WALA Arzneimittel

Magazin & Nachrichten

Sie können hier nach einem Stichwort suchen

Kindergesundheit
Das Mittagessen hab ich selbst gepflanzt!

Das Mittagessen hab ich selbst gepflanzt!

Der Garten ist ein großer Lehrmeister. Geduld und Achtsamkeit, Respekt vor Tieren und Pflanzen und nicht zuletzt das Wissen darum, wo unsere Lebensmittel herkommen und wie wertvoll sie sind – all das können große und kleine Gärtner hier lernen. „Gerade Kinder bekommen durch Gartenarbeit einen emotionalen Bezug zur Natur, weil sie sie direkt und mit allen Sinnen erfahren. Das geht weit über Bücherwissen hinaus“, sagt Lisa Langosch, Pädagogin für frühkindliche Bildung und Erziehung und ehemalige Leiterin eines Kita-Gartenprojektes.

Kinder lieben den Garten und die Wunder, die es dort zu entdecken gibt. Und am tollsten ist es, wenn sie das, was sie vor einigen Wochen sorgfältig gesät haben, schließlich pflücken und essen dürfen. Lisa Langosch verrät uns, wie Sie ein leckeres Hauptgericht aus Blättern, Blüten und Knollen selbst anbauen können – natürlich in Bio-Qualität und damit gut für Mensch, Tier und Boden.

Da haben wir den Salat!

Ab Mitte Mai, wenn die Eisheiligen vorbei sind, ist es Zeit, den Salat auszusäen. Da die Samen sehr klein sind, eignet sich die Aussaat eher für größere Kinder. Fleißige Gärtner haben den Salat bereits in Eierpappen vorgezogen und können die Pflänzchen jetzt ins Beet setzen. „Pflücksalat ist prima für Kinder geeignet, da man hier immer nur die äußeren Blätter erntet. Das macht Spaß, und auch die Kleinen kriegen das schon sehr gut hin“, weiß Lisa Langosch. Salat stellt keine hohen Ansprüche an den Boden, nur pralle Sonne verträgt er schlecht. Gute Nachricht für Balkonbesitzer: Auch in Töpfen fühlt sich Pflücksalat wohl. Ungefähr sechs Wochen nach der Aussaat kann Ihr Kind mit der Ernte beginnen.

Kann man Blüten essen?

Ja, das kann man – zumindest wenn es sich um die wunderschönen Blüten der Kapuzinerkresse handelt. Auch diese Pflanze ist sehr kinderfreundlich: Sie gelingt immer, und sie können ihr beim Wachsen fast zuschauen. Da Kapuzinerkresse rankt, fühlt sie sich im Balkonkasten oder auf dem Hochbeet besonders wohl. Ihr Kind bohrt mit dem Finger ein ca. 3 cm tiefes Pflanzloch und legt drei Samen hinein. Wenn es jetzt regelmäßig gießt, zeigen sich schon bald die ersten Pflänzchen, die zu einer stolzen Größe heranwachsen können. Für eine besonders schöne Blütenpracht mischen Sie der Erde etwas Sand bei.

Wer erntet die dicksten Kartoffeln?

Für unsere nächste Zutat brauchen Sie ein bisschen mehr Geduld. Doch das Warten lohnt sich! „Kartoffelernte ist für Kinder fast wie eine Schatzsuche. Wer findet die dicksten Knollen? Und natürlich geht die Ernte mit bloßen Händen am allerbesten“, findet Lisa Langosch.

Lassen Sie Ihr Kind vorgekeimte Kartoffeln in Bio-Qualität in ein ca. 10 cm tiefes Loch im Beet setzen, der Pflanzabstand sollte 30 cm betragen. Dann das Loch wieder mit Erde füllen und – warten. Kleine Balkon-Kartoffelbauern schichten etwas Kies und Erde in einen alten Eimer und graben drei Kartoffeln ein, die Augen schauen nach oben. Kartoffeln freuen sich, wenn sie ab und zu eine Extraportion Nährstoffe bekommen. Dafür müssen Sie keinen teuren Dünger kaufen. Einfach den Kaffeesatz vom Frühstück mit einer kleinen Hacke in den Boden einarbeiten – eine prima Aufgabe für größere Kinder. Wenn das Kraut abgestorben ist, sind die Kartoffeln reif.

Guten Appetit!

Wenn Sie jetzt pflanzen und säen, sind im Spätsommer alle Zutaten für unser Hauptgericht – Pellkartoffeln und Pflücksalat mit Blüten – reif. Ein Kräuterquark mit frischen Kräutern aus dem Garten schmeckt besonders lecker dazu. Zelebrieren Sie Ernte, Zubereitung und Essen ruhig ein bisschen, schließlich ist diese Mahlzeit etwas ganz Besonderes!

Wir wünschen Ihnen und Ihrem Kind viel Freude beim Gärtnern!