Milchschorf beim Baby – was tun?
Wenn dein Baby Schuppen auf der Kopfhaut hat, sprechen viele oft allgemein von Milchschorf. Tatsächlich handelt es sich aber meistens um den viel häufiger vorkommenden und harmlosen Kopfgneis. Nur etwa 10 Prozent der betroffenen Kinder haben echten Milchschorf, und der ist viel unangenehmer: Er juckt stark und kann mit schmerzhaften, nässenden Krusten oder Bläschen einhergehen.
Wie kannst du Kopfgneis vom echten Milchschorf unterscheiden?
Das ist oft gar nicht so einfach. Deshalb zieh bitte einen Kinderarzt oder eine –ärztin für die Diagnose hinzu.
Wie erkennst du Kopfgneis?
- Kopfgneis tritt in der Regel um den zweiten Lebensmonat herum auf.
- Dein Baby hat weiche, gelb-braune Schuppen an der Stirn und auf der Kopfhaut, eventuell auch an den Augenbrauen.
- Kopfgneis juckt nicht und verursacht keine weiteren Beschwerden.
- Die Ursache ist eine übermäßige Talgproduktion.
- Kopfgneis ist ein rein kosmetisches Problem, du musst nichts dagegen tun. Er heilt von allein ab – ganz ohne Folgen.
Wie erkennst du Milchschorf (atopisches Ekzem)?
- Milchschorf beginnt erst ab oder nach dem 3. Lebensmonat und kommt seltener vor.
- Dein Baby bekommt erst trockene Schuppen, dann harte, gelbe und nässende Krusten an Kopfhaut, Stirn und Wangen.
- Es leidet unter teils starkem und quälendem Juckreiz, ist unruhig und schläft schlecht.
- Die Ursachen für Milchschorf sind nicht eindeutig geklärt.
- Betroffene Kinder können anfälliger für Allergien sein, und manchmal ist Milchschorf ein Vorbote von Neurodermitis.
Wenn die Kopfhaut deines Babys entzündet ist, solltest du es durch einen Kinder- oder Hautarzt behandeln lassen.
Was tun bei Milchschorf?
- Stille dein Baby. So kannst du Milchschorf bzw. Neurodermitis vorbeugen.
- Halte die Fingernägel deines Babys kurz oder ziehe ihm nachts kleine Baumwollfäustlinge an, damit es sich nicht aufkratzen kann.
- Um Schmerzen und Juckreiz zu lindern, kannst du ihm sanft kühlende Auflagen mit verdünnten Eichenrinden- oder Ringelblumenzusätzen* auf die betroffenen Stellen legen oder die Flüssigkeit vorsichtig auftupfen. Das wirkt zugleich entzündungshemmend und fördert die Wundheilung.
*Kompetente Beratung für passende Zusätze erhältst du in deiner Apotheke.
Was tun, um das Ablösen der lästigen Schuppen beim Kopfgneis zu unterstützen?
Wichtig ist, dass es sich beim Kopfgneis nur um ein kosmetisches Problem handelt, das eigentlich keiner Behandlung bedarf.
Es gibt zahlreiche Gele zu kaufen, die du auf die betroffene Kopfhaut auftragen kannst. Anschließend kämmst du die Schuppen aus. Diese Gele enthalten jedoch meistens nur Öle in einer Gel-Basis.
Du kannst auch diese einfache Methode vorsichtig anwenden:
- Reibe die schuppigen Stellen einfach mit einem natürlichen Öl, z. B. Olivenöl, Kokosöl oder Mandelöl, ein und lasse dies mindestens 30 Minuten, besser sogar über Nacht einwirken. Das Öl weicht die Schuppen auf und löst sie größtenteils ab.
- Wasche dann die abgelösten Schuppen mit einem milden Babyshampoo aus.
- Die restlichen gelösten Schuppen, die nun in den feinen Härchen hängen, kannst du vorsichtig mit einem Kamm ohne scharfe Zinken in Haarwuchsrichtung auskämmen.
- Wahrscheinlich musst du dieses Prozedere noch einige Male wiederholen.
Du kannst die Öl-Kamm-Methode auch beim echten Milchschorf vorsichtig einsetzen. Nimm in diesem Fall aber anstatt des Kamms lieber eine weiche Bürste zum Auskämmen der gelösten Schuppen, damit Babys empfindliche und eventuell entzündete Kopfhaut möglichst wenig gereizt wird.
Aufgepasst!
Bitte kratze die Schuppen nicht einfach ab – weder beim Kopfgneis noch beim echten Milchschorf. Abkratzen kann zu Infektionen und zur Narbenbildung auf der zarten Kopfhaut deines Babys führen.
Ich wünsche dir und deinem Baby entspannte erste Monate!
Winter - der stille Begleiter
Welch eine Freude ist es, morgens aus dem Fenster zu schauen und den Garten tief verschneit vorzufinden. Oder bei einem langen Winterspaziergang den Spuren der Tiere im Schnee zu folgen. Und danach lockt eine heiße Schokolade wieder ins warme Zuhause.
Der Winter schenkt uns stille Landschaften, lange Abende und Kerzenschein. Und je stärker die Farben in der Natur weichen, je mehr sich das Leben in sich selbst zurückzieht, desto gemütlicher wird es in der Stube. Jetzt ist die Zeit zum Malen, Basteln und Dekorieren, zum Kochen, Backen und Geschichten erzählen.
Sicher wunderst auch du dich manchmal, welche Geduld und Geschicklichkeit deine Kinder jetzt aufbringen, mit wie viel Fantasie sie sich neue Spiele ausdenken und wie aufmerksam sie den Geschichten zuhören. Auch dies schenkt der Winter uns.
Hier findest du Ideen und Inspirationen, wie du und dein Kind den Winter mit allen Sinnen erleben können: durch Spiele und Erzählungen, durch Selbstgebackenes und Selbstgebasteltes aus Naturmaterialien und durch Experimente mit Schnee und Eis. Wir wünschen dir viel Freude beim Ausprobieren und natürlich viel Gesundheit.
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