WALA Pflanzenarchiv
Kampfer

Wissenswertes

Der Name Kampfer leitet sich vom indonesischen "kapur" = Kalk ab und wurde über das arabische Wort "Kâfur" zu Kampfer. Im Mittelhochdeutschen bezeichnete man mit Kampfer eine harzige Masse.

Kampfer ist ein uraltes chinesisches Heilmittel, das die Araber etwa im 11. Jahrhundert nach Europa mitbrachten. Er galt als überaus kostbar und wurde mit Gold aufgewogen. Von Fürst zu Fürst wurde er als Tribut oder Geschenk gesandt. Im Koran preist man ihn als Kühlungsmittel in den Getränken der Seligen im Paradies. In Indien ist der Kampfer Shiva geweiht und wird zu seinen Ehren bei vielen Gelegenheiten verräuchert. Zum Beispiel gibt es in einigen Tempelanlagen Sri Lankas Plätze, an denen die Gläubigen ihre Wünsche äußern. Sie halten dazu mit beiden Händen eine Kokosnuss, auf der ein Stück Kampfer abgebrannt wird. Während der Kampfer verbrennt, wird der Wunsch in Gedanken geäußert. Ist die Flamme erloschen, wirft der Gläubige die Kokosnuss so kraftvoll zu Boden, dass sie zerbricht.

Kampfer soll negative Einflüsse zerstören und hellsichtige Klarheit hervorrufen. Wohl deshalb wurde er im französischen Okkultismus als magisches Räucherwerk verwendet. Man versetzte sich mit ihm auch in Rauschzustände, musste ihn dazu allerdings essen.

Mit dem stark riechenden Holz lassen sich Insekten fernhalten. Aus diesem Grund wurden Wäschetruhen oder Bücherschränke aus Kampferholz gebaut. Früher fertigte man auch Seemannskisten aus dem leichten Holz oder kleidete sie zumindest damit aus, da dem Holz konservierende Eigenschaften nachgesagt wurden.