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Anthroprosophische Medizin, WALA Heilmittel GmbH
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Die konzentrierte Kraft der Sonne

„Öle sind ein faszinierender Stoff.“

Fette Öle haben zu Unrecht ein negatives Image, meint die Pharmazeutin Annette Greco, die die Produktentwicklung bei WALA leitet. Denn sie haben mehr als nur eine hohe Energiedichte, die in Kalorien messbar ist. Sie tragen darüber hinaus eine andere, viel interessantere Form der Energie in sich. Wir haben mit Annette Greco über den Einsatz von pflanzlichen Ölen in den WALA Arzneimitteln gesprochen.

Interview: Antal Adam

Frau Greco, die so genannten „öligen Zubereitungen zur äußeren Anwendung“ sind sehr spezielle Arzneimittel. Verraten Sie uns mehr über sie und ihre Anwendung.

Bei diesen Arzneimitteln werden „Öle zur Einreibung“ und „Öldispersionsbäder“ unterschieden. Da viele Menschen Öle zur Einreibung als zeitaufwändig, zu fettig und unpraktisch empfinden, ist diese Darreichungsform fast gänzlich vom Markt verschwunden. Denn ihre Anwendung erfordert eine bewusste Entscheidung und Überwindung: Man muss sich Zeit nehmen, sie erfordert Aufmerksamkeit und Hinwendung. Dabei kann jedoch etwas entstehen, was wir in der heutigen Zeit nötig haben: Ruhe, Konzentration, eine kleine Auszeit vom Alltag. Deshalb haben wir im WALA Sortiment bewusst ölige Zubereitungen neben Salben und Cremes.

Neben den Wirkstoffen enthalten die medizinischen Öle auch so genannte „Trägeröle“, die die gute Anwendbarkeit gewährleisten, also das Einreiben. Was ist an diesen Trägerölen so besonders?

Öle, die nicht als arzneilich wirksame Bestandteile deklariert sind, werden als Trägeröle bezeichnet. Sie sind jedoch mehr als „Hilfs- oder Füllstoffe“. Die Energie der Öle ist Ausdruck der vollendeten Fähigkeit, Wärme und Licht der Sonne aufnehmen, speichern und in Substanz beständig verwandeln zu können. In den Ölen spiegelt sich die Sonnenqualität ihrer Umgebung wider. Man unterscheidet dabei zwischen Kurztag-Ölen, die weniger Licht, aber viel Wärme ausgesetzt sind (z. B. am Äquator), und Langtag-Ölen, die relativ wenig Wärme, dafür aber viel Licht aufnehmen (z. B. in nordischen Ländern). Bis in die chemische Zusammensetzung des Öls können die Sonnenverhältnisse ihrer Anbauregion rückverfolgt werden. Sie nehmen quasi die Umgebung, in der sie wachsen, in sich auf. Bei der Anwendung kommen die Qualitäten wieder zur Entfaltung. Sie sind sozusagen der Vermittler zwischen den wirksamen Substanzen und dem menschlichen Körper. Bildhaft gesprochen ist das Trägeröl das Orchester, die Wirksubstanz der Solist. Beide müssen dasselbe Motiv spielen, um beim Zuhörer einen harmonischen und bleibenden Eindruck zu erzielen.

Können Sie uns Beispiele für diese Öle nennen, die auch bei WALA zum Einsatz kommen?

Das von WALA verwendete Erdnussöl z. B. ist ein Kurztag-Öl mit besonderen Charakteristika: Nachdem die Blüte bestäubt wurde, gräbt sich die Pflanze in den Boden ein und bildet dort die Früchte. Sie schirmt sich also von der Umgebung ab und bildet in der kühlen Erde das wärmehaltige fette Öl. Dieser Gegensatz macht auch die dem Erdnussöl eigene Qualität aus: sich gegenüber der Umwelt abgrenzen zu können. Daher wird es bei WALA für Zubereitungen verwendet, die die Wärmebildung in abgekühlten Regionen des Körpers anregen sollen.

Das Olivenöl bewegt sich zwischen einem Langtag- und einem Kurztag-Öl, da es in der klimatisch ausgeglichenen Mittelmeerregion gewonnen wird. Die Olive ist dabei eine der wenigen Fälle, bei denen das fette Öl nicht aus dem trockenen Samen, sondern aus dem noch saftigen Fruchtfleisch stammt. Aus diesem Grund wird Olivenöl vor allem dann eingesetzt, wenn auch das wässrige Element eine Rolle spielt, wenn der Wärmehaushalt „in Fluss“ gebracht werden soll, zum Beispiel bei den Öldispersionsbädern.

Das Aconit Schmerzöl ist eines der populärsten medizinischen Öle von WALA und kommt unter anderem bei schmerzhaften Verspannungen zum Einsatz. Welche Qualität bringt das Trägeröl bei diesem Arzneimittel ein?

Beim WALA Aconit Schmerzöl* lautet das Motiv „wieder in die eigene Wärme finden“. Der Eisenhut (Aconitum napellus) wächst in kalten Regionen, sein Gift führt zu einer Lähmung des Nervensystems, also zu einer Erstarrung des Organismus. Rhythmisch verarbeitet - als Ölauszug oder als Urtinktur potenziert - kann er dem Körper zum Vorbild werden, seine nervliche Erstarrung und Erkaltung zu überwinden. Als Trägeröl verwenden wir aus diesem Grund auch das Erdnussöl, das die Wärmebildung des potenzierten Quarz unterstützt. Natürlicher Kampfer treibt dann diese Wärme bis in die Peripherie. Kennzeichnend ist dabei, dass die Wärme nicht passiv zugeführt wird, sondern der Körper durch die Impulse der gesamten Rezeptur die Wärme wieder nachhaltig selbst erzeugen kann. Der bewusste Entschluss zu dieser Anwendung, verstärkt durch das mechanische Einreiben, unterstützt das Motiv, in die eigene Wärme zu kommen, vielschichtig.

*Pflichtangaben

Weitere Informationen:

*Pflichtangaben

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Aconit Schmerzöl

Ölige Einreibung
Anwendungsgebiete gemäß der anthroposophischen Menschen- und Naturerkenntnis. Dazu gehören: Anregung des Wärmeorganismus und Integration von Stoffwechselprozessen bei schmerzhaften entzündlichen Erkrankungen, die vom Nerven-Sinnes-System ausgehen, z.B. Nervenschmerzen (Neuralgien), Nervenentzündungen (Neuritiden), Gürtelrose (Herpes zoster), rheumatische Gelenkerkrankungen. Warnhinweis: Enthält Erdnussöl. WALA Heilmittel GmbH, 73085 Bad Boll/Eckwälden.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.