
Synonyme für Kapuzinerkresse: Gelbes Vögerl, Kapuzinerli, Salatblume
Wissenschaftlicher Name: Tropaeolum majus L.
Familie: Tropaeolaceae (Kapuzinerkressengewächse)
Eine wahre Freude ist die üppig wachsende Kapuzinerkresse für alle Gartenfreunde. Zuverlässig und schnell wächst sie weitverzweigt in saftigem Grün kahle Flächen und ganze Balkongeländer zu und beschenkt den Betrachter von Mai bis zu den ersten Frösten im Herbst mit einer Fülle großer gelber bis orangeroter Blüten, die ein langer Sporn ziert. Nach der Blüte senkt sich der fruchtbildende Stängel zur Erde und verbirgt die reifenden Samen an kühlem, feuchtem Ort. Auch die Blätter sind äußerst dekorativ mit ihrer runden, an Schwimmblätter erinnernden Form, in deren Mitte sich Wassertropfen wie kostbare Perlen sammeln. Sie sitzen mittig auf den Blattstielen und sondern in kühlen Nächten aus an ihren Rändern sitzenden Drüsen (Hydathoden) Wasser ab. Die ganze Pflanze ist saftig und weich, ohne verholzte Strukturen, und wächst deshalb niederliegend auf dem Boden oder hängend an Geländern. Nur mithilfe von Zäunen oder Hecken kann sie sich aufrichten. Diese Weichheit und Saftigkeit macht sie aber auch so anfällig gegen Frost, der sie gleich fast völlig in sich zusammenfallen lässt.
In ihrer Heimat, den Anden, wächst die wasserliebende Kapuzinerkresse natürlicherweise in der Nähe von Rinnsalen an den Berghängen.