
Synonyme für Bitterorange: Bigarade, Neroli, Pomeranze, Saure Orange, Sevilla-Orange
Wissenschaftlicher Name: Citrus aurantium amara L.
Familie: Rutaceae (Rautengewächse)
Jeder kennt die süßen Orangen, die aus unserem Obstangebot nicht mehr wegzudenken sind. Doch wahrscheinlich ist nur wenigen bewusst, dass diese Frucht eine süße Unterart der Bitterorange ist, die bereits im 11. Jahrhundert von China nach Italien importiert wurde und damit viel früher als ihre süße Schwester, die Orange, die erst im 15. Jahrhundert ihren Weg nach Europa fand.
Der immergrüne, bis zu acht Meter hoch wachsende Bitterorangenbaum trägt dunkelgrüne, ledrige Blätter und an den jungen Zweigen bis zu acht Zentimeter lange, dünne, biegsame Dornen. Die weißen, fünfblättrigen Blüten verbreiten einen intensiven Duft. Ungewöhnlicherweise enthalten nicht alle Blüten sowohl die weiblichen Fruchtknoten mit Stempel als auch die männlichen Staubblätter, manche Blüten enthalten stattdessen nur die männlichen Staubblätter.
Die Frucht der Bitterorange sieht der süßen Orange sehr ähnlich, ist mit sieben bis acht Zentimeter Durchmesser aber kleiner und etwas abgeflacht, die Schale ist dicker und unebener. Das Fruchtfleisch schmeckt sauer, die Schale und die Haut um die Fruchtfleischsegmente haben hingegen einen starken bitteren Geschmack. Im Mittelmeerraum ist die Erntezeit der reifen Bitterorangen im Januar und Februar.