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Mit gutem Gewissen verreisen

Mit gutem Gewissen verreisen

„Grüner Urlaub“, „Sanfter Tourismus“ und „Nachhaltige Reise“ – hinter diesen Ausdrücken steht der Wunsch, das eigene Verhalten während der Ferienzeit kritisch zu hinterfragen: Welche Auswirkungen hat mein Urlaub auf die Umwelt, die Wirtschaft, die Kultur und letztlich auch auf die Menschen in meinem Reiseland?

In vielen Ländern Südostasiens macht der Tourismus bis zu 20 Prozent der Wirtschaftsleistung aus. Doch wie können Reisende sicherstellen, dass das Geld auch wirklich dort hängenbleibt, wo es gebraucht wird? Wie lässt sich die Umweltbelastung reduzieren oder zumindest in Grenzen halten? Gerade All-inclusive-Reisen gehen oft an der lokalen Umwelt und Bevölkerung vorbei; werden doch die Einheimischen in der Regel von den Gewinnen aus dieser Art Tourismus ausgeschlossen. Wer also nachhaltig reisen möchte, sollte sich bereits bei der Planung Gedanken über das Wie und Wohin machen. Orientierung bieten Gütesiegel wie TourCert, Green Globe, Viabono oder Biosphere Responsible Tourism. Indem sich Reiseanbieter von Organisationen wie diesen zertifizieren lassen, verpflichten sie sich, bestimmte Kriterien einzuhalten – etwa Respekt vor den Menschen des Gastlandes und ihrer Kultur, den Einsatz einheimischer Fremdenführer, die Buchung lokal geführter Unterkünfte, gemeinnütziges Engagement sowie die Förderung von Umweltschutzprojekten und sozialen Initiativen.

Spritsparend in den Urlaub fahren

Bei Fernreisen ist ein Flug ohne Frage das schnellste und komfortabelste Reisemittel. Besser für das Klima ist jedoch die Nutzung von Fahrrad, Bus oder Zug. Wer lieber mit dem Auto unterwegs ist, findet im Web hilfreiche Tipps, die sich mit der Frage beschäftigen, wie man umweltfreundlich(er) von A nach B kommt. Das Online-Magazin ecowoman schlägt zum Beispiel Folgendes vor.

  1. Mit Inspektion läuftʼs leichter – eine frische Wartung hält den Durst des Fahrzeugs in Grenzen.
  2. Gepäck ins Auto, nicht auf das Dach – denn mehr Luftwiderstand erhöht den Verbrauch.
  3. Reifendruck checken – der richtige Druck lässt das Auto nachhaltiger rollen.
  4. Vorausschauend fahren – wer viel bremst, verbraucht mehr Sprit.
  5. Langsam ist das neue Schnell – 130 statt 160 auf dem Tacho spart bis zu 20 Liter auf der Langstrecke.

So stärken Sie die Wirtschaft am Feriendomizil

Ob nun Zelt oder Hotel, Mecklenburg oder Malediven – nachhaltiger Tourismus geht immer einher mit Naturschutz und einer Stärkung der lokalen Wirtschaft. Christina Burkhardt schreibt dazu in ihrem Blog reisemeisterei: „Während unserer letzten Urlaubsreise nach Südtirol stolperten wir über den dortigen Zusammenschluss der ,0-Kilometer-Produkte‘. Von Familienunternehmen vor Ort werden Produkte hergestellt und direkt in lokalen Läden an die Kundschaft verkauft. So finden die Produktion, die Verpackung und der Vertrieb in allernächster Nähe zueinander statt. Wer die Augen offenhält, findet an fast allen Urlaubsorten derartige Strukturen und Läden.“

Die Devise heißt also: weniger fliegen, lieber in Unterkünften von Einheimischen als in großen Hotelketten unterkommen sowie Produkte und Dienstleistungen vor Ort nutzen. Damit wir die Urlaubszeit mit gutem Gewissen und unbeschwert genießen können.