WALA Arzneimittel

Gerda Zölle, Pflegefachfrau

Pflege ist immer auch Beziehungspflege.

Dass nicht nur Salben, Tropfen und Globuli wichtige Heilmittel sind, sondern auch Wickel, Einreibungen, Bäder und mehr – darauf macht Gerda Zölle unermüdlich aufmerksam. Sie leitet die Fachberatung Pflegeberufe bei der WALA.

Gerda Zölle über die Wirksamkeit äußerer Anwendungen, die Besonderheiten der anthroposophischen Pflege und die alles entscheidenden Fragen: Wer bist du? Was brauchst du?

Sie leiten – oder besser gesagt: Sie sind – die Fachberatung Pflegeberufe der WALA. Wie darf man sich Ihre Arbeit vorstellen?

„Ich bin tatsächlich eine 1-Frau-Abteilung, habe aber sehr viele Berührungspunkte mit anderen. Ich arbeite sozusagen an der Schnittstelle zwischen der WALA mit ihren anthroposophischen Arzneimitteln und den vielen professionellen Pflegekräften, die WALA Arzneimittel einsetzen. Mein Auftrag lautet dabei: informieren, beraten, fortbilden. Und zwar Fachpersonal in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, Krankenpflege und Altenpflege. Ich gehe dafür zwei Wege: Zum einen möchte ich Menschen in die WALA bringen. Dafür organisiere ich zum Beispiel Infotage oder Fachtagungen. Zum anderen möchte ich die WALA in die Welt bringen. Deshalb bin den größten Teil meiner Arbeitszeit unterwegs und besuche Krankenhäuser, Altenheime, Hospize, also Orte, an denen ich die Pflegeprofis antreffe. Ich gehe aber auch auf Fachmessen und in Schulen, wo der Pflegenachwuchs ausgebildet wird, und unterrichte dort die Besonderheiten der anthroposophischen Pflege.“

Was macht aus Ihrer Sicht die anthroposophische Pflege so besonders?

„Da sind zum einen natürlich die äußeren Anwendungen, die in der anthroposophischen Pflege sehr geschätzt werden: Einreibungen, Wickel und Auflagen, Bäder und Waschungen. Es ist ein großes Therapiefeld, mit dem sich sehr individuell arbeiten lässt. Und darum geht es ja: jeden Menschen individuell zu unterstützen. Wer bist du? Was brauchst du? Das sind die entscheidenden Fragen in der anthroposophischen Pflege. Mir ist wichtig, die Lebensqualität jedes pflegebedürftigen Menschen zu verbessern. Und ich möchte, dass dieser Mensch eine Sinnhaftigkeit erleben kann, dass er seinen Zustand akzeptieren kann. In der anthroposophischen Pflege verstehen wir uns auch als Schicksalsbegleiter.“

Das klingt nach einer besonderen Haltung, mit der Sie pflegen. Ist das so?

„Ja, kennzeichnend für die anthroposophische Pflege ist ein ganzheitlicher Blick auf den Menschen. Wie gehören Mensch und Welt zusammen? Was ist Gesundheit, was ist Krankheit? Wie sieht die persönliche Lebensaufgabe eines Menschen aus und wann ist sie erfüllt? Wie kann ein gutes Ende aussehen – für den Sterbenden selbst und für die Angehörigen?“

„Meine Vision wäre, dass Menschen glücklich alt und krank werden und sterben können.“

Sie beschreiben sehr zeitlose Aufgaben. Wie stark beeinflussen aktuelle Entwicklungen die Pflege?

„Der Urimpuls der Pflege ist, auf den anderen zu achten! Das reicht bis zum barmherzigen Samariter zurück und ist ein wirklich zeitloser Gedanke. Aktuell hat sich die Pflege sehr stark entwickelt und professionalisiert: von der Nächstenliebe zur Pflege als Kulturaufgabe. In welcher Gesellschaft wir leben, das kann man an der Pflegekultur ablesen, an unserem Umgang mit Krankheit, Alter und Sterben. Aber Pflege ist leider zu einer möglichst effizienten Dienstleistung geworden, wir haben wichtige Qualitäten verloren: Zeit für den Pflegeprozess, ethische Ansprüche. Momentan geht es mir zu viel um den Profit. Die Wertschätzung muss wachsen. Denn professionell pflegen kann nicht jeder. Man braucht fachliche, soziale und persönliche Kompetenz.“

Sind Sie eigentlich nur für Pflegeprofis ansprechbar?

„Als Lehrerin für Pflegeberufe und als Fachberatung Pflegeberufe, ja. Da informiere, schule oder berate ich ausschließlich professionelle Pflegekräfte. Es sind mitunter sehr spezifische Fragen, die zum Beispiel eine Kinderkrankenschwester in der Neonatologie stellt. Für sie ist interessant, dass die WALA Arzneimittel zur inneren Einnahme alkoholfrei sind. Dass sie damit schon Säuglinge behandeln kann. Aber ich arbeite auch an Ratgebern mit, die sich an jedermann wenden. Denn gerade äußere Anwendungen eignen sich gut für den Einsatz zu Hause. Unser Gesundheitswesen fordert immer mehr von den Angehörigen. Deshalb ist dieses Thema so wichtig.“

„Ich ziehe Kraft daraus, dass ich die Wirksamkeit meines Tuns erlebe. Und aus den Rückmeldungen der Menschen, die ich berate.“

Haben Sie ein Lieblingsarzneimittel der WALA?

„Ich persönlich liebe die Öle, weil sie so vielseitig sind und jedes eine eigene Persönlichkeit mitbringt. Ich schätze und nutze sie alle. In meinen Schulungen führe ich gerne zwei Öle der WALA an: Das Solum Öl*, das eine schützende Hülle verleiht und sich gut bei Nervenschmerzen oder Wetterfühligkeit eignet. Sowie das Aconit Schmerzöl*, das Verspannungen löst, Gelenkschmerzen lindert und wunderbar wärmt.“

*Pflichtangaben

Wärme

Zum Fundament des Lebens gehört Wärme. Sie lässt sich nicht nur mit dem Thermometer messen, sie drückt sich auch darin aus, dass uns warm ums Herz wird. Wärme hat also sowohl einen körperlichen als auch einen seelischen und einen geistigen Aspekt. Sie unterstützt das Immunsystem, schenkt Geborgenheit und ist ein wichtiges Element, um sich ganz zu spüren.

Viele unserer Arzneimittel sprechen deshalb den Wärmeorganismus an. Und viele Tipps, die wir geben, laufen darauf hinaus, zeitlebens auf warme Füße zu achten. Vor allem aber sind es die so genannten äußeren Anwendungen wie Wickel oder Einreibungen, die sehr wirkungsvoll mit Wärme arbeiten. Für die WALA stellen sie wichtige Therapieformen dar. Dank unserer eigenen Fachberatung Pflegeberufe haben wir in diesem Bereich viel Erfahrung gesammelt und verfügen über eine große Beratungskompetenz.

*Pflichtangaben

Aconit Schmerzöl

Ölige Einreibung
Anwendungsgebiete gemäß der anthroposophischen Menschen- und Naturerkenntnis. Dazu gehören: Anregung des Wärmeorganismus und Integration von Stoffwechselprozessen bei schmerzhaften entzündlichen Erkrankungen, die vom Nerven-Sinnes-System ausgehen, z.B. Nervenschmerzen (Neuralgien), Nervenentzündungen (Neuritiden), Gürtelrose (Herpes zoster), rheumatische Gelenkerkrankungen. Warnhinweis: Enthält Erdnussöl. WALA Heilmittel GmbH, 73085 Bad Boll/Eckwälden, DEUTSCHLAND.

Solum Öl

Ölige Einreibung
Anwendungsgebiete gemäß der anthroposophischen Menschen- und Naturerkenntnis. Dazu gehören: Anregung der Wärmeorganisation und Harmonisierung der Empfindungsorganisation, z.B. bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, Wetterfühligkeit, Wirbelsäulensyndromen, Nervenschmerzen (Neuralgien). Warnhinweis: Enthält Wollwachs. WALA Heilmittel GmbH, 73085 Bad Boll/Eckwälden, DEUTSCHLAND.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Zurück nach Oben