
Synonyme für Mittagsblume: Eisblume, Eiskraut, Kristall-Mittagsblume, Sodapflanze, Zaserblume
Wissenschaftlicher Name: Mesembryanthemum crystallinum L.
Familie: Aizoaceae (Eiskrautgewächse)
Die Sonne brennt heiß auf die Erde Südafrikas. Wer hier nicht verdursten will, muss sich gute Tricks einfallen lassen. Die Mittagsblume ist solch eine Spezialistin in Sachen Flüssigkeitsversorgung und wächst auf sandig-lehmigen und sogar salzigen Böden vital bis zu 0,7 m2 große Flächen in der prallen Sonne zu. Ihr Geheimnis liegt in den grünen, teilweise intensiv roten Blättern: Sie sind dick, saftig und übersät mit glänzenden Flüssigkeitsreservoirs, die in der Sonne funkeln wie Tautropfen oder Eiskristalle. Wie aber kann sie bei großer Trockenheit so viel Wasser in sich sammeln? Das wollen wir weiter unten verraten.
Die ein- bis mehrjährige, frostempfindliche Mittagsblume ist von Juli bis September mit zahlreichen weißen bis rötlichen Blüten mit strahlenförmigen Blütenblättern übersät. Dieser Üppigkeit steht eine nur wenige Zentimeter lange Wurzel entgegen, die den Eindruck hinterlässt, die Pflanze eher nur im Boden zu verankern, als sie mit Wasser zu versorgen. Die Fruchtkapseln springen bei feuchtem Wetter auf und entlassen die grau-braunen Samen, die zum Reifen die Hitze ihrer Heimat brauchen.