
Die Engelwurz schlägt eine Brücke zwischen dem Wässrigen, Erdverbundenen auf der einen und dem Luftigen, Lichten auf der anderen Seite. Im ersten Jahr bündelt sie alle Kräfte für das Wurzelwachstum: Ein üppiger Blätterschopf ist das Einzige, was sie über der Erde zeigt. Die Blattflächen sammeln das Sonnenlicht und leiten es - gebunden in Energiespeichern wie Zucker und Stärke - an die Wurzel weiter. Im zweiten Jahr gibt die so erstarkte, wasserreiche Wurzel all diese Energie an das Licht frei, lässt die Staude zu luftiger Höhe sprießen und blühen, um danach zu sterben. Mit ihrer Vorliebe für feuchte Standorte offenbart sie ihre Verbundenheit zum Wässrigen. Ein Missverhältnis zwischen den wässrigen und luftigen Kräften im Kopf-Hals-Bereich kann zu Erkältungen mit Schleimhautschwellung und trockenem Reizhusten führen. Die Engelwurz reguliert dieses Ungleichgewicht.
Die Gärtner des WALA-eigenen Heilpflanzengartens ernten die Wurzel der Engelwurz im Winter, wenn die Pflanze im ersten oder zu Beginn des zweiten Wachstumsjahres steht. Die verarbeitete und potenzierte Wurzel ist Bestandteil von WALA Archangelica comp.*, das bei entzündlichen Veränderungen der Luftwege hilft, zum Beispiel bei Reizhusten.
* Pflichtangaben zu den genannten Präparaten (die Anwendungsgebiete ergeben sich aus der anthroposophischen Menschen- und Naturerkenntnis):
Archangelica comp., Globuli velati
Anwendungsgebiete: Entzündliche Veränderungen der Luftwege, z.B. Kehlkopfentzündung (Laryngitis), Luftröhrenentzündung (Tracheitis), Reizhusten.
Warnhinweis: Dieses Arzneimittel enthält Sucrose und Lactose.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage, und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.