WALA Pflanzenarchiv
Hopfen

Verwendung

Medizinische Verwendung finden meistens die weiblichen Blütenstände, die kurz vor der völligen Fruchtreife geerntet werden, damit sich die Schuppen der Hopfenzapfen nicht ablösen. Um die Ausscheidungen der Lupulindrüsen getrennt zu gewinnen, siebt man die getrockneten Hopfenzapfen. Beim Schütteln fallen die drüsenbesetzten Deckblätter ab, Endprodukt dieser Prozedur ist ein grünlichgelbes, leicht klebriges Pulver.
Hopfen besitzt mehrere Wirkungsrichtungen. Er ist neben Baldrian eines der wichtigsten pflanzlichen Mittel gegen nervöse Erregung, Einschlafstörungen und leichte Depressionen. Zudem regt er den Appetit an, wirkt antibakteriell und entzündungshemmend. Die Homöopathie setzt Hopfen zusätzlich als Magenmittel bei nervös bedingten Magenbeschwerden ein. Die Hausmedizin verwendet ihn bei Blasenentzündungen und behandelt mit ihm Geschwüre und Hautverletzungen.