WALA Arzneimittel

Vegane und glutenfreie Rohkostplätzchen

von Elisabeth Menzel

„Was ist das eigentlich – Rohkost und Rohkostqualität?“, fragt meine geschätzte Kollegin, als ich ihr diesen Rezepttext zum Gegenlesen vorlege. Deshalb ganz kurz zur Erläuterung: Unter Rohkost versteht man Speisen aus frischen Lebensmitteln, die ohne Hitze zubereitet werden. Die vegane Rohkost konzentriert sich zudem auf Obst und Gemüse, also auf rein pflanzliche Produkte. Mit „Rohkostqualität“ meine ich schonend hergestellte Fertigprodukte wie zum Beispiel kalt gepresste Pflanzenöle, die nicht über 42 Grad Celsius erhitzt wurden.

Wer Zutaten in Rohkostqualität kaufen möchte, wundert sich mitunter über deren Preis. Hochwertige Rohstoffe, aufwändige Herstellverfahren und Handarbeit schlagen sich darin nieder. Wer sparen möchte oder muss, kann Rohstoffe wie Keimlinge oder Sirup aber auch leicht selbst herstellen. Allerdings verlängert sich dann die Zubereitungszeit um bis zu drei Tage – bitte entsprechend einplanen.

Für etwa 40 Stück

Zutaten:

  • 150 Gramm Buchweizenkeimlinge*
  • 100 Gramm geschälte Mandeln**
  • 1 EL Flohsamenschalen in Rohkostqualität
  • 1 Bio-Zitrone
  • 1 Prise Salz
  • 4 EL Dattelsirup***
  • 2 EL Aprikosenkernöl oder Mandelöl
  • 1 EL Wasser

Zitrone heiß waschen und sorgfältig abtrocknen. Die Schale mit einer feinen Reibe abreiben. Dabei nicht zu tief herrunterreiben – die weiße Haut unter der gelben Schale schmeckt bitter. Frucht auspressen und den Saft auffangen. Alle Zutaten mit dem Hochleistungsmixer oder in einer Küchenmaschine mit S-Klinge gut vermengen und kneten. Den Teig anschließend 2 Stunden in Back- oder Bienenwachspapier eingeschlagen im Kühlschrank ruhen lassen. Herausnehmen und zwischen 2 Lagen Backpapier etwa 5 mm dick ausrollen. Förmchen ausstechen und die Plätzchen auf ein Blech mit Dörrfolie legen. Je nach Dörrofen und Vorlieben 6 bis 12 Stunden bei 42 Grad trocknen. Wer kein Dörrgerät besitzt, kann auch den Backofen und mit Backpapier belegte Bleche verwenden: Zu diesem Zweck den Ofen auf knapp unter 50 Grad einstellen. Während des Trocknungsvorgangs einen Holzlöffel in die Tür klemmen, so dass der Ofen ca. 5 mm offen steht – damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Fertige Plätzchen im Kühlschrank aufbewahren. Beim Stapeln in einem Behältnis unbedingt Backpapier verwenden, damit sie nicht zusammenpappen. Die Plätzchen sind nicht nur roh-vegan, sondern auch glutenfrei. Das ist gut für alle, die aus ethischen und/oder gesundheitlichen Gründen auf tierische oder glutenhaltige Stoffe verzichten wollen oder müssen.

Tipp: Wem das Ausstechen des Rohkostteiges eine zu klebrige Angelegenheit ist, der kann ihn auch einfach zwischen feuchten Handflächen zu mundgerechten Kugeln rollen. In diesem Fall auf den Trocknungsvorgang verzichten. Die Kugeln in Papierförmchen für Pralinen setzen und im Kühlschrank aufbewahren.

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