
Die wissenschaftliche Bezeichnung Symphytum leitet sich vom griechischen „symphytos“ = „zusammengewachsen, zugeheilt“ ab. Der deutsche Name Beinwell hat dieselbe Bedeutung. Die Silbe „well“ geht zurück auf das Verb „wallen“, das wiederum für „zusammenwachsen“ steht. „Bein“ ist ein altes Wort für „Knochen“.
Bereits in der Antike war Beinwell dafür bekannt, gebrochene Knochen und Wunden zu heilen. Dem starken Glauben an seine Heilkraft verlieh man durch das Sinnbild Ausdruck, Knochen in einer Suppe würden wieder zusammenwachsen, wenn man sie zusammen mit Beinwell kochte.
Die Bestäubung der glockenförmigen Blüten besorgen meistens die langrüsseligen Hummeln, während sie die Blüten auf der Suche nach Nektar besuchen. Erdhummeln, die einen kürzeren Rüssel besitzen, beißen die Blüten einfach von außen an, um an den süßen Nektar zu gelangen. Ameisen bevorzugen das so genannte Elaiosom, ein nahrhaftes Anhängsel an den reifen Samen. Sie verschleppen die Samen samt Anhängsel, wobei beide Teile oft auseinanderbrechen. Das Elaiosom transportieren die Ameisen weiter in ihren Bau, der Same bleibt unbeachtet liegen, ist dadurch aber nebenbei verbreitet worden.