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Erstes Trimester: Zeit der Anpassung

Gleich in den ersten 12 Schwangerschaftswochen passiert unglaublich viel: Nicht nur, dass Sie von Ihrer Schwangerschaft erfahren und aus Ihrer Partnerschaft eine Elternschaft erwächst – oder Ihre eingespielte Familie in eine neue Ära aufbricht. Auch der weibliche Körper stellt sich nun ganz in den Dienst des ungeborenen Kindes, das ebenfalls im ersten Drittel der Schwangerschaft, auch erstes Trimester oder Trimenon genannt, die größten Entwicklungsschritte durchmacht: Es wächst von der befruchteten Eizelle zu einem kleinen Wesen, das alle lebenswichtigen Organe besitzt, die Hand ballen kann oder Schluckauf bekommt.

Dieses Wunder spielt sich jedoch im Verborgenen ab. Nur wenige äußere Anzeichen künden von der Schwangerschaft. Deshalb fühlen sich Frauen in den ersten Schwangerschaftswochen oft unverstanden – die enormen Leistungen, die sie gerade erbringen, sind ihnen einfach nicht anzusehen. Stattdessen können typische Schwangerschaftsbeschwerden wie auch ein verändertes seelisches Befinden die anderen Umstände zum Ausdruck bringen.

Letzteres gilt übrigens auch für den werdenden Vater, der sich mit seiner neuen Lebenssituation auseinandersetzt. So kann das große Thema Anpassung durchaus länger als in den ersten Schwangerschaftswochen aktuell bleiben.

Kontakt mit dem Ungeborenen

Die Seele einer schwangeren Frau ist ungewöhnlich empfindsam, auch wenn ihr Körper noch lange nicht zeigt, dass er einen kleinen Gast beherbergt. Manche Frauen nehmen schon in den ersten Schwangerschaftswochen Kontakt mit dem Ungeborenen auf oder begegnen ihm im Traum.

Manche Eltern haben das Gefühl, dass mit der Empfängnis eine von ihnen vorab ausgesprochene Einladung erwidert wird, dass ein Kind sich im Grunde seine Eltern aussucht. Wenn Sie Ihre Achtsamkeit jetzt immer wieder einmal nach innen richten, werden Sie Ihren eigenen Bildern begegnen.

Der Körper der Frau stellt sich um

Viele Frauen bemerken mehr als nur das Ausbleiben der Regel. Die ersten typischen Schwangerschaftsanzeichen nehmen Sie wahrscheinlich an den Brüsten wahr, die nun wachsen und mitunter spannen. Zugleich färbt sich der Warzenvorhof rund um Ihre Brustwarzen dunkler. Damit das Ungeborene mitversorgt werden kann, schlägt Ihr Herz etwas schneller, Ihre Atemfrequenz steigt.

Gegen Ende der ersten 12 Schwangerschaftswochen nimmt schließlich der Bauchumfang zu. Vielleicht können Sie bereits Ihre Gebärmutter oberhalb des Schambeins ertasten. Auf all diese Umstellungen reagiert Ihr Körper mit zum Teil unangenehmen, aber ganz natürlichen Symptomen: mit Übelkeit und Erbrechen, Vorlieben für bestimmte Speisen oder einem erhöhten Schlafbedürfnis. Im Grunde zeugen diese Schwangerschaftsbeschwerden von einer inneren Umorganisation: Zwei individuelle Wesen teilen sich nun einen Leib und richten sich miteinander ein.

Essen für zwei?

Mit jeder Mahlzeit während der Schwangerschaft versorgen Sie nicht nur sich selbst, sondern auch Ihr ungeborenes Kind. Doppelt so viel essen wie zuvor müssen Sie deshalb nicht. Erst ab dem vierten Monat brauchen Sie ca. 10% mehr Energie – das entspricht etwa einem Käsebrot und einem Apfel zusätzlich.

Zunehmen werden Sie trotzdem, im Durchschnitt 10 bis 12 Kilo. Verstehen Sie diesen Wert als grobe Orientierung und erlauben Sie sich Ihren eigenen Weg. Sehr schlanke Frauen können diese Angabe ruhig überschreiten, während sich übergewichtige Frauen eher daran halten sollten. Manche Frauen nehmen in den ersten 12 Schwangerschaftswochen sogar ab – auch das ist völlig normal.

Ernährungstipps

Nach Herzenslust genießen

  • Frisches Obst und Gemüse
  • Gut verträgliche Vollkornprodukte (z.B. Hirse, Couscous, Reis)
  • Milch und gesäuerte Milchprodukte
  • Gekochter/gebratener Fisch
  • Wasser und Kräuter- oder Früchtetee

Stark einschränken oder meiden

  • Stark fetthaltige Lebensmittel
  • Stark gesalzene Speisen
  • Zuckerhaltige Lebensmittel und Getränke
  • Kaffee, schwarzen/grünen Tee, Cola- und Mate-Getränke
  • Softdrinks, Fastfood, Fertiggerichte und haltbar gemachte Lebensmittel wegen der darin enthaltenen Phosphate

Für eine Zeitlang ganz weglassen,
da in der Schwangerschaft Infektionen mit Krankheitserregern wie Listerien, Toxoplasmose oder Salmonellen schwerwiegende Folgen haben können.

  • Rohe Milch und Rohmilchprodukte (manche Käsesorten)
  • Rohes und nicht ausreichend gegartes Fleisch, unter diese Kategorie fallen auch Zubereitungen wie roher Schinken oder Mettwurst und roher Fisch (Räucherlachs, Sushi)
  • Rohe Eier
  • Außerdem: Alkohol und Nikotin

Wichtig ist jetzt vor allem, was Sie essen. Wir empfehlen Zutaten aus biologischem Anbau. Köstliche und bekömmliche Rezepte finden Sie im Ratgeber Gesunde Ernährung.

Auch die Bedürfnisse einer Schwangeren verändern sich

Vielleicht möchten Sie in den ersten Schwangerschaftswochen so wenig wie möglich an Ihrem gewohnten Leben ändern. Arbeit, Sport, Sexualität – alles darf sein. Spüren Sie trotzdem hin und wieder nach, ob sich Ihre Bedürfnisse verschieben.

Brauchen Sie vielleicht mehr Zeit ganz für sich? Oder mehr Austausch mit Ihrem Partner? Raum für Spiritualität? Oder handfeste Informationen, um sich auf die Geburt und das Leben mit einem Kind vorzubereiten? Je offener Sie gegenüber Veränderungen sind, desto leichter werden sie Ihnen fallen.

Glückwunsch, Sie werden Vater

Ist das wirklich der passende Zeitpunkt? Kann ich mit zum Ultraschall? Wann sagen wir es endlich unseren Verwandten und Freunden? Soll ich Elternzeit nehmen? Was, wenn ich bei der Geburt nicht dabei sein will? Werde ich ein guter Vater sein? Auch das Vaterwerden wirft viele Fragen auf.

Aber an welchem Ort sind sie richtig? Im Kreise erfahrener Hebammen, Frauenärzte und -ärztinnen oder Stillberaterinnen bewegt sich die werdende Mutter meist selbstverständlicher als der werdende Vater. Deshalb gilt für Sie als Mann: eigene Freunde und andere Väter ansprechen (auch der eigene gehört dazu), beherzt das Terrain der weiblichen Profis betreten und natürlich mit der Partnerin offen über Erwartungen, Sorgen und Träume sprechen.

Die Schwangerschaft ist eine Zeit, in der Sie sich und Ihre Partnerin noch ein bisschen besser kennenlernen können. PS: noch ein Tipp: Nehmen Sie mögliche Stimmungsschwankungen Ihrer Partnerin nicht persönlich. Sie sind Teil der Schwangerschaft.

Lasst andere teilhaben

Zu den nächsten Entwicklungsphasen:

Die Hebamme an Ihrer Seite: vor, während und nach der Geburt

Hebammen sind ausgewiesene Expertinnen, wenn ein kleiner Mensch zur Welt kommt. Sie begleiten eine werdende Familie durch die Monate der Schwangerschaft, während der Geburt und in den Wochen danach. Es ist eine Arbeit, die medizinische Aspekte umfasst, aber weit darüber hinausgeht.

Zweites Trimester: Zeit der Gelassenheit

Die erste Aufregung, mögliche seelische und körperliche Anpassungsschwierigkeiten liegen hinter Ihnen – und die Geburt in noch ziemlich weiter Ferne. Im zweiten Drittel Ihrer Schwangerschaft fühlen Sie sich wahrscheinlich im Einklang mit sich, Ihrem Partner und Ihrem spürbar wachsenden Kind.

Drittes Trimester: Zeit des Wartens

In der Zeit vom siebten Schwangerschaftsmonat bis zur Entbindung, dem so genannten dritten Trimester oder Trimenon, bereitet sich Ihr Körper auf die immer näher rückende Geburt vor. Und auch Ihr Kind macht sich bereit.

Stillen: bewährte Tipps für Mama & Kind

Das Stillen beginnt schon kurz nach der Geburt, wenn Ihr Baby instinktiv nach der Brust sucht. Nehmen Sie sich vor allem in den ersten Wochen Zeit und Ruhe beim Stillen. Und entdecken Sie die wohltuende Stille, die im Stillen anklingt. Vielleicht müssen Sie Ihrem Partner oder älteren Kindern erklären, wie wichtig das jetzt für Sie ist. Nur so können Ihr Baby und Sie sich aufeinander einspielen und einen Rhythmus finden, der Ihnen beiden guttut. Stillzeiten sind wertvoll – auch wenn Sie nicht stillen, sondern Ihrem Kind die Flasche geben. Es sind Minuten der ungeteilten Zweisamkeit mit Ihrem Baby.

Wochenbett: so können Sie es genießen

Eine neue Zeit bricht an. Da ist plötzlich dieser kleiner Mensch: sichtbar, hörbar, greifbar, wunderbar. Das erste Zusammensein der Familie in den Stunden nach der Geburt schafft ein Gefühl der Zusammengehörigkeit, der Liebe und der Verantwortlichkeit für das neue Erdenwesen. Ein Gefühl, das die Eltern nie mehr verlässt. Überhaupt stehen die ersten sechs bis acht Wochen, das so genannte Wochenbett, unter einem besonderen Stern. Versuchen Sie, diese kostbare Zeit zu genießen. Sie kommt nicht wieder

Säuglingszeit: Babypflege und Begegnung

Wie viele Baby-Ratgeber haben Sie schon gelesen? Wir möchten uns auf wenige Tipps beschränken, denn wirklich wichtig ist nicht viel: Die gegenseitige Kontaktaufnahme ist das zentrale Thema der ersten Monate.

Unsere Ratgeber gibt es auch auf Recycling-Papier oder zum Download!

Sie finden darin:

  • die entscheidenden Entwicklungsphasen Ihres Kindes
  • typische Kinderbeschwerden und Tipps für die Behandlung zu Hause
  • Empfehlungen für natürliche Arzneimittel, die die Hausapotheke bereichern
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