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Säuglingszeit: Babypflege und Begegnung

Wie viele Baby-Ratgeber haben Sie schon gelesen? Wir möchten uns auf wenige Tipps beschränken, denn wirklich wichtig ist nicht viel: Die gegenseitige Kontaktaufnahme ist das zentrale Thema der ersten Monate. Sie gelingt umso leichter, je mehr Wärme ins Spiel kommt: Wärme, die das Kind schützend umhüllt, und menschliche Wärme, die sich in Begegnungen ausdrückt. Ihr Baby macht es Ihnen leicht:  Schon nach wenigen Wochen lacht es bewusst, reagiert auf ein bekanntes Lied, strampelt vor Begeisterung, folgt Ihnen mit den Augen.

Jedes Familienmitglied wird dem Baby auf eigene Art begegnen. Das ist gut so, denn der Kontakt soll ja nicht vom Kopf, sondern von Herzen kommen. Der Vater wird das Baby anders wickeln als die Mutter, die Oma es anders anziehen, jedes Geschwisterkind anders mit ihm spielen. Die unterschiedlichen Begegnungen erlauben es dem Baby, sich nicht nur als Einheit mit der stillenden Mutter zu erleben, sondern sich für weitere Beziehungen zu öffnen.

Tipps zum Stillen finden Sie im Ratgeber Wochenbett & Stillen.

Babypflege ist immer auch Begegnung

Die Babypflege kann über das Reinigen hinausgehen. Jeder Windelwechsel bietet sich für eine kleine Verwöhneinheit an. Weil Ihr Baby sich und den Rest der Welt vor allem über Berührungen wahrnimmt, genießt es sein kleiner Körper, gehalten, umsorgt und gestreichelt zu werden. Wenn Sie sich dafür Zeit nehmen, wenn Sie mit Ihrem Kind sprechen, ihm etwas vorsingen oder Ihre Berührungen mit einem kleinen Spiel begleiten, wird die tägliche Babypflege zur Sinnespflege.

Liebe und ein hochwertiges Pflanzenöl sind übrigens die wichtigsten Produkte für die Babypflege. Mit dem Öl können Sie den kleinen Körper täglich sanft einreiben und seinen Wärmeorganismus ansprechen. Im Gegensatz zu einer kühlenden Lotion bringt jedes Öl Wärme mit, denn es ist der Energiespeicher einer Pflanze. Ein Öl empfiehlt sich auch, wenn Sie Ihr Kind in den Hautfalten reinigen oder baden möchten. Allerdings ist in den ersten Wochen ein Bad eigentlich nicht nötig. Die Haut Ihres Babys ist mit einem natürlichen Schutz bestens ausgestattet.

Was können Väter besser als Mütter?

Dazu hat forsa im Jahr 2013 gut 1.000 deutsche Väter zwischen 20 und 55 Jahren repräsentativ befragt. Nach Meinung der Väter sind sie vor allem in zwei Punkten der bessere Elternteil: beim Toben und beim Durchsetzen von Verboten. Gleich gut sehen sich Väter im Vergleich zu Müttern, wenn es ums Vorlesen, Zubettbringen oder Schmusen geht. Leben Sie also als Vater Ihre Stärken selbstbewusst aus. Und holen Sie doch gleich noch beim Kaufen von Kinderkleidung, Basteln und in puncto Geduld ein klein wenig auf.

Übrigens: Auf die Frage, was einen guten Vater ausmache, sagen über 80% der von forsa befragten Väter: Ein guter Vater verbringt so viel Zeit wie möglich mit seinen Kindern.

Wärme in der Babypflege

Für Ihr Baby gilt: Geborgenheit ist Wärme und Wärme ist Geborgenheit. Die Temperatur am Wickeltisch wie auch die Kleidung, die Sie Ihrem Baby anziehen, tragen unmittelbar zum Wohlbefinden bei.

Mit natürlichen Stoffen und Geweben unterstützen Sie die körpereigene Wärmeorganisation Ihres Kindes. Schurwolle, Leinen, Baumwolle, Seide oder auch eine Mischung aus Wolle und Seide umhüllen den kleinen Körper und lassen ihn gleichzeitig atmen. Schafwolle zum Beispiel kann bis zu 30% ihres Eigengewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich feucht anzufühlen. „Synthetische Materialien dagegen ‚hüllen‘ weniger ein und stauen oft die Wärme“, weiß Rolf Heine aus seiner Arbeit als Pflegedienstleiter an der Filderklinik bei Stuttgart.

Wie warm ist Ihrem Baby wirklich?

Eltern, die leicht frieren, packen auch ihr Baby gerne warm ein. Und umgekehrt. Dabei muss Ihr Temperaturempfinden nicht mit dem Ihres Babys übereinstimmen.

Woran erkennen Sie, dass Ihrem Baby warm genug ist?
› An warmen Händchen und Füßchen

Woran erkennen Sie, dass Ihrem Baby zu warm ist?

› Wenn sich sein Nacken warm und leicht feucht anfühlt

Ein Lob dem Mützchen 

„Säuglinge können durch ihren verhältnismäßig großen Kopf und die noch offene Fontanelle schnell Wärme verlieren. Ein leichtes Mützchen aus Wolle oder Seide hilft Ihrem Kind bei der Wärmeorganisation. Dieses Mützchen ist nicht nur draußen hilfreich, sondern darf Ihren Säugling das gesamte erste Lebensjahr hindurch auch zu Hause kleiden.“ Clarissa Merzenich, Hebamme

Wärme

Wärme hat bei uns Menschen sowohl einen körperlichen als auch einen seelischen Aspekt. Sie lässt sich mit dem Thermometer messen, aber sie drückt sich auch darin aus, dass uns „warm ums Herz“ wird. Wie kann das sein?

Wärme ist ein wichtiges Element, um sich ganz zu spüren. Dabei entwickelt jeder Mensch seinen individuellen Wärmeorganismus – ein rhythmisch geordnetes System, in dem Wärme entsteht, Wärme innerhalb des Körpers strömt und über die Haut nach außen abgegeben wird. Wenn es sich in Balance befindet, geht es uns gut.

Bei einem Säugling hat sich diese Wärmeregulierung noch nicht voll ausgebildet. Umso wichtiger ist es, ihn mit Wärme zu umsorgen.

Lasst andere teilhaben

Zu den nächsten Entwicklungsphasen

Eltern sein: den eigenen Rhythmus finden

Mit einem Kind werden auch seine Eltern geboren. Und das nicht nur beim ersten Mal. Jedes neue Familienmitglied fordert seinen Platz und verändert das Gleichgewicht in der Familie. Sie können sich eine Familie wie ein Orchester vorstellen, in dem jedes Instrument gehört werden möchte und etwas zur Gesamtkomposition beiträgt.

Kleinkindzeit: von Krabbeln bis Zahnwechsel

In der Phase zwischen Säuglingszeit und Zahnwechsel entdecken Kinder die Welt: erst an der Hand und zunehmend auf eigenen Füßen, mit eigenen Worten. Sie müssen sich alles ganz genau anschauen, denn sie lernen, indem sie nachahmen. Dieses Nachahmen und die Eindrücke der Sinneswahrnehmung wirken tief in den kindlichen Organismus hinein.

Schulzeit: vom Zahnwechsel bis zur Pubertät

Der Zahnwechsel markiert eine deutliche Veränderung Ihres Kindes. Zum einen wandelt sich sein Körper: Die Gliedmaßen strecken sich, der rundliche Körper des Kleinkinds bekommt nun eine Taille, sichtbare Muskeln und Gelenke, Ecken und Kanten. Parallel dazu ist Ihr Kind bereit, Neues zu entdecken. Indem sich das enge Band zur Familie etwas lockert, wird der Radius des Kindes größer. Die Schulzeit kann kommen.

Pubertät: Probleme und Problemlöser

Für den Übergang von der Kindheit ins Erwachsensein braucht es die Pubertät. In dieser Zeit, die etwa drei Jahre dauern und bei Jungen erst nach der Volljährigkeit enden kann, erleben Kinder nicht nur starke körperliche Veränderungen, sondern auch seelische Umbrüche. Sie entdecken ihre Sexualität und erkennen sich selbst kaum wieder, testen Grenzen aus und grenzen sich ab.

Ihr Kind ist krank: Ein ganzheitlicher Blick

Gesundheit ist kein statischer Zustand, sondern ein lebenslanger Lernprozess, an dem Körper, Seele und Geist beteiligt sind. Mit einem derart ganzheitlichen Blick bekommen Krankheiten einen Sinn und Sie als Eltern eine besondere Rolle für Ihr krankes Kind: Ihre Beobachtung und Zuwendung sind ein ebenso wichtiger Teil der Behandlung wie Arzneimittel und therapeutische Anwendungen.

Haus- und Notfallapotheke für Kinder: immer gut gerüstet für den Notfall

Wie gut ist es, manche Arzneimittel immer im Haus oder unterwegs schnell zur Hand zu haben. Zum Beispiel wenn Ihr Kind nachts Ohrenschmerzen bekommt, sich auf einem Ausflug verletzt oder im Urlaub zu viel Sonne gesehen hat.

Unsere Ratgeber gibt es auch auf Recycling-Papier oder zum Download!

Sie finden darin:

  • die entscheidenden Entwicklungsphasen Ihres Kindes
  • typische Kinderbeschwerden und Tipps für die Behandlung zu Hause
  • Empfehlungen für natürliche Arzneimittel, die die Hausapotheke bereichern
  • genaue Anleitungen für alle vorgeschlagenen Anwendungen
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