
Der wissenschaftliche Name "Zingiber" leitet sich aus dem Sanskrit-Wort "sringavera" ab, das "mit Geweihsprossen versehen" bedeutet und anschaulich die Form der Ingwerwurzel beschreibt.
Das Gute setzt sich durch. Ob in China, Japan, Indien, der islamischen Welt, Griechenland, im römischen Reich oder später bei Hildegard von Bingen oder Paracelsus: Alle kannten und schätzten den Ingwer als wirksame Arznei. Sogar im Koran ist er erwähnt und zählt dort zu den heiligen Pflanzen. In der Südsee wird der Ingwer als wichtiges magisches Mittel von den Zauberern verwendet. Im Mittelalter konnte man sich eine solch heilkräftige Pflanze wie den Ingwer nicht anders als direkt aus dem Garten Eden stammend vorstellen.
In Amerika sollen früher gewitzte Pferdehändler ihren erlahmten Gäulen Ingwer zu fressen gegeben haben. Seine anregende Wirkung soll noch jedes Pferd dazu gebracht haben, anmutig seinen Schweif aufzurichten, ein Zeichen jugendlichen Feuers.
Neben seiner arzneilichen Verwendung hat Ingwer einen vielgestaltigen kulinarischen Platz: frisch in exotischen Gerichten, pulverisiert in vielen Gewürzmischungen wie z.B. Curry, kandiert, in Kombination mit Schokolade oder in Ginger Ale. In Mundwässern oder Zahntinkturen kann er zur Verbesserung des Geruchs und Geschmackes gefunden werden. Und manchmal wird er als Fixateur in der Parfümerie gebraucht.