WALA Arzneimittel

Gemeinsam forschen

WALA setzt sich dafür ein, die Heilpflanzenforschung voranzutreiben. Kooperationen sind hierfür wesentlich, denn gerade im Austausch zwischen Wissenschaftler:innen aus verschiedenen Forschungsfeldern entstehen zukunftsweisende Ideen. Eine langjährige Partnerschaft besteht mit einem Institut der renommierten Fraunhofer-Gesellschaft.

Spannende Heilpflanzenforschung

Forschung hat bei WALA Tradition. Dem Firmengründer und Chemiker Dr. Rudolf Hauschka gelang 1929 eine bahnbrechende Entdeckung: Durch intensive Forschung an Heilpflanzen entwickelte er ein Verfahren, mit dem sich Pflanzenauszüge ohne Alkohol haltbar machen lassen. Fast 100 Jahre später wird es, neben weiteren Verfahren, immer noch zur Herstellung von WALA Arzneimitteln angewendet. Modernste Forschungsmethoden helfen uns heute dabei, die Wirkmechanismen der Heilpflanzen noch besser zu verstehen. „Dabei untersuchen wir die Arzneimittel als Ganzes oder auch nur einzelne Wirkstoffe“, berichtet die Chemikerin Ilona Zilkowski, die Teil des WALA Forschungsteams ist.

Labor Situation, Flüssigkeit wird in Glas gefüllt

Gemeinsam Brücken bauen

Um komplexe Forschungsfragen zu beantworten, kooperieren unsere Wissenschaftler:innen mit externen Expert:innen, die das Methodenspektrum der WALA  erweitern. So trägt auch das Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC mit seinem Translationszentrum für Regenerative Therapien (TLZ-RT) zum Erfolg bei. Mit dem Ziel, Krankheiten besser zu verstehen und neue Therapieansätze zu untersuchen, wird dort an innovativen Testsystemen geforscht. Diese Systeme sind biologische Modelle, die Zellkulturen nutzen, um menschliches Gewebe im Labor nachzustellen.

Realistische Prüfbedingungen

Im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem TLZ-RT des Fraunhofer ISC sollte mit einem Testsystem konkret geprüft werden, wie ein Bindehautmodell auf entzündliche Prozesse reagiert. Im ersten Schritt wurde ein Modell im gesunden Normalzustand aufgebaut. „Ziel ist es, ein Modell zu entwickeln, das den erkrankten Zustand eines Organs widerspiegelt, damit wir die entzündungslindernden Eigenschaften unseres Arzneimittels prüfen können“, erklärt Zilkowski, die sich bei WALA intensiv mit der Anwendung von biologischen Testsystemen beschäftigt. Im nächsten Schritt schauen sich Ilona Zilkowski und ihre Kolleg:innen dann die Heilpflanzenauszüge an, die für die Gesundheit des Auges eine Rolle spielen.

Wie ein biologisches Testsystem aussieht

Bild eines sogenannten Zellkultureinsatzes (Mitte), auf dem die Zellmodelle gezüchtet werden. Links und rechts sind Querschnitte des Zellmodells gezeigt. Die Zellmodelle wachsen als mehrschichtiger Zellverband und beherbergen schleimproduzierende Becherzellen (blau gefärbt im linken Bild), die im Auge zur Aufrechterhaltung des Tränenfilms beitragen, und CK19-positive Bindehautzellen (grün gefärbt im rechten Bild), die eine dichte Barriere bilden und so das Auge vor dem Eindringen von Fremdkörpern schützen.

Bild: Fraunhofer ISC TLZ-RT

Impulse setzen

Bis es erste konkrete Ergebnisse gibt, braucht es, wie bei den meisten Forschungsmodellen üblich, viel Zeit und Geduld. Der Impuls der WALA hat jedoch dazu geführt, dass das Modell der Bindehaut auch im Rahmen einer Doktorarbeit genauer untersucht und weiterentwickelt wurde – und die Zusammenarbeit mit Dr. Christian Lotz und seinem Team am Fraunhofer ISC wird ebenfalls fortgeführt. Die Kooperation mit den Kolleg:innen der Forschungsabteilung von WALA sei ein Musterbeispiel für eine gelungene Zusammenarbeit zwischen Industrie und angewandter Forschung, so Lotz: „Die Industrie gibt den Impuls für den Forschungsbedarf, wir als Fraunhofer-Forschende können Unternehmen so optimal unterstützen und auch für die zukünftigen Ziele unserer Partner die richtigen Weichen in der Forschung stellen.“

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