
Vergil fand bei den Kelten der Poebene den Eibisch und notierte dessen Name lateinisch als "ibiscum". Im Althochdeutschen wurde daraus "ibisca", im Mittelhochdeutschen "ibische", später dann "Eibisch". Der wissenschaftliche Name Altheae leitet sich vom griechischen "althein" = heilen ab. Wegen seiner positiven Wirkung förderte schon Karl der Große den Anbau von Eibisch in Bauerngärten. Ein Volksglaube besagt, dass die Verbrennung von Eibisch zur Klärung und Reinigung von Haus und Hof führt. Der Schleim, in dem umgewandelter Zucker gespeichert wird, ist die Energiereserve des Eibischs. Der Schleimgehalt der Eibischwurzel nimmt deshalb im Laufe des Winters zu und ab Frühling, wenn die Energie für das Wachstum gebraucht wird, wieder ab. Aus diesem Grund findet im WALA Heilpflanzengarten die Ernte der Eibischwurzel im Winter statt, meistens ab Mitte Januar an trockenen Tagen.