
Synonyme für Rotklee: Futterklee, Honigklee, Mattenklee, Wiesenklee
Wissenschaftlicher Name: Trifolium pratense L.
Familie: Fabaceae (Schmetterlingsgewächse)
Bald aus jeder Wiese lugen von Mai bis September die kugeligen rotweißen Igelköpfchen des Rotklees. Die bis zu 50 Zentimeter langen, oft rot überlaufenen Kleestängel wachsen teppichartig aus einem kurzen Wurzelstock. Die dreiblättrigen, länglichen Kleeblätter tragen in der Mitte einen charakteristischen helleren Fleck, Stängel wie Blätter sind weißlich behaart. Im Blütenkopf sind zahlreiche längliche Einzelblütchen vereint, die nur von langrüsseligen Hummeln besucht und bestäubt werden. Sie lieben die Rotkleeblüten, da sie reich an Nektar sind, eine ergiebige Honigweide.
Wie alle Schmetterlingsblütler geht der Rotklee in den Wurzeln eine Symbiose mit den so genannten Knöllchenbakterien (Rhizobiaceae) ein, um die Stickstoffversorgung zu optimieren. Stickstoff ist essentiell wichtig für den Aufbau von Proteinen und dem Erbmaterial DNA. Er muss allerdings in einer gebundenen Form, zum Beispiel als Nitrat oder Harnsäure vorliegen, sonst können die meisten Lebewesen ihn nicht aufnehmen. In dieser gebundenen Form ist er allerdings oft nur begrenzt verfügbar. Knöllchenbakterien sind innerhalb der Symbiose in der Lage, den für die meisten Lebewesen nicht verwertbaren elementaren Stickstoff zu binden und für sich sowie den Rotklee verfügbar zu machen. So wäscht eine Hand die andere - eine echte Symbiose.