
Synonyme für Walderdbeere: Besingkraut, Darmkraut, Erbel, Erbern, Flohbeere, Hafelsbeere, Rote Besinge
Wissenschaftlicher Name: Fragaria vesca L.
Familie: Rosaceae (Rosengewächse)
Kleine Geschmackswunder sind diese Rosengewächse. Wer Walderdbeeren kosten möchte, kann leicht eine Pflanze auf dem Balkon oder im Garten hegen oder sucht nach ihr im lichten Wald an eher sonnigen Wegböschungen. Die mehrjährige Staude wächst rosettenförmig bis zu 20 Zentimeter hoch und bildet zahlreiche Ausläufer, die an den Wachstumsknoten neue Pflänzchen bilden. Blätter, Blüten und Früchte sehen eindeutig nach den Erdbeeren aus, die wir aus der Obstabteilung kennen, sind allerdings sehr viel kleiner. Die Erdbeeren werden gut einen Zentimeter groß – sind aber geschmacklich umso intensiver. Was wir uns als Erdbeere schmecken lassen, ist übrigens eine so genannte Scheinfrucht. Aus den bestäubten Blüten, die ab Mai oder Juni und bei sonnigem Standort bis zu den ersten Frösten blühen, entwickelt sich das Fleisch aus dem Blütenboden. Auf dieser Scheinfrucht sitzen die eigentlichen Früchte: die kleinen Nüsschen. Deshalb bezeichnen die Botaniker diese Gebilde auch als Sammelnussfrucht. Im Gegensatz zu den goldenen Nüsschen der Gartenerdbeere sind die der Walderdbeere rot gefärbt. Die rote Farbe zieht allerlei Tiere an, denen die Früchte ebenso gut munden wie uns. Rotfuchs, Dachs, Eichhörnchen, Igel, Rötelmaus und Siebenschläfer sowie allerlei Vögel, Schnecken und Insekten scheiden die unverdaubaren Nüsschen nach dem Verzehr wieder aus und tragen dadurch zur Verbreitung der Walderdbeere bei.