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Wundersame Bauchwelt

Heute tauchen wir mal ganz tief ein. In unseren Bauch. Wir schauen uns an, wie Magen und Darm funktionieren. Was sie freut und was sie ärgert. Und wie wir uns mit unserem Verdauungssystem gut stellen können. Denn wenn sich der Bauch wohlfühlt, tun wir es meist auch.

Wundersame Bauchwelt

Es gibt kaum einen intimeren Akt als die tägliche Ernährung. Was wir in uns aufnehmen, was wir uns im wahrsten Sinn des Wortes „einverleiben“, wird ein wesentlicher Teil von uns. Nahrung soll nähren, aufbauen und uns mit allem Lebensnotwendigen versorgen. Ist es nicht erstaunlich, dass etwas so Elementares mitunter zur Nebensache gerät? Andererseits fordert die moderne Welt, dass wir uns bestmöglich anpassen. Und so „erledigen“ wir unsere Mahlzeiten rasch zwischendurch. Im Gehen, im Stehen oder am Schreibtisch. Nicht selten behalten wir dabei den Bildschirm im Blick. Manchmal gerät unser Verdauungssystem dadurch ins Ungleichgewicht. Auch belastende familiäre Umstände, eine Reise, ungewohntes Essen oder Stress im Job können Magen und Darm belasten.

Unsere Lippen hängen am Po

„Auch wenn Sie es nicht gerne hören: Ihre Lippen hängen am Popo“, konstatiert die Gesundheitsautorin Marion Grillparzer augenzwinkernd. „Kurz nach der Zeugung bildet sich in der befruchteten Keimzelle unter anderem das Entoderm, das innere Keimblatt. Aus diesem winzigen Zellverband formt sich nach und nach ein Rohr, das den ganzen Körper durchzieht.“[1] Im Klartext bedeutet das, dass sich die Wände unseres Verdauungssystems vom Mund bis zum After aus denselben Gewebeschichten zusammensetzen. Im Grunde ist das so poetisch wie richtungsweisend: Oben und unten hängen zusammen. Es ist also nicht egal, was wir uns in den Mund stecken. Ob wir gut kauen oder nicht. Wie es unserem Magen dabei geht und ob der Darm mit der Arbeit hinterherkommt. Wir dürfen den Prozess von Nahrungsaufnahme und Verdauung als Ganzes betrachten. So wie die anthroposophische Medizin den Menschen als Einheit von Leib, Seele und Geist wahrnimmt.

[1] Marion Grillparzer. Körperwissen. München: Gräfe und Unzer 2007; S. 276.

Der Magen ist „dauersauer“

Schauen wir uns doch einmal an, was eigentlich im Körper geschieht, wenn wir zum Beispiel ein Käsebrötchen essen. Die Verdauungsarbeit startet im Mund. Während die Zähne Brötchen und Käse zermalmen, vermischt sich der Nahrungsbrei mit Speichel. Die darin enthaltenen Enzyme zerlegen die Kohlenhydrate des Brötchens in ihre Bestandteile. Je länger und gründlicher wir kauen, desto leichter hat es übrigens der Magen. Sobald der Brötchen-Käse-Brei bei ihm ankommt, tränkt der Magen ihn mit seinen Säften. Der Magen ist ein Muskelsack und übrigens „dauersauer“. Magensaft setzt sich aus Wasser, aggressiver Säure, Schleim und Enzymen zusammen. Klingt etwas kämpferisch, ist aber sinnvoll: Sollten sich auf dem Käse unerwünschte Bakterien befinden, tötet die Magensäure sie kurzerhand ab. Sich selbst schützt der Magen mit einer dünnen Schleimhautschicht vor der Säure. „Manchmal wünschte ich mir, wir hätten – wie Rinder oder Schafe – noch drei Mägen, in denen man Pasta & Co. zwischenlagern könnte“, scherzt Ernährungsexpertin Marion Grillparzer. „Aber solche Vormägen haben wir nicht, deswegen müssen, sollen, dürfen wir uns Zeit beim Essen lassen.“[2]

[2] Marion Grillparzer. Körperwissen. München: Gräfe und Unzer 2007; S. 277.

Obst rutscht flott, Fleisch ist langsamer

Nahrungsmittel behält der Magen, abhängig von ihrer Zusammensetzung, unterschiedlich lange bei sich. Wasserhaltiges wie Obst und Gemüse rutscht verhältnismäßig schnell durch, meist innerhalb von ein bis zwei Stunden. Bei Fleisch und Fettigem muss die Säure bis zu zehn Stunden ackern. Unser Käsebrötchen liegt in dieser Hinsicht im Mittelfeld. Durch rhythmische An- und Entspannung des Magens (Peristaltik) gelangt es weiter in Richtung Magenausgang und schließlich in den Zwölffingerdarm. Auch dieser Abschnitt besitzt seinen ganz speziellen Enzym-Cocktail. Mit Sekreten aus den Verdauungsdrüsen neutralisiert der Zwölffingerdarm zudem den bislang sauren Speisebrei.

Vorhang auf für die Hauptsache

Und weiter geht die Reise: Inzwischen ist das Brötchen im Dünndarm angekommen. Er ist ein fleißiger Arbeiter – sein Part gilt nicht umsonst als der Hauptteil der Verdauung. Hilfe bekommt der Dünndarm von der Bauchspeicheldrüse, die ihm enzymreiche Verdauungssäfte zur Verfügung stellt. Und dann geschieht eine fast schon magische Verwandlung: Der Dünndarm schickt die lebensnotwendigen Nährstoffe aus Käse und Brötchen über die Schleimhaut ins Blut. Von dort aus reisen sie weiter zur Leber, die darüber entscheidet, was sie mit den Nährstoffen, je nach Bedarf, zu tun gedenkt – weiterverarbeiten, speichern oder im Körper verteilen?

Das dicke Ende kommt zum Schluss

Was nun noch von der Brötchen-Mahlzeit übrig ist, sind unverdauliche Reste wie Ballaststoffe. Als eingedickten Brei entlässt der Dünndarm sie nach einigen Stunden durch Darmbewegungen in den Dickdarm. Der bis zu anderthalb Meter lange Kollege windet sich um den gesamten Dünndarm herum. Seine Aufgabe ist es, aus dem Speisebrei die restliche Flüssigkeit und – ganz wichtig – Mineralien zu extrahieren. Unzählige Mikroorganismen wie Darmbakterien besiedeln die Wände des Dickdarms. Sie erweisen sich als treue Helfer der Verdauung. Oder als Störenfriede, wenn sie sich im Ungleichgewicht befinden, weil etwa zu viele von ihnen einer notwendigen Antibiotika-Gabe zum Opfer gefallen sind. Unter Zugabe von Schleim aus der Darmwand verwandeln sich die verbliebenen Nahrungsreste in eine gleitfähige Masse. Jetzt können sie den letzten Abschnitt ihrer Reise durch den Körper antreten. „Der Mastdarm ist die Mülldeponie“, erklärt Marion Grillparzer. „Dort lagert alles, was unser Körper nicht verwerten kann, bis die Kapazitätsgrenze erreicht ist. Eine Meldung geht dann ans Gehirn, das uns nun geschwind aufs stille Örtchen schickt.“[3] 
[3] Marion Grillparzer. Körperwissen. München: Gräfe und Unzer 2007; S. 281.

Bitterstoffe unterstützen bei Beschwerden

Verdauungsarbeit ist kein Sonntagsspaziergang ist? Vor allem, wenn mal nicht alles „rund“ läuft, fühlen wir uns schnell unwohl. Wer Magen und Darm bei Beschwerden unter die Arme greifen möchte, kann dies mit Bitterstoffen tun. WALA Gentiana Magen Globuli velati* harmonisieren auf natürliche Weise. Die fein abgestimmte Bitterstoff-Komposition aus der Wurzel des Gelben Enzians, Wermut und Löwenzahn fördert Verdauungstätigkeit und Stoffwechsel, stärkt die Leberfunktion und wirkt entspannend auf die Organe. Gelber Enzian enthält übrigens einen der bittersten in der Natur vorkommenden Stoffe. Das schmeckt man auch bei der Einnahme der Globuli velati: Sie entfalten einen leicht bitteren Geschmack auf der Zunge. Die ebenfalls enthaltene Brechnuss (Nux vomica) hat sich besonders bei Übelkeit und stressbedingten Verdauungsbeschwerden bewährt. Mit ihrer Zusammensetzung lindern WALA Gentiana Magen Globuli velati* gleich mehrere Beschwerden wie Übelkeit, Blähungen, Magendruck und Völlegefühl.

*Pflichtangaben

Unser Bauch in Zahlen

  • Der menschliche Magen kann bis zu 1,5 Liter Nahrung zwischenlagern. Seine dehnbaren Muskelwände machen es möglich.
  • Der Zwölffingerdarm ist ungefähr 25 Zentimeter lang, was etwa der Breite von zwölf aneinandergelegten Fingern entspricht. Daher der ungewöhnlich klingende Name.
  • Unser Darm ist so lang wie eine ausgewachsene Riesenschlange: etwa 8 Meter.
  • Durch die Darmfalten besitzt er die enorme Oberfläche von 500 Quadratmetern. Das ist nur wenig kleiner als ein Tennisplatz.
  • Der Darm ist ein wichtiger Teil unseres Immunsystems.
  • Die Gesamtheit der Mikroorganismen im Dickdarm wird als „Darmflora“ bezeichnet. Sie ist für den Körper von großer Bedeutung.

*Pflichtangaben

Gentiana Magen Globuli velati

Globuli velati
Anwendungsgebiete gemäß der anthroposophischen Menschen- und Naturerkenntnis. Dazu gehören: Harmonisierung von Motilität und Sekretion bei Verdauungsstörungen im Magen-Darm-Trakt, z.B. Verdauungsschwäche, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen. Warnhinweis: Enthält Sucrose (Saccharose/Zucker). WALA Heilmittel GmbH, 73085 Bad Boll/Eckwälden, DEUTSCHLAND.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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