WALA Pflanzenarchiv
Mistel

Die Pflanze bei WALA

Pflanzen entwickeln sich in Polaritäten wie Licht und Dunkel, Leichte und Schwere, Bewegung und Ruhe. Der grüne, nach oben strebende Spross zeigt seine Beziehung zu Licht, Leichte und Bewegung. Die Wurzel dagegen wendet sich dem Dunklen, Schweren, der Ruhe zu. Der Mistel scheinen diese Polaritäten zu fehlen, da sie weder einen nach oben strebenden Sproß noch eine ins Erdreich wachsende Wurzel besitzt. Kugelig, in Blatt und Krone wenig differenziert, ständig grün und wenig verholzt, geradezu embryonal scheint ihr Wachstum gehemmt, in sich zu verharren. Vielleicht deshalb nannte Goethe die Mistel "das Kind unter den Pflanzen". Doch auch die Mistel lebt in Polaritäten, die bei ihr im Innern wirken in Form ihrer Inhaltsstoffe Viscotoxin und Mistellektin:

- Viscotoxine wirken schnell, lösen Zellmembranen auf, helfen der Mistel, sich auszudehnen, zu wachsen. Der aufstrebende Sprossbildungsprozess wird hier offenbar.

- Mistellektin dagegen wirkt langsam, dringt ins Innere des Zellstoffwechsels vor und hemmt diesen. Der Wurzelbildungssprozess, das Zur-Ruhe-Kommen zeigt sich hier.

Auch in den Pflanzenteilen spiegeln sich diese Polaritäten wider. Das "lichte" Viscotoxin ist vermehrt in Blatt und Stängel, das "dunkle" Mistellektin vermehrt in den Beeren zu finden, die sich nur im Winter ausbilden. Die Mistel wird für Präparate zur Krebstherapie deshalb zweimal im Jahr geerntet: einmal im Juni und einmal im Dezember. Die aus den beiden Mistelernten gewonnenen Säfte haben unterschiedliche Viscotoxin- und Mistellektinanteile und werden unterschiedlich weiterverarbeitet, wobei jeweils die gegenteilige Polarität verstärkt wird: Der Wintersaft wird aus dem Zentrum in die Leichte geschleudert, den Sommersaft lässt man tropfenweise in die Schwere, in das Zentrum des Wintersaftwirbels fallen. Beide Säfte gemischt ergeben ein Arzneimittel, das dem Patienten hilft, innere Ungleichgewichte wieder zu ordnen und so wieder eine Kraft aus der eigenen Mitte heraus zu gewinnen.

WALA Mistelpräparate wie Viscum/Crataegus* werden zum Beispiel zur Harmonisierung des Herz-Kreislauf-Systems (z.B. Altersherz) angewandt. Weitere Mistelpräparate kommen bei schmerzhaften degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule, bei der Nachbehandlung von Strahlenschäden, begleitend bei Krebserkrankungen, bei Arthrosis deformans, chronischer Polyarthritis, Hypertonie, Altersherz sowie bei der Nachbehandlung von Apoplexien zum Einsatz.

Mistelauszüge ergänzen die Komposition von Dr.Hauschka Pflegeöl Citrone Lemongrass.


* Pflichtangaben zu den genannten Präparaten (die Anwendungsgebiete ergeben sich aus der anthroposophischen Menschen- und Naturerkenntnis):

Viscum/Crataegus, Globuli velati
Packungsgröße: 20 Gramm (N1) Globuli velati
Anwendungsgebiete: Harmonisierung des rhythmischen Zusammenwirkens von Empfindungs- und Lebensorganisation im Herz-Kreislauf-System, z.B. Altersherz, Sklerose der Herzkranzgefäße (Koronarsklerose).
Warnhinweis: Dieses Arzneimittel enthält Sucrose.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage, und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.