
Quitten für die Hochzeitsleut', schafft Lieb' und Lust und Kinderfreud'!"
Schon in der Antike galt die Quitte als Symbol des Glücks, der Liebe und der Fruchtbarkeit.
So verfügte das Athener Gesetz, die junge Braut habe auf der Schwelle des Brautgemachs eine Quitte zu verzehren, was mit der Hoffnung verbunden war, die Frau möge ihrem Gemahl so viele Kinder schenken, wie die Quitte Samenkörner enthält. Wünschen wir der Braut, dass die Quitte gekocht war!
Doch auch gegen Trunkenheit sollte die Frucht helfen: "Quitten, beim Trinken gegessen, hindern den 'Dampf des Weines' daran, in den Kopf zu steigen" (Simon Seth, Arzt im 11. Jahrhundert n. Chr.).
Der Name Quitte leitet sich übrigens aus der griechischen Bezeichnung "Kydomalon" ab. Kydonia ist eine kretische Stadt, und "Malum" bedeutet Apfel. Kydomalon ist also der Apfel aus Kydonia. Aus "Kydomalon" wurde der Artname "Cydonium", daraus dann die deutsche Bezeichnung "Quitte" (ky = qui).