WALA Pflanzenarchiv
Maniok

Verwendung

Maniokwurzel enthält doppelt so viel Stärke wie Kartoffeln. In ihren Ursprungsländern ist sie ein wichtiger Bestandteil der täglichen Ernährung, aus dem die Brasilianer zum Beispiel Beijú, einen Kuchen, Farofa, geröstetes Maniokmehl als Beilage, oder das Getränk Tarubá herstellen. Die Peruaner lieben Yucca à la Huancaína, ein scharfes Gericht mit Maniok und Mais. Aus Maniok lässt sich ein Bier brauen, und ausgebackene Maniokscheiben werden in Südamerika wie Chips in Tüten verkauft.
Getrocknet und gemahlen ergibt die Wurzel die so genannte Tapiokastärke, eine nahezu geschmacksneutrale Stärke, die in Form kleiner Kügelchen (Sago) oder von Fladen in den Handel kommt. Besonders die westafrikanische und südostasiatische Küche verwendet die eingeweichten Sagokügelchen, um damit Süßspeisen zu binden. Die Brasilianer machen daraus eine Art Eierpfannkuchen, den sie mit Butter, Kokosmilch und Käse essen.
Die Futtermittelindustrie setzt Tapioka als Kohlenhydratlieferant ein, der gleichzeitig Futterpellets in Form hält.
Die Volksmedizin der Ursprungsländer nutzt frische Maniokwurzel bei Geschwüren und Verbrennungen.