erkältungen oder Zahnen, nimmt der Pilzbefall überhand. Es kommt zu einer Pilzinfektion, einer Candidose, die im Mund- und Windelbereich auftritt.

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Baby in Trage

Wie erkennst du einen Windelsoor?

Wenn dein Baby einen Mundsoor hat, wird es sehr wahrscheinlich auch einen Windelsoor bekommen, da der Pilz den gesamten Verdauungstrakt einschließlich des Darmes befällt. Du erkennst den Windelsoor an einer stark geröteten, teilweise glänzenden Haut im Windelbereich und an den kleinen Pusteln, die sich vom After ausgehend über die Pobacken und den Genitalbereich bis auf die Oberschenkel ausbreiten. Windelsoor kann sehr hartnäckig in der Behandlung sein.

Wie erkennst du einen Mundsoor?

Der Mundsoor tritt vor allem in den ersten Lebenswochen auf. Du erkennst ihn an den typischen weißen Auflagen bzw. krümeligen Belägen auf der Zunge. Anfangs verwechselst du sie vielleicht mit Milchresten nach dem Stillen, doch später breiten sich die Beläge auf den Gaumen, den Wangeninnenseiten, dem Zahnfleisch und auf den Lippen aus. Diese Beläge lassen sich nicht abwischen.

Dein Baby ist jetzt vielleicht beim Trinken unruhig oder es will gar nicht trinken, denn der Mundsoor ist schmerzhaft. Es kann auch leichtes Fieber haben, häufiger weinen und insgesamt unruhiger sein.

Schlafendes Baby mit Hand auf der Stirn

Was tun bei Mund- und Windelsoor?

  • Du solltest auf jeden Fall weiterstillen, aber keine abgepumpte Milch einfrieren.
  • Behandle den Mund- und Windelbereich, aber auch deine Brustwarzen mit antimykotischen Gelen. So könnt ihr euch nicht wechselseitig infizieren.
  • Zucker und Weißmehlprodukte begünstigen den Soor. Deshalb solltest du erstmal darauf verzichten.

Achte bitte auf Hygiene

  • Wasche regelmäßig deine Hände.
  • Koche regelmäßig, am besten täglich, Schnuller, Beißringe, Flaschen und Sauger aus.
  • Reinige deine Stillutensilien gründlich.
  • Wasche deine Wäsche bei 60°. Wenn dies nicht möglich ist, kannst du sie heiß bügeln.

So behandelst du den Mundsoor

  • Wische den Mund deines Babys sanft mit Rosenhydrolat oder Rosenwasser aus. Dazu kannst du ein Wattestäbchen oder ein sauberes Tuch verwenden.

So behandelst du den Windelsoor

  • Reinige Babys schmerzenden Po ausschließlich mit warmem Wasser und einem weichen Tuch. Bitte verwende keine Feuchttücher, denn das kann wegen der Zusätze auf der erkrankten Haut brennen.
  • Lass viel Luft an den Po.
  • Wechsle die Windeln möglichst häufig, um ein trockenes Milieu im Windelbereich zu schaffen. Am besten verwendest du Stoffwindeln mit einer Seideneinlage, da Seide die Wundheilung fördert.
  • Sitzbäder mit Eichenrinden- oder Ringelblumenzusätzen, etwa als verdünnte Essenzen, fördern die Wundheilung.
  • Den trockenen Po kannst du anschließend dünn mit einer wundheilungsfördernden Salbe eincremen.
  • Du kannst Babys Po auch vorsichtig mit Rotlicht behandeln.
  • Wenn der Soor abgeklungen ist, solltest du die gesamte Behandlung unbedingt noch drei Tage weiterführen, denn der Candidapilz kann sehr hartnäckig sein.

So kannst du vorbeugen

  • Bitte nimm nicht Babys Schnuller in den Mund, wenn der mal herunterfällt. Dies ist die häufigste Übertragungsart für Pilzsporen!
  • Du kannst die oben genannten verdünnten Essenzen (1-2 TL auf ¼ l handwarmes, abgekochtes Wasser) auch vorbereiten und in eine Thermoskanne füllen. So kannst du sie täglich zum Waschen von Babys Po verwenden.

Gut zu wissen

Mach dir keine Sorgen um dein Baby, denn Soorinfektionen sind in der Regel gut behandelbar und heilen bei konsequenter Therapie auch folgenlos aus.

Ich wünsche dir und deinem Baby eine entspannte Zeit!

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