WALA Arzneimittel
Grundlagenforscher Martin Rozumek filtriert ein gelöstes Mineral für die Arzneimittelproduktion.

Martin Rozumek, Grundlagenforscher

Warum die Beschaffung von Mineralien eine Schatzsuche ist.

Neugier und Beharrlichkeit braucht ein guter Grundlagenforscher. Martin Rozumek und seine Kolleginnen und Kollegen forschen zu den WALA-eigenen Herstellverfahren, zu denen sich durch den wissenschaftlichen Fortschritt immer neue Fragen gesellen. Außerdem versorgen sie die WALA mit mineralischen Ausgangssubstanzen für die Arzneimittelproduktion. Ein Gespräch über Qualität und Wissenschaft, über Tradition und Moderne.

Was genau ist das eigentlich: Grundlagenforschung?

Martin Rozumek: Unsere Hauptaufgaben sind die Forschung zu und die Entwicklung von Herstellprozessen im Bereich Mineralien und Metalle sowie die Forschung zu den anthroposophisch-pharmazeutischen Verfahren der WALA.

„Wir veredeln Steine und Mineralien, damit aus ihnen Arzneimittel entstehen können. Dazu müssen wir lernen, die Gesetze der Natur immer besser zu verstehen.“

Wie würden Sie einem Kind Ihre Arbeit erklären?

Martin Rozumek (lacht): Chemiker „kochen“ – ich „koche“ mit Steinen[1], damit WALA daraus Arzneimittel herstellen kann. Doch Spaß beiseite. Vielleicht kann man es so ausdrücken: Wir veredeln Mineralien, damit aus ihnen – nach weiteren Zwischenschritten – Arzneimittel hergestellt werden können. Im Labor arbeiten wir dabei so, dass wir Prozesse mit den vier Elementen Erde, Wasser, Luft und Feuer „komponieren“, um unsere „Zutaten“ zu verwandeln. Dazu müssen wir lernen, die Natur immer besser zu verstehen.

[1] Zur Begriffsklärung: Mineralien sind Festkörper mit einer stofflich einheitlichen Zusammensetzung. Steine bestehen aus vielen einzelnen Mineralien, die miteinander verbunden sind.

Können Sie das anhand eines Praxisbeispiels verdeutlichen?

Martin Rozumek: Unsere Heilpflanzenansätze stehen tagsüber ruhig, warm und dunkel. Jeweils zu Sonnenaufgang und Sonnenuntergang kühlen, bewegen und belichten wir sie. Letzteres bedeutet, dass wir sie dem erstarkenden Licht des Morgens und dem verinnerlichenden Licht des Abends aussetzen. Diese Art der rhythmischen Behandlung hat die WALA über neun Jahrzehnte hinweg stets weiterentwickelt – seit ihrer Erfindung durch Rudolf Hauschka. Grundlagenforscher wie uns interessiert daran zum Beispiel, warum es gerade um diese Tageszeiten geht. Wir möchten noch besser verstehen und wissenschaftlich untersuchen, welche Bedeutung diese Rhythmisierung und die besonderen Zeiten und Qualitäten für unsere Pflanzenansätze haben.

Sie müssen also gleichermaßen neugierig und beharrlich sein?

Martin Rozumek: So könnte man es ausdrücken.

Woher kommen die mineralischen Ausgangssubstanzen, mit denen Sie arbeiten?

Martin Rozumek: Leider gab und gibt es keinen Laden oder Online-Shop, in dem wir verlässlich Mineralien in der benötigten Qualität einkaufen könnten. Also haben wir unsere eigenen Strukturen und Netzwerke geschaffen. Messen und Mineralienbörsen sind heute unsere wichtigsten Bezugsquellen, etwa in München und in Sainte-Marie-aux-Mines im Elsass.

„Es gibt leider keinen Laden oder Online-Shop für Mineralien, in dem wir einfach einkaufen könnten. Also haben wir unsere eigenen Strukturen und Netzwerke geschaffen.“

Sie fahren also zur Messe und laden sich den Einkaufskorb voll?

Martin Rozumek: Ganz so einfach ist es nicht. Wir müssen zuerst die richtigen, qualitativ geeigneten Mineralien finden! Wenn wir Bergkristall suchen, genügt es nicht, dass ein Stein als „Bergkristall“ angeboten wird.

 

Warum nicht?

Martin Rozumek: Die Ausstrahlung des Steines muss stimmen, er muss typisch und kräftig erscheinen. Seltene Minerale wie Skorodit oder Chlorargyrit kommen oft nur in ganz kleinen Mengen vor. Aber Mikrokristalle oder dünne Krusten, die sich nicht vom Untergrund lösen lassen, nützen uns wenig. Der Einkauf gleicht daher einer Schatzsuche. Damit wir genau wissen, wonach wir eigentlich suchen, haben wir einen Katalog mit Qualitätskriterien entwickelt. Diese Kriterien legen einerseits qualitative Merkmale fest, die vom jeweiligen Arzneimittel und seinen Anforderungen herrühren. Andererseits beziehen sie sich praktisch auf die Herstellung. All das möglichst nachvollziehbar und zukunftstauglich zu formulieren, immer im Rahmen der Vorgaben, die das Homöopathische Arzneibuch für viele arzneilich verwendete Mineralien macht, ist Teil unserer Arbeit.

Welches Mineral liegt Ihnen besonders am Herzen?

Martin Rozumek: Mich faszinieren Quarzminerale, eine große Gruppe verschiedenster und doch von einem Grundprinzip geprägter Minerale. Als Chemiker pflegt man aber allgemein innige Beziehungen zu vielen Materialien, auch zu negativ konnotierten wie, in meinem Fall, beispielsweise Blei.

 

Welche Ausbildung haben Grundlagenforscher?

Martin Rozumek: Das ist unterschiedlich. Unser Team besteht aktuell aus drei Personen. Beatrix Waldburger ist Chemie-Ingenieurin. Simon Sauer hat Umweltwissenschaften studiert. Ich selbst bin Chemiker und habe auch etwas Philosophie studiert. Wir ergänzen uns gut. Uns verbinden die langjährige Beschäftigung mit der Anthroposophie sowie ein Interesse an Pharmazie und ihren Zusammenhängen.

„Unsere Arbeit gleicht einer Schatzsuche. Damit wir genau wissen, wonach wir suchen, haben wir in der Grundlagenforschung einen Katalog mit Qualitätskriterien entwickelt.“

Wo liegen Ihre persönlichen Schwerpunkte?

Martin Rozumek: Da sind zum einen die Mineralien, ihre Qualität und ihre Verarbeitungsprozesse. Ich möchte mit den Kräften der Natur arbeiten und erforschen, was die Mineralien in die Arzneimittel einbringen können. Was sind ihre Charakteristika und welche „Anlagen“ bringen sie mit, mit denen ich dann Prozesse entwickeln kann? Zum anderen beschäftigen mich die anthroposophischen Ursprünge unserer Herstellverfahren. Sie geben den Prozessen eine gewisse Färbung, die den Rhythmusaspekt stark betont, unterscheiden sich aber von herkömmlichen pharmazeutischen Verfahren. Ich möchte die Verfahren und ihre Hintergründe besser verstehen. Was bedeuten zum Beispiel die verschiedenen Rhythmen und wie wirken sie sich aus – stofflich, mikrobiologisch, pharmazeutisch, medizinisch? Die Zusammenführung anthroposophischer Ideen mit naturwissenschaftlich-pharmazeutischen Daten ist mir ein großes Anliegen.

Haben Sie einen persönlichen Liebling unter den WALA Arzneimitteln?

Martin Rozumek: Ich bewundere Kompositionen, die alle Naturreiche integrieren, zum Beispiel Apis Belladonna cum Mercurio*.

* Pflichtangaben

Schätze

Erinnern Sie sich an die Schätze Ihrer Kindheit? Den bunten Stein, der Ihrer kleinen Hand schmeichelte? Den glänzenden Knopf aus Großmutters Nähkästchen? Die Kette aus Zuckerperlen – ein Geschenk Ihrer liebsten Freundin? Der Wert einer Sache wird in der Regel individuell bemessen. Der Dichter Christian Morgenstern drückte es so aus: „Schön ist eigentlich alles, was man mit Liebe betrachtet.“

Wir bei der WALA finden die größten Schätze in der Natur. Aus ihr beziehen wir unsere Ausgangssubstanzen für die WALA Arzneimittel. Mit ihrer Kraft und ihren Rhythmen stellen wir unsere Heilpflanzenauszüge und Urtinkturen her. Weil wir die Natur mit Liebe betrachten, schützen wir sie, wo wir nur können. Denn der Mensch ist Teil seiner Umwelt und kann nur gesund bleiben oder werden, wenn auch die Umgebung im Gleichgewicht ist. Und ist nicht in Wahrheit die Gesundheit der größte Schatz von allen – für Erwachsene und für Kinder?

*Pflichtangaben

Apis/Belladonna cum Mercurio

Apis/Belladonna cum Mercurio, Globuli velati. Anwendungsgebiete gemäß der anthroposophischen Menschen- und Naturerkenntnis. Dazu gehören: Harmonisierung der Empfindungs- und Lebensorganisation bei örtlich umschriebenen - auch eitrigen, abszedierenden - Entzündungen, z.B. Mandelentzündung (Tonsillitis), aphthöse Mundschleimhautentzündung (Stomatitis aphthosa), Eiterausschlag (Pyodermie), Furunkulose. Warnhinweise: Enthält Sucrose (Saccharose/Zucker) und Lactose. Stand: Februar 2019. WALA Heilmittel GmbH, 73085 Bad Boll/Eckwälden, DEUTSCHLAND. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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